Tradition und Glauben

Dariusz Oko knickt ein

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Wie man heute überall nachlesen kann, bekannte sich der polnische Priester, Theologe und Professor der Päpstlichen Universität in Krakau Dariusz Oko einsichtig, entschuldigte sich und zahlte 3.000 € für gemeinnützige Zwecke. Er knickte also ein und wurde kein Märtyrer für die Sache.

Wie kam es zu dieser Verhandlung?

Oko wurde von einem deutschen Mitbruder, Wolfgang F. Rothe. wegen Volksverhetzung angezeigt. Denn sonst hätte ja niemand von Okos Text, den man hier einsehen kann, erfahren. Wie wir bei katholisch.de nachlesen können:

Unter anderem bezeichnete Oko homosexuelle Geistliche als „eine Kolonie von Parasiten“, „Krebsgeschwür“ und „homosexuelle Plage“, die Rechte Homosexueller seien eine „Homo-Ideologie“ und „Homo-Häresie“.

Der Priester Wolfgang F. Rothe fühlte sich wohl persönlich angesprochen, da anderweitig seine Anzeige wegen Volksverhetzung (sic!) nicht erklärbar wäre. Die DBK plant ja Homo-Segnungen , Bischof Bätzing will die Homo-Segnung im Vatikan diskutieren und Erzbischof Koch aus Berlin setzt noch einen drauf und bittet „um Vergebung für Homophobie in der Kirche“. Ferner will er keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen bei Homosexuellen ziehen, da man als kirchlicher Angestellter in Deutschland sich vertraglich verpflichtet nach der katholischen Moral zu leben (hö, hö).

So wolle das Erzbistum in jeder seiner künftig 35 Pfarreien Beauftragte einsetzen, die sich gegen eine solche Diskriminierung einsetzen. Falls Mitarbeitenden des Erzbistums wegen ihrer sexuellen Orientierung arbeitsrechtliche Konsequenzen drohten, werde er dies zur Chefsache machen und dagegen vorgehen, so der Erzbischof. Bislang sei ihm im Erzbistum aber kein Fall bekannt.

Wenn man aber die katholischen Moral dahingehend ändert, dass alles erlaubt ist, dann brauchen die kirchlichen Angestellten, Priester, Bischöfe, Erzbischöfen und Kardinäle miteingeschlossen, ihre eigene Moral nicht zu ändern. Wenn man also innerhalb des Einflussbereichs der DBK solche Ansichten hat, dann liest man nicht gerne von einer „Kolonie der Parasiten“, die hierzulande noch von der Kirchensteuer finanziert werden, in der Kirche.

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Warum diese Homofreundlichkeit der deutschen Kirche?

Um das Status quo zu legitimieren. Die Anzahl der Homosexuellen unter den:

  • Kirchenmitarbeitern,
  • Priestern,
  • Bischöfen und höher

ist derzeit so immens hoch, dass man, um nicht mehr innerkirchlich erpresst zu werden (weltlich geht es nicht mehr, denn der „Schwulenparagraph“ § 175 wurde 1989 ersatzlos gestrichen) die kirchliche Gesetzgebung ändert. Nulla crimen sine lege. Wenn also, ganz theoretisch und hypothetisch betrachtet, ohne jeglichen Wirklichkeitsbezug:

  • ein Bischof,
  • mit einem Pastoralassistenten Sex hat,
  • und beide erwachsen sind,
  • dann kann nach Ende der „Romanze“,
  • der Ex-Lover den Bischof nicht mehr erpressen, da:
    • § 175 StGB (Schwulenparagraph) nicht mehr gilt,
    • Homosexualität in der Gesellschaft nicht mehr verpönt ist,
    • Homosexualität in der Kirche nicht mehr verpönt sein soll,
    • gegen den Bischof auch keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen gezogen werden können, wenn sich das „Berliner Model“ auch woanders durchsetzen sollte
  • der Bischof ist fein raus, da „sexuelle Nötigung am Arbeitsplatz“ schwer nachzuweisen ist und man immer „einvernehmlichen Sex unter erwachsenen Männern“ als Grund angeben kann.
  • Dem deutschen Kirchensteuerzahler bleibt dadurch viel Geld erspart, da man solche Fälle aus der schwarzen Kasse der Diözese zahlt.
  • Der Bischof kann sich dann einen weiteren Lover aus seinem Harem nehmen, am besten sind Seminaristen vor der Weihe oder Jungpriester, denn diese sind vom Bischof abhängig und schweigen, um die nächsten Karrierestufen zu erklimmen.
  • Der Bischof ist ja auch auf diesem Wege zu seiner jetzigen Leitungsposition gekommen, was ist also so schlimm daran?
  • Man schläft sich also homosexuell hoch und alles ist fein oder auch im Butter.

Es gibt durchaus andere Berufszweige (Modebranche, künstlerischen Berufe u.a.), wo homosexuelle Abhängigkeitsverhältnisse für normal angesehen oder zumindest geduldet werden. Will man es nicht, dann sucht man sich einen anderen Beruf. So einfach ist es.

DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) hat aber wenig für Dariusz Oko übrig. Oko gehört zu diesen Geistlichen, die etwa nur dann von der Kanzel predigen, wenn sie ganz sicher gehen, dass es 100% sicher ist.

  • nichts gegen Franziskus und seine Häresien,
  • nichts gegen die offensichtliche Homo-Mafia in der Erzdiözese Krakau,
  • nichts gegen den Lebenswandel von Kardinal Dziwisz, der seinen langjährigen italienischen Privatsekretär, der Laie war, nein nicht geheiratet hat, sondern in einer privaten Zeremonie in einer Privatkapelle in Warschau zu Priester weihen ließ, da der derzeitige Erzbischof von Krakau diese Art der Weihe in seiner Erzdiözese nicht durchführen wollte,
  • nichts gegen die anderen Skandalen von „Don Stanislao“ untenimmt.

Dariusz Oko, sollte er wirklich kämpferisch sein, findet vor seiner Haustür genug Stoff, um dort kehren zu können. Hochwürden Oko schreibt also einen „scharfen“ theologischen Text, in einer Zeitschrift, die kaum einer liest und zieht gleich zurück, wenn es Konsequenzen für ihn geben sollte. Da er in Polen wohnt, kann der deutsche Strafbefehl ihn nicht weiter kümmern, da dieser wohl kaum in einen europäischen Strafbefehl umgewandelt werden wird. Oko kann sich dann in Polen als „katholisch-konservativ“ feiern lassen und in Deutschland zieht er den Schwanz ein und gibt kleinlaut nach. So einfach ist es.

Entweder man schreibt nichts, wofür man nicht ins Gefängnis wandern will oder man riskiert es, obwohl Oko sicherlich als „Ersttäter“ eine Bewährungsstrafe erhalten würde. Ja, es ist wirklich mehr als peinlich, so peinlich wie in der deutschen Presse gegen Putin scharf vorzugehen. Man sollte es in Russland tun und die Konsequenzen ziehen. Denn was sind schon Ansichten wert, wenn niemand für sie leiden oder wenigsten eine geringfügige Unannehmlichkeit auf sich nehmen wird. Denn solch eine Bewährungsstrafe wegen „Volksverhetzung“ in Deutschland ist doch was Schönes. Insbesondere für einen Polen.

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