Tradition und Glauben

Der Synodale Weg oder vorwärts in den Abgrund (3 von 4). Rom prescht diesmal vor

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„Diesmal ist es anders“ – Synodalität vom Vatikan gewünscht

Während bei der besprochenen Weg-von-Rom-Bewegung sich um eine eigene deutsche Initiative gehandelt hat, so geht der bergoglianische Impuls zur „Synodalität“ hin derzeit tatsächlich von Rom aus. Wie wir aus der Regierungszeit von Franziskus wissen, handelt eine jede römische Synode von etwas anderem, als ihr Titel verheißt. Die Synode über die Familie führte zu Amoris Laetitia also zur unfamiliären Gutheißung von Ehebruch, Konkubinat und Homosexualität, während die Jugendsynode eigentlich von der „Synodalität“ handelte.

Was ist aber „Synodalität“?

Es ist die Verwandlung der katholischen Kirche eines Landes auf dem Wege der ständigen Synoden in eine protestantische Nationalkirche, die sich nach eigener Lehre richtet, diesmal aber mit dem Segen Roms.

Steht es wirklich in den Synodendokumenten da?

Natürlich steht es anders da, als es gemeint ist, was wir seit Vat. II zu Genüge kennen. Denn im Abschlussdokument vom 27. Oktober 2018 „Jugendlichen, der Glaube und die Erkenntnis der Berufung“, im Kapital I: „Die missionarische Synodalität der Kirche“ können wir folgendes nachlesen.

Die „Jugendsynode“ war das Trojanische Pferd, um das Prinzip der „Synodalität“ einzuführen

Steht geschrieben:

119. […] Wir erkennen in dieser Erfahrung [der gelebten Mitverantwortung] eine Frucht des Heiligen Geis­tes, der die Kirche ständig erneuert und sie dazu aufruft, Synodalität als Art des Seins und Handelns zu praktizieren und dabei die Teilhabe aller Getauften und Menschen guten Willens zu fördern, so wie ihr Alter, Lebensstand und ihre Berufung es zulassen. In dieser Synode haben wir erfahren, dass die Kollegialität, die die Bischöfe cum Petro et sub Petro in ihrer Sorge um das Volk Gottes vereint, sich durch praktizierte Synodalität auf allen Ebenen arti­kulieren und reicher werden muss.

Will heißen:

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119. […] Wir erkennen in dieser Erfahrung [der gelebten Mitverantwortung] eine Frucht des Unheiligen Geis­tes, der die Kirche ständig zerstört und sie dazu verleitet, Synodalität – d.h. ständige Zerstörung der Disziplin und der Lehre – als Art des Seins und Handelns zu praktizieren und dabei die Teilhabe aller Getauften und Menschen schlechten Willens zu fördern, so wie ihr Alter, Lebensstand und ihre Berufung es zulassen. In dieser Synode haben wir erfahren, dass die Kollegialität (durch die man sich hinter dem Gremium verstecken kann), die die Bischöfe cum Petro et sub Petro (ist es unkatholisch sind sie mit Franziskus, „dem heiligen Vater“, ist es katholisch, sind sie dagegen – „gegen das Diktat aus Rom“) in ihrer Sorge um das Volk Gottes vereint, sich durch praktizierte Synodalität = Schismabildung auf allen Ebenen arti­kulieren und reicher werden muss.

Steht geschrieben:

Der synodale Prozess geht weiter

120.  Mit dem Ende der Versammlung und dem Dokument, das deren Ergebnisse zusam­menfasst, ist der synodale Prozess noch nicht abgeschlossen, sondern es wird nur eine Etappe erreicht. Da die konkreten Bedingungen, die realen Möglichkeiten und die dringenden Bedürfnisse junger Menschen von Land zu Land und von Kontinent zu Kontinent sehr unter­schiedlich sind, auch wenn der gemeinsame Glaube sie vereint, laden wir die Bischofskon­ferenzen und die Teilkirchen ein, diesen Weg fortzusetzen und sich an Prozessen der gemein­schaftlichen Unterscheidung zu beteiligen, die auch diejenigen in die Beschlussfassung miteinbeziehen, die keine Bischöfe sind, so wie diese Synode es getan hat. Zum Stil dieser kirchlichen Wege sollten brüderliches Zuhören und der generationenübergreifende Dialog gehören, mit dem Ziel, pastorale Leitlinien zu entwickeln, die besonders auf ausgegrenzte Jugendliche und diejenigen eingehen, die wenig oder gar keinen Kontakt zu kirchlichen Gemeinschaften haben. […].

