Tradition und Glauben

„Das Leben ist kein Wunschkonzert“ oder die Wünsche an eine gute Predigt (2 von 4)

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Propheten, der Heiland, die Apostel, die Märtyrer und die Heiligen waren nicht „beliebt“

Hätte es Facebook in den Zeiten der Propheten des Alten Testaments, in den Zeiten des irdischen Lebens unseres Heilands, in den Zeiten der Märtyrer und der Heiligen gegeben, dann hätten sie alle nicht allzuviele Likes- „Gefällt mir“ erhalten. Fast alle sind umgebracht worden, zuerst die Propheten, dann der Heiland, seine Apostel, schließlich die Märtyrer. Warum? Weil sie unbeliebt waren und zwar deswegen, weil sie die anderen erbarmungslos kritisierten und zwar von der Warte Gottes aus.

Bessere Dich, sonst kommst Du in die Hölle, die es gibt!

Da diese Männer auch dabei Recht hatten, so fühlten sich die Anderen angesprochen und brachten ihre Kritiker früher oder später um. „Getroffene Hunde bellen“, sagt ein deutsches Sprichwort. Der Schreiber dieser Zeilen kann gar nicht sagen, wie oft ihm verschiedene Menschen an die Gurgel gehen, weil sie sich durch etwas angesprochen fühlen, was er gar nicht gemeint hatte, weil er es schlichtweg nicht wusste. Aber sie wussten Bescheid. Er kann sich daran erinnern, dass er bei einem christlichen Jugendlager die Paulusbriefe laut vorlas, worauf sich ein junges Mädchen beschwerte, dass er sie ständig beleidigt und etwas unter die Nase reibt. Sie fühlte sich einfach angesprochen, weil sie durch die Lesung mit dem göttlichen Licht ein wenig erleuchtet worden ist, sodass es sich selbst erkannte, aber nicht mochte, was sie da sah. Es war sozusagen ein vorausgenommenes persönliches Gericht, wo man alles objektiv sieht und dann sich selbst verurteilt. Wenn Sie also keinen Widerstand erfahren, dann machen Sie etwas falsch. Denn so sind unsere Vorbilder: zuerst Kritik, dann das Martyrium. Es ist normal. Lesen wir ein wenig darüber, was Christus der Herr, selbst sagt:

Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und aus ihrer Gemeinschaft ausschließen, wenn sie euch beschimpfen und euch in Verruf bringen um des Menschensohnes willen. (Lk 6, 22)

Wenn die Welt euch haßt, dann wißt, daß sie mich schon vor euch gehaßt hat. (Joh 15,18)

Und warum hasst die Welt uns, indem sie in uns die „Hater“ sieht? Weil wir sie kritisieren. So einfach ist es. Wir werden doch auch kritisiert nur von einer falschen Warte aus, welche natürlich, weil sie weltkonform ist, zulässig scheint, da es um „das Miteinander“ zwischen Staat und Kirche, dem Sünder und der Sünde etc. geht. Will man sich gut mit allen stellen, um seine eigenen Sünden, besonders moralischer Natur zu verdecken („Ja, er hat eine Freundin. Aber so ein guter Priester!“), dann darf man natürlich niemanden kritisieren, man muss sich den Rücken freihalten und permanent jeden jederzeit manipulieren. Manche haben es im Blut, andere üben es jahrelang. Kurz und gut:

  • Die weltliche, gesellschaftlich relevante, politisch korrekte, nachkonziliare rettet-die-Wale-und-die-Flüchtlinge-Kritik ist ok.
  • Die katholische Kritik, welche von der Lehre der Kirche, wie ist wirklich ist, ausgeht ist es natürlich nicht, weil sie „nicht mehrheitsfähig“, „rigide“, „verkrampft“, „rückwärtsgewandt“, „fundamentalistisch“ und „echt Taliban, ey..“ ist.

Wie kann man denn zu solch einem Widerspruch kommen? Indem man seit Jahrzehnten großflächig durch Schule und Medien Gehirnwäsche betreibt, wobei die Kirche seit 1962 mitzieht. Es ist also völlig ok, liebe Leserinnen und Leser, jemanden zu kritisieren und zwar von der Warte einer objektiven Hierarchie der Wahrheit aus. Ja, es ist wirklich so, je mehr Sie ans Licht kommen, desto mehr Schmutz werden Sie erkennen, in sich selbst natürlich auch, deswegen wächst die Gottesfurcht im Laufe des geistlichen Lebens.

Nachdem wir also:

  1. dargestellt haben, woher die Unmut an Kritik in unserer Zeit herkommt,
  2. gezeigt haben, dass Kritik zulässig und gottgewollt ist

schreiten wir zum eigentlichen Thema dieser Reihe, welche die Anleitung zu einer guten Predigt bildet.

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