Tradition und Glauben

Das Museum des Fegefeuers, echt jetzt?

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Stellen Sie sich vor, im 19 Jhdt. wurde ein Orden eigens mit dem Ziel gegründet, den Armen Seelen Linderung zur verschaffen. Wie edel, wie uneigennützig! Es gibt auf heute Orden, die sich diesem Anliegen widmen, wie beispielsweise dieser polnische Orden der Helferinnen der Armen Seelen, den 1889 der sel. Honorat Koźmiński gründete. Es ist interessant, dass diese Orden Ende des 19 Jhdts. gegründet wurden als hätte man die nach Vat. II kommende Misere für die Armen Seelen irgendwie geahnt, sodass man diejenigen, die vorher gleichsam „einsaßen“ freibeten konnten.  

Es ist wirklich ganz nachvollziehbar, dass es das Fegefeuer gibt und geben muss, denn die meisten Menschen sind nicht so schlecht, dass sie in die Hölle gehen, nicht alle so gut, dass sie es gleich in den Himmel schaffen. Da aber nach der Lehre der Kirche nur eine Todsünde in der Todesstunde genügt, um auf ewig verdammt zu werden, weil eine einzige Todsünde die völlige Abkehr von Gott bedeutet, so ist das Fegefeuer nach Vat. II weniger gut besucht als vorher. Denn all diese Menschen, wie Sie in diesen Berichten über das Museum des Armen Seelen lesen werden, die auch einen „guten Tod“ hatten, d.h. mit allen Sakramenten versehen wurden, mussten anschließend im Fegefeuer büßen, obwohl sie in ihrem Umfeld im Rufe der Heiligkeit standen. Gott ist halt streng und weiß es besser.

Wenn es das Fegefeuer gibt, warum gibt es solche Erscheinungen nicht heute?

Bei Maria Simma herrschte Arme Seelen Andrang

Doch die gibt es auch, aber die Menschen hängen es noch weniger an die große Glocke als vorher. Wem sollen sie es denn sagen? Dem Pfarrer mit der bürstenschnittigen Pastoralassistentin, die natürlich beide zusammen und getrennt voneinander nicht ans Fegefeuer glauben? Diese Erscheinungen sind deswegen selten, weil sie armen Armen Seelen ja jemanden besuchen müssten, der (a) ans Fegefeuer glaubt, (b) weiß, was zu tun ist. Daher hatte die arme Maria Simma solch einen Andrang, weil sie so ziemlich die letzte war, die das tat. Der Grund ist aber auch ein anderer. Es ist wirklich ganz nachvollziehbar, dass derzeit so viele Seelen in die Hölle gehen, dass das Problem der Erscheinungen der Armen Seelen deswegen so selten ist.

Warum?

  1. Die Lehre von der Prädestination und Reprobation, wonach leider die Mehrheit zu den Reprobrierten gehört.
  2. St. Lucia an Vater Fuentes „Seelen fallen wie Schneeflocken in die Hölle“.
  3. Schauen Sie sich um! Ehebruch, Konkubinat, Homoehen, alles von Priestern, Bischöfen, Kardinälen und einem Antipapst gutgeheißen und gesegnet.

Da die Sünde etwas Objektives ist, wie die Gesetze der Physik und sich die Gebote nicht geändert haben, so leben leider die allermeisten in schwerer Sünde und sterben in einer solchen. Daher können sich die verdammten Seelen nicht als Arme Seelen melden, weil sie eben verdammt sind.

Und wer lehrt uns, dass es keinen Fegefeuer und keine Hölle gibt? Die allermeisten Priester!

Natürlich kann man sich nicht auf etwas vorbereiten und Vorsorge gegen etwas treffen, wovon man überzeugt ist, dass es nicht existiert. Daher landen leider die meisten Priester ebenfalls dort, wo ihre Gläubigen landen, denen sie solch ein Unsinn erzählt haben.

Fassen wir es zusammen:

  1. Weniger Seelen im Fegefeuer, ergo weniger Arme-Seelen-Erscheinungen.
  2. Weniger Menschen, die ans Fegefeuer glauben, ergo weniger Arme-Seelen-Erscheinungen.

Das ist schon stimmig, denn diese Erscheinungen finden nur sehr selten statt, wenn Gott sie zulässt und Gott ist die Ökonomie schlechthin, sodass er nicht etwas ermöglicht, das keinen Sinn macht. Sie reden auch nicht zu Tauben und zeigen schöne Bilder den Blinden, oder? Wenn man wirklich glauben würde, dass wirklich alles, was wir tun oder unterlassen ewige Konsequenzen hat und wir an einen Ort kommen werden, wo wir nur passiv leiden können, dann würden wir doch ganz anders leben, das jetzige Leiden williger auf uns nehmen und versuchen zur Lebzeiten Ablässe zu erwirken. Denn woher wollen Sie wissen, dass überhaupt jemand für Sie betet, nein, nicht Ihrer gedenkt, dass sind zwei verschiedene Dinge, sodass Sie im Fegefeuer wirklich Linderung erfahren? Woher wissen Sie, dass man Ihren testamentarisch festgelegten Willen, z.B. für 20. 000 € Seelenmesse für Sie lesen zu lassen auch wirklich befolgt? Dass es noch Priester geben wird? Dass es noch im Gnadenstand lebende Priester geben wird, die wirklich etwas spirituell bewirken?

Dann sorgen Sie jetzt schon vor, indem Sie möglichst wenig Sünden und zeitliche Sündenstrafen anhäufen. 2012 hat noch niemand Benedikts Rücktritt für möglich gehalten. 2014 war Pachamama noch undenkbar und jetzt will die DBK Homoehen segnen. Es geht wirklich schnell abwärts mit der Kirche und der Welt, sodass wir gar nicht wissen können, was in unserer Todesstunde passieren wird. Sie müssen einfach alles per Umkehrschluss lesen, was man Ihnen in Novus Ordo sagt:

„Keine Hölle“

bedeutet

„Sehr wohl Hölle und wie!“,

„Gott wird für Sie schon sorgen“

bedeutet

„Sorgen Sie selbst vor, dafür haben Sie den Gott gegebenen freien Willen und Verstand“

„Evangelium ist keine Drohbotschaft“

bedeutet

„Ist es wohl: wer sich bekehrt und taufen lässt, wird gerettet, andere werden verloren“.

Stellen Sie sich vor Sie werden mehrere Jahrzehnte brennen, und zwar buchstäblich, nicht metaphorisch, ansonsten könnten diese Armen Seelen keine brennenden Handabdrücke hinterlassen. Nach hl. Katharina von Genua und anderen Mystikerinnen, ist es im höheren Fegefeuer kurz vor dem Himmel weniger schlimm, aber dorthin muss man erst durch die tieferen Gefilden gelangen, obwohl natürlich nicht jeder ganz von unten anfängt. Sie können diesen Blog unterstützen, es als Almosen betrachten und diese Gabe sozusagen von Ihrer künftigen Fegefeuerstrafe absetzen, wie auf Erden von der Steuer. Mehr als daran erinnern, können wir nicht. Sie haben jetzt die Wahl und später das Nachsehen. So ist es und nicht anders.

Tradition und Glauben – damit die Kirche wieder schön wird

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