David L. Sonnier, Die Übernahme der katholischen Kirche durch den Modernismus: Kultureller Völkermord oder Selbstmord? (5 von 5)

(e) Jede Form von Propaganda, die sich gegen sie richtet.

Die Medienkampagne gegen den Alten Ritus und diejenigen, die ihn (den Alten Ritus) schützen, könnte Gegenstand einer umfangreichen Studie über Propaganda sein. Am Anfang unterstützten die Inhalte der Propaganda die radikalen (aber unbefugten) Veränderungen der Liturgie, wie das Verbot des Lateinischen.  Dann verlagerten sie sich zu Themen wie “wie viel besser es uns allen dank des Zweiten Vatikanischen Konzils geht”, zu einem Zeitpunkt als die Ordensgemeinschaften kollabierten, die Berufungen einbrachen und die Kirchenbänke sich leerten. In den letzten Jahren wurde diese Propagandakampagne vom Papst selbst geleitet. Da es keine logischen Argumente mehr gibt, hat sich das Thema der Propaganda hin zu einer Entmenschlichung jedes einzelnen entwickelt, der in der Lage ist, klar darüber nachzudenken, was vor sich geht. Eine unvollständige Liste von erniedrigenden und abwertenden Beleidigungen, mit denen diejenigen etikettiert wurden, die den Alten Glauben bewahren, beinhaltet Folgendes:

 

– Ideologische Christen

– Rosenkranztheken

– Reaktionäre

– Pelagianer

– In sich selbst verliebte prometheische Neopelagianer

Die Worte, die Franziskus an die vielen jungen Menschen richtete, die sich von der traditionellen Messe, Spiritualität und Kultur der Kirche angezogen fühlen, waren besonders hart:

 “Und ich frage mich selbst: Warum so viel Starrheit? Grabe, forsche, diese Steifigkeit verbirgt immer etwas, Unsicherheit oder sogar etwas anderes. Starrhheit ist defensiv. Wahre Liebe ist nicht starr.” [14][1]

Nun, da die katholische Kultur, die Praktiken, die Andachten und die Sprache weitgehend abgeschafft sind, scheint diese besondere Propaganda-Kampagne das Ziel zu haben, den Widerstand gegen die Änderung der katholischen Lehre abzubauen.

Es ist noch nicht lange her :

(Schauspielerin Grace Kelly erhält die Kommunion wie Katholiken sie hatten tausend Jahre lang….vor dem II. Vatikan empfangen hatten)

Schuldzuweisung

Der Verlust einer Lebensweise kann durch allmähliche, natürliche Prozesse erfolgen; die Geschichte liefert uns viele Beispiele. Die Moderne, insbesondere der technologische Fortschritt, kann schnell das Ende einer Lebensweise herbeiführen. Einige werden argumentieren, dass dies mit dem traditionellen Katholizismus geschehen ist. Auf der anderen Seite kann die Beseitigung einer Lebensweise einer Gruppe von Menschen durch einen Akt des kulturellen Völkermords aufgezwungen werden. Um festzustellen, ob eine Lebensweise durch natürliche Prozesse verloren gegangen ist oder nicht, kann man eine einfache Frage stellen: Wurde Zwang angewendet? Oder hat es etwas anderes, wie den technologischen Fortschritt oder einige moderne Umstände gegeben, die den Wandel gefordert oder herbeigeführt haben? Offensichtlich wurde er erzwungen, und ebenso offensichtlich hat die moderne Technologie ein völliges Aussterben des traditionellen Katholizismus verhindert. Ohne die unverzichtbaren Mittel zur Organisation und Verbreitung von Informationen aus den digitalen Medien wären die Überreste des vorkonziliaren katholischen Lebens möglicherweise schon längst verschwunden. Viele Katholiken, die heute glücklich mit dem vorkonziliaren Katholizismus leben, hätten es ohne die zahlreichen Blogs und Social Media, die oft effektiv gegen die Propaganda der Täter eingesetzt werden, nie erfahren. Es ist kein Zufall, dass die Regionen der Welt, in denen der Alte Ritus am besten erhalten blieb, diejenigen sind, in denen die Menschen in den letzten Jahren frei waren, die Technologie zum Informationsaustausch zu nutzen.

Klärung

Unmittelbar nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil folgten die meisten Katholiken, Geistlichen und Laien eifrig der Zerstörung, darunter viele, die es jetzt bereuen.  Gut meinende Menschen können in die Zerstörung ihrer eigenen Zivilisation getäuscht werden; die Geschichte ist voller Beispiele. Was waren die Motive dieser Päpste und Bischöfe, die diese Bemühungen leiteten? Haben sie auf einige externe Kräfte reagiert, die die von ihnen ergriffenen Maßnahmen angeordnet haben, oder waren sie bereit, an den Aktionen teilzunehmen? Waren sie unwissend oder dumm?

Die Folgen sind schwer zu verkraften. Die Menschen fühlen sich hoffentlich unwohl mit der Möglichkeit, dass sie unwissentlich eine Rolle bei der versuchten Ausmerzung einer Lebensweise gespielt haben. Da der zerstörerische Akt nie vollständig zu Ende gebracht wurde, sollten vorgefasste Vorstellungen beiseite gelegt werden, und man sollte zurücktreten und die Situation als unparteiischer Außenseiter, bloßer Zuschauer oder aus der Sicht eines zukünftigen Historikers betrachten. Der Status des Alten Ritus ist geklärt. Es ist bekannt, dass die Unterdrückung der Tridentinischen Messe von Bischöfen und Päpsten herbeigeführt wurde und dass der traditionelle Katholizismus erst nach dem wegweisenden Dekret von Papst Benedikt XVI. von 2007 wieder in großem Umfang auftauchte.

Was ist im Moment das Richtige zu tun? Neben der Klärung des Status des Alten Ritus, den wir in Summorum Pontificum finden, ist es notwendig, dass wir klare und genaue Begriffe verwenden, damit die Verantwortlichen die Schwere ihres Handelns und das schwere Urteil, dem sie ausgesetzt sein werden, verstehen können. Wenn Sie dem kulturellen Völkermord begegnen, nennen Sie es so, wie es ist.

1971 hatten nur sehr wenige die Weisheit und Weitsicht, um zu sehen, was passieren würde. Langsam, über viele Jahre hinweg, haben die Menschen die Tragödie, die sich um uns herum abspielt, verstanden. Es ist wahrscheinlich, dass an diesem Punkt Millionen von Menschen auf der ganzen Welt gerne ihre Unterschriften unter die von Agatha Christie, Malcolm Muggeridge et. al. (und andere) setzen würden, die von Anfang an den Heiligen Stuhl darauf aufmerksam gemacht haben, dass “… die schreckliche Verantwortung, die Sie in der Geschichte des menschlichen Geistes tragen werden, wenn Sie sich weigern, der Traditionellen Messe das Überleben zu ermöglichen, obwohl dieses Überleben Seite an Seite mit anderen liturgischen Formen stattfand”.

[1]https://www.catholicculture.org/news/headlines/index.cfm?storyid=29904

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