Will heißen:

Der synodale Prozess des Schismas geht weiter

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120.  Mit dem Ende der Versammlung und dem Dokument, das deren Ergebnisse zusam­menfasst, ist der schismatisch-synodale Prozess noch nicht abgeschlossen – au ja -, sondern es wird nur eine Etappe auf dem Wege des Schismas erreicht. Da die konkreten Bedingungen, die realen Möglichkeiten und die dringenden Bedürfnisse junger Menschen von Land zu Land und von Kontinent zu Kontinent sehr unter­schiedlich sind, sodass überall die Situationsethik und eine andere Lehre gilt und gelten muss, auch wenn der gemeinsame Glaube sie vereint, laden wir die Bischofskon­ferenzen und die Teilkirchen ein, diesen Weg fortzusetzen und sich an Prozessen der gemein­schaftlichen Unterscheidung – worauf wir gerade keine Lust haben und so – zu beteiligen, die auch diejenigen in die Beschlussfassung miteinbeziehen, die keine Bischöfe sind und demnach keine Ahnung haben, so wie diese Synode es getan hat. Zum Stil dieser kirchlichen Wege sollten brüderliches Zuhören – in vollklimatisierten Sälen auf Kosten des Kirchensteuerzahlers – und der generationenübergreifende Dialog – Blah, Blah, Blah, die Räterepublik – gehören, mit dem Ziel, pastorale Leitlinien zu entwickeln – Homo-Ehe, Masturbation als Norm und Nieder mit dem Zölibat -, die besonders auf ausgegrenzte Jugendliche und diejenigen eingehen, die wenig oder gar keinen Kontakt zu kirchlichen Gemeinschaften haben, wodurch sie noch weniger kommen werden, da kein Unterschied zwischen drinnen und draußen besteht. […]

Steht geschrieben:

Die synodale Gestalt der Kirche

121.  Die erlebte Erfahrung hat bei den Teilnehmern der Synode ein Bewusstsein dafür ge­schaffen, wie wichtig die synodale Gestalt der Kirche für die Verkündigung und Weitergabe des Glaubens ist. Die Teilnahme junger Menschen hat dazu beigetragen, „Synodalität als konstitutive Dimension der Kirche“ wachzurufen. […] „,Kirche und Synode sind Synonymeʻ, wie der heilige Johannes Chrysostomos sagt – denn die Kirche ist nichts anderes als das ,gemeinsame Vorangehenʻ der Herde Gottes auf den Pfaden der Geschichte zur Begegnung mit Christus, dem Herrn“ (PAPST FRANZISKUS, Ansprache zur 50-Jahr-Feier zur Errichtung der Bischofssynode, 17. Oktober 2015). Die Synodalität prägt sowohl das Leben als auch die Sendung der Kirche. […]

Will heißen:

Die schismatische Gestalt der bergoglianischen Anti-Kirche

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121.  Die erlebte Erfahrung hat bei den Teilnehmern der Synode – Horror, Horror, Horror – ein Bewusstsein dafür ge­schaffen, wie wichtig das schismatische Vorgehen für die Zerstörung der Kirche, ihrer Verkündigung und Weitergabe des Glaubens ist. Die Teilnahme junger Menschen, die nur als Vorwand diente, hat dazu beigetragen, „Schisma als konstitutive Dimension der Anti-Kirche“ wachzurufen. […] „,Kirche und Synode sind Synonymeʻ, wie der heilige Johannes Chrysostomos sagt – echt jetzt? – denn die Kirche ist nichts anderes als das ,gemeinsame Vorangehenʻ der Herde Gottes auf den Pfaden der Geschichte, die hier das beherrschende Element ist, zur Begegnung mit Christus, dem Herrn“ (PAPST FRANZISKUS, Ansprache zur 50-Jahr-Feier zur Errichtung der Bischofssynode, 17. Oktober 2015). Das Schisma prägt sowohl das Leben als auch die Sendung der Anti-Kirche. […]

Was ist also diese bergoglianische „Synodalität“? Ein ständig, lokal tagendes Vaticanum III. Da sich die Ergebnisse der Synoden in den einzelnen Ländern voneinander unterscheiden werden, so werden diese Unterschiede zum Zusammenbruch der Katholizität qua Universalität der Kirche auf der ganzen Welt führen. Statt der unam, sanctam et apostolicam Ecclesiam, werden wir überall verschiedene nationale Kirchen haben, wie die deutsch-katholische Kirche, polnisch-katholische Kirche, ungarisch-katholische Kirche etc. mit eigenen Normen und eigener Liturgie. Diese Nationalkirchen werden sich zuerst noch als katholisch wahrnehmen werden und in einem mehr oder weniger losem Bund mit Rom stehen, so etwa nach dem Vorbild der Orthodoxen. Mit der Zeit werden sich verschiedene Nationalkirchen, vor allem die deutsche, von Rom abnabeln und „autokephal“, um es orthodox auszudrücken, werden. Wir werden also in Deutschland einen Protestantismus 2.0 haben mit der möglichen Vereinigung des Kanzler und des Deutsch-Papst-Amtes. In anderen Ländern kann es andere Lösungen geben, denn je wilder und bunter, desto lustiger. Denn das Bergoglio-Rom wird die „Synodalität“ sprich Schisma nicht verhindern, da es dieses fördert.

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