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Der Synodale Weg oder vorwärts in den Abgrund (1 von 4). „Mit brennender Sorge“ reloaded.

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Wir widmen uns auf Tradition und Glauben nur bedingt den rein deutschen Themen, weil diese dermaßen hoffnungslos sind, dass man besser die Kräfte sich für etwas anderes aufspart, da man nicht immer wieder wiederholen möchte:

Es ist falsch. Es ist gegen die Lehre der Kirche. Es ist selbstzerstörerisch.

Aber die deutschen Bischöfen und ihre Gremien-Räte-Republik scheren sich wenig darum und machen fröhlich auf dem Weg der Selbstzerstörung weiter.

Die Warnung aus der Enzyklika „Mit brennender Sorge“

DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) hat ab und zu den Anspruch einen spirituellen Hintergrund zu den kirchenpolitischen Ereignissen zu geben und diese aus einer Perspektive zu beleuchten, die woanders nicht zu finden ist. Aber bei dem synodalen Weg ist dieser Anspruch kaum zu realisieren, denn das Vorhaben ist offensichtlich: ungläubige, nicht-katholische Kirchenbeamte wollen eine Nationalkirche erschaffen. Es gibt keinen doppelten Boden. Der Boden ist einfach und für jeden ersichtlich. Sie wollten also etwas umsetzen, wovor Pius XI. in „Brennender Sorge“ (1937) schon gewarnt hat.

Pius XI.

Wie man in dieser Enzyklika nachlesen kann, kennt die deutsche Seele seit jeher zwei Versuchungen: (1) den Kirchenaustritt und (2) die Nationalkirche. So lesen wir in dieser Enzyklika:

24. In Euren Gegenden, Ehrwürdige Brüder, werden in immer stärkerem Chor Stimmen laut, die zum Austritt aus der Kirche aufrufen. Unter den Wortführern sind vielfach solche, die durch ihre amtliche Stellung den Eindruck zu erwecken suchen, als ob dieser Kirchenaustritt und die damit verbundene Treulosigkeit gegen Christus den König eine besonders überzeugende und verdienstvolle Form des Treubekenntnisses zu dem gegenwärtigen Staate darstelle. […]  Solchen aber, die vermeinen, sie könnten mit äußerlichem Kirchenaustritt das innere Treuverhältnis zur Kirche verbinden, möge des Heilands Wort ernste Warnung sein: „Wer Mich vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater verleugnen, der im Himmel ist.“

25. […] Wenn Leute, die nicht einmal im Glauben an Christus einig sind, euch das Wunsch- und Lockbild einer deutschen Nationalkirche vorhalten, so wisset: sie ist nichts als eine Verneinung der einen Kirche Christi, ein offenkundiger Abfall von dem an die ganze Welt gerichteten Missionsbefehl, dem nur eine Weltkirche genügen und nachleben kann. Der geschichtliche Weg anderer Nationalkirchen, ihre geistige Erstarrung, ihre Umklammerung oder Knechtung durch irdische Gewalten zeigen die hoffnungslose Unfruchtbarkeit, der jeder vom lebendigen Weinstock der Kirche sich abtrennende Rebzweig mit unentrinnbarer Sicherheit anheimfällt. Wer solchen Fehlentwicklungen daher gleich von den ersten Anfängen an sein wachsames und unerbittliches Nein entgegensetzt, dient nicht nur der Reinheit seines Christenglaubens, sondern auch der Gesundheit und Lebenskraft seines Volkes.

Man könnte natürlich einwenden, dass „Mit brennender Sorge“ in eine ganz andere Zeit hineingeschrieben wurde, so viele deutsche Katholiken durch den NS-Terror zu bestimmten Stellungnahmen gezwungen wurden. Dagegen handeln die heutigen Gremienbeamten, die eine deutsch-katholische Kirche mit eigener Lehre, Moral und weiblichen Priesterinnen wollen, freiwillig und ungezwungen und wohl auch im guten Willen. Dies stimmt zwar und deswegen ist es umso schlimmer, dass gerade im Jahre 2021 das Schreckgespenst der deutsch-nationalen Kirche der Jahre 1933 – 1945 wieder auftaucht. Diese NS-Parallele bleibt den meisten Kommentatoren verborgen, während aber während der Hitler-Zeit die katholische Kirche in Deutschland weitgehend katholisch geblieben ist, so wird sie erst nach dem Konzil zunehmend deutsch-katholisch und zwar ganz freiwillig, ohne einen äußeren politischen Zwang.

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