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Christine Niles, FSSPX-PRIESTER VON FRANZÖSISCHEM SEXSKANDAL VERFOLGT (2 VON 2)

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Wir erkennen langsam ein Muster. Nach dem Missbrauch oder Vergewaltigung wird ein FSSPX zur „Zeit der Buße und Umkehr“ geschickt, die Piusbruderschaft hat eine eigene Einrichtung dafür und anschließend wird er wieder in den aktiven Dienst geschickt. Aber nicht nur das. Meistens wird er sogar befördert, siehe das u.a. Beispiel von Pater Duverger. Dieser Logik zufolge ist der sexueller Missbrauch oder eine Vergewaltigung ein Qualitätsnachweis eines Priesters, wodurch er sich auszeichnet. Denn würde man es als etwas Verwerfliches sehen, so würde man ihn wohl lebenslang auf einer untergeordneten Position halten. Woher diese Pädagogik der FSSPX? Danach müssten wir wohl Bischof Fellay fragen, aber es ist möglich, dass man sich dadurch die absolute Loyalität dieses Priesters sichert. Denn:

a. er hat ein Verbrechen begangen, das nicht sogleich verjährt,

b. die FSSPX hat ihn gedeckt und dem Zugriff der Justiz entzogen,

c. sollte er illoyal werden, so kann a. gegen ihn verwendet werden und man könnte ihn, falls die Tat noch nicht verjährt ist, zur Anzeige bringen.

Was lernen wir daraus? Dass in der FSSPX, wie bei der Mafia, jede Ähnlichkeit beabsichtigt, das alles verbindende Band die Erpressung bildet. Wenn also nachweislich Pater Duverger nach seiner Affäre von Bordeaux befördert wurde, dann ist es möglich, dass jeder Pius-Obere ein Strafregister nach sich zieht, da er ansonsten kein Oberer geworden wäre. Logisch ist es schon. Wir wissen schon, dass 80% bis 90% aller Novus Ordo Bischöfe homosexuell und daher erpressbar sind und wirklich 100% der Bischöfe die Sexualtraftaten ihrer Priester vertuschen, wodurch sie sich doppelt erpressbar machen. Wenn sie noch ihre eigenen Sexualstraftaten vertuschen, wie Erzbischof Weakland, der sich aus der Kirchenkasse bediente, um einen ehemaligen Liebhaber auszuzahlen, dann sind sie für höhere Ämter qualifiziert, denn durch und durch erpressbar. Und bei der FSSPX ist es nicht anderes.

An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei dem Blogger und Gläubigen der Piusbruderschaft und Kirchfahrter Archangelus bedanken. Ohne seine Kommentare und Inspiration (Tertium non datur) wäre die Thematik der Piusbruderschaft auf unserem Blog nicht zur der richtigen Geltung gekommen. Vergelt’s Gott!

Versetzen von Raubtierpriestern

Zu dieser Zeit wurden der damaligen Generaloberen Bp. Bernard Fellay und der damalige französische Bezirksvorsteher Pater Dr. Régis de Cacqueray auf Duvergers Straftaten aufmerksam. Der Letztere hat es versäumt, Duverger gemäß französischem Recht der Polizei zu melden – ein Verstoß, der zu einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren führen kann.

Dieser Versuch, die Angelegenheit intern zu behandeln, war zwar im Einklang mit der Vorgehensweise der FSSPX, aber ein direkter Verstoß gegen das französische Recht. Nach art. 434-1 des französischen Strafgesetzbuches:

Jeder, der Kenntnis von einer Straftat hat, deren Auswirkungen noch verhindert oder begrenzt werden können, oder dessen Täter wahrscheinlich neue Straftaten begehen, die verhindert werden könnten, wird bei Nichtbenachrichtigung der Justiz- oder Verwaltungsbehörden mit einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und einer Geldstrafe von 45.000 € bestraft.

Eine Handvoll Ausnahmen gelten für Ehepartner, Familienmitglieder, Angehörige der Gesundheitsberufe und Sozialarbeiter, aber es gibt keine Ausnahmen für Geistliche.

Sowohl Fellay als auch de Cacqueray versäumten es ebenfalls, den FSSPX-Priester Pater Dr. Christophe Roisnel im Jahr 2011 den Behörden zu melden, als sie erfuhren, dass er mehrere Frauen an einer FSSPX-Schule vergewaltigt hatte, und ihn stattdessen für ein paar Jahre „Gebet und Buße“ in ein Kloster in Morgon in Beaujolais schickte.

Pater. Philippe Peignot, des Missbrauchs an mehrerer Jungen für schuldig befunden

Dank der Zivilbehörden wurde Roisnel jedoch wegen Vergewaltigung und Folter verhaftet, schuldig befunden und verurteilt, bevor Fellay ihn wieder in den aktiven Dienst stellen konnte. Der Priester sitzt derzeit 19 Jahre hinter Gittern.

Fellays Vorgehensweise, Sexualstraftäter für kurze Zeiträume des „Gebets und der Buße“ wegzuschicken, bevor sie wieder in den aktiven Dienst versetzt werden, wo sie häufig wieder missbrauchen werden, ist typisch für die Praxis so vieler Bischöfe, bevor der Skandal um Sexualmissbrauch im Jahr 2002 explodierte, als der Boston Globe enthüllte, dass Kard. Bernard Law Hunderte von Raubtierpriestern versetzte, nachdem er sie für kurze Zeit in Rehabilitationszentren wie dem St. Luke Institute in Maryland oder dem St. John Vianney Center in Pennsylvania eingewiesen hatte.

