Die letzte vorweihnachtliche doppelte Papstsichtung

DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) ist gestern mit dem 12 Teil seiner Antipapst-Reihe fertig geworden, welche viele Übersetzungen von Autoritäten-Aussagen mit sich führte, sodass er recht erschöpft ist. Sie werden es Ende Januar selbst nachlesen und beurteilen können. Was dabei auffällt, ist der Umstand, dass echte und gestandene Theologen wie Bellarmin, Suarez, Johannes vom hl. Thomas, Laymann etc. diese seltene Thematik nicht nur nicht scheuen, sondern sie wirklich sehr nüchtern behandeln. Sie scheinen auch ihre Opponenten nicht zu beleidigen oder zu verteufeln. Es werden Argumente gegeneinander gestellt und abgewogen. Das Thema eines häretischen Papstes und des Vorgehens in dieser Angelegenheit war zwar im XVI und XVII Jhdt. sehr theoretisch, jetzt ist es praktisch und daher liegen bei manchen die Nerven blank. Es herrscht ein Schlagabtausch zwischen Steven Skojec und Ann Barnhardt und Steven verliert sichtlich die Nerven. Was aber wirklich interessant ist, sind die Leserkommentare dazu. Manche Menschen verwickeln sich wirklich in die absurdesten Theorien nur um den Status quo zu rechtfertigen. So schreibt ein Leser von onepeterfive (Deacon Augustine), dass Bergoglio als schwerer Soziopath zu keiner formellen Häresie fähig ist. Dies ist rechtlich falsch, weil Soziopathie, sollte sie auch vorliegen, keine so schwere geistige Unzurechnungsfähigkeit darstellt, dass Bergoglio kein capax mentis wäre. Aber vielleicht ist der Leser tatsächlich ein Diakon, er denkt an seine kirchliche Karriere und spinnt sich solche Argumente zurecht. Denn wäre Bergