Tradition und Glauben

„Der Wille Gottes“ von Alfons Liguori oder Grand Cru der Heiligkeit

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Es gibt manche Texte, welche eine dermaßen große Ballung an Heiligkeit und die Quintessenz des Lebens des Heiligen enthalten, dass man sie mit Grand Cru der Rotweinwelt vergleichen kann.

Was bedeutet das?

Dass bei den Grand Cru Rotweinen, insbesondere bei den Premiers Crus, es wohl nur jede hundertste der hochgezüchteten Weintrauben in die Weinverarbeitung schafft. Der Rest wird entsorgt, ausgelesen, um die hohe Qualität und den hohen Preis zu halten.  Diese Weine sind nicht mit den Discounter-Weinen zu vergleichen, auch nicht mit den Weinen Ihrer Weinhandlung um die Ecke. Es ist eine andere Welt! Und solche Vergleiche kommen einem in den Sinn, wenn man die Abhandlung „der Wille Gottes“ des Kirchenlehrers und Heiligen Alfons von Liguori liest. Es ist dermaßen dicht, gesammelt, durchlebt und durchlitten. Jemand, der in der Lage ist solches zu schreiben, muss sich dem Willen Gottes sein ganzes Leben gefügt zu haben und zwar:

  • indem er den gut bezahlten Anwaltsberuf als Wunderkind verließ,
  • indem er sich zum Priester weihen ließ,
  • indem er zu den Armen ging,
  • indem er einen Orden gründete,
  • indem er sich widerwillig zum Bischof weihen ließ,
  • indem er eine hochkomplexe Moraltheologie verfasste,
  • indem er an solch starken Gichtschmerzen litt, dass er buckelig wurde,
  • indem er vor dem Lebensende schreckliche Zeiten der Gottverlassenheit durchlebte.

Gott ist schon fair und er lässt niemanden etwas Gutes schreiben, der es nicht vorher durchlebt hat. Gott wirkt an uns aber nur insoweit, inwieweit wir Ihn lassen und mit der Gnade mitarbeiten, denn wir haben einen freien Willen. Abgerechnet wird am Ende, beim persönlichen Gericht. Wir leben in einer Zeit, wo die Seelen wie Schneeflocken in die Hölle fallen und fast alle Geistlichen, insbesondere die Bischöfe, vom Glauben abgefallen sind. Siehe die ausbleibenden Reaktionen auf die Bergoglio-Häresien.

Warum ruft Gott niemanden auf?

Er ruft schon, nur sie hören nicht. Die Ohren sind ertaubt, das Herz ist verhärtet, die Seele ist vertrocknet. Und diejenigen, die hören, gehen diesem Ruf nicht nach. Da sie nicht mitgehen, gibt Gott keine Gnade. So einfach ist das. Der Hl. Alfons von Liguori ging mit, verwirklichte den erkannten Willen Gottes und es hat ihn bis zuletzt viel gekostet. Wir können uns jetzt an den Früchten seiner Heiligkeit, wie an einer Grand Cru, laben. Prost!

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