Diese Priester würden wieder Missbrauch verüben – und bei der FSSPX ist das nicht anders.

Zum Beispiel konnte der pädophile Priester P. Philippe Peignot  Kinder erneut missbrauchen, nachdem der Generaloberste ihn zuerst zum „Gebet und zur Buße“ nach Lourdes geschickt hatte, bevor er ihn wieder in den priesterlichen Dienst zurückversetzte. Ebenso war der verurteilte Pädophiler Fr. Frédéric Abbet in der Lage Jungen erneut zu misshandeln, selbst nachdem das kanonische Tribunal der FSSPX ihm verboten hatte, sich in der Nähe von Kindern aufzuhalten – ein Verbot, gegen das Fellay selbst fast sofort verstieß, indem er Abbet beauftragte, in einer FSSPX-Kapelle zu leben, die sich das gleiche Dach mit einem Jungenschlafsaal teilte.

Pater. Frédéric Abbet, zu 5 Jahren Gefängnis für Sexualverbrechen an Kindern verurteilt

Nachdem die Eltern Gerechtigkeit gesucht hatten, wurde Abbet vor einem Strafgericht für schuldig befunden und zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt.

Drei Wochen nachdem Church Militant am 21 Mai  – in der Spotlight Untersuchung bekanntgab, dass  Abbet nie seine Strafe verbüßt hatte, wurde er in der Schweiz verhaftet und sitzt derzeit hinter Gittern.

Fellays Aktionen gegenüber Duverger folgten demselben Muster und führten zu denselben Ergebnissen. Kurz nach dem Sexskandal in Bordeaux ordnete Fellay Duverger an unter Berufung auf „herzbedingte“ gesundheitliche Gründe das Kloster Unserer Lieben Frau von Guadalupe in New Mexico aufzusuchen, wo er zwei Jahre lang „Gebet und Buße“ leistete.

Im Jahr 2010 beförderte Fellay Duverger zum persönlichen Sekretärs des damaligen US-Bezirksoberen Pater Dr. Arnaud Rostand in Platte City, Missouri, dem US-Hauptquartier der FSSPX.

Irgendwann wurde er zusammen mit James Vogel und Louis Tofari dem Kommunikationsteam des US-Distrikts zugewiesen – eine überraschende Beförderung angesichts der Vergewaltigungsvorwürfe.

Im Jahr 2011, nur drei Jahre nach dem Sexskandal, durfte Duverger bei der ersten Messe seines Neffen Amaury Graff als Mitzelebrant zelebrieren. In einer seltsamen Wendung der Ironie wurde Graff nach Bordeaux versetzt, nachdem sein Onkel, Pater Dr. Duverger, es verlassen hatte – und dort erfuhr er verstört von der Affäre seines Onkels mit der jungen Frau.


Duverger verbrachte in den Vereinigten Staaten einige Zeit in der Assumption Chapel in St. Marys, Kansas, wo er Beichten hörte und Berichten zufolge verwundbaren jungen Frauen nachstellte, um sie angeblich sexuell zu belästigen. Mehrere seiner Ankläger wurden vom KBI [Kansas Buero of Investigation] verhört.

Am 30. April sandte Church Militant die folgenden Anfragen an Pater. Jürgen Wegner, den aktuellen US-Bezirksoberen:

Pater. Jürgen Wegner, aktueller US-Bezirksoberer

Pater Wegner,

Hallo. Ich bitte um eine Antwort auf folgende Fragen:

Stimmt es, dass Sie Pater Pierre Duverger zu einem neuen Apostolat versetzt haben? Das haben wir gehört.

Wenn ja, wohin?

Wann?

Warum?

Ihre öffentlichen Äußerungen zufolge haben Sie sich zur Transparenz verpflichtet. Werden Sie Pater. Duverger zurück nach Kansas senden, um von Behörden befragt zu werden, die ihn im Rahmen ihrer strafrechtlichen Ermittlungen untersuchen?

Warum veröffentlichte das Priorat St. Thomas More eine Erklärung, in der fälschlicherweise behauptet wurde, Duverger sei nicht strafrechtlich untersucht worden?

Warum erweckte dieselbe Aussage den Eindruck, dass Duverger völlig unschuldig sei?

Als Beweis für Ihr Engagement für die Transparenz werden Sie öffentlich eine Erklärung abgeben, in der Sie zugeben, dass Pater Dr. Duverger strafrechtlich untersucht wird und Sie mehrere Vorwürfe gegen ihn (wie Sie bereits in privaten E-Mails zugegeben haben) kennen?

Church Militant erhielt nie eine Antwort auf diese Fragen.

Während Duverger weiterhin Schulleiter in St. Thomas More in Sanford, Florida, ist, hat Church Militant erfahren, dass mehrere Familien im neuen Schuljahr nicht zurückkehren werden, da Duverger dort weiterhin präsent ist und sie mit der Art und Weise, wie die Leitung der Piusbruderschaft seinen Fall behandelt hat, unzufrieden sind.

Church Militant hat bestätigt, dass mindestens zwei Lehrer wegen Duverger gekündigt haben.

Pater Wegner, der Jacas gegenüber zugegeben hat, dass er niemals Missbrauchsvorwürfe gegen Duverger untersucht hat, wird nach Österreich versetzt.

Quelle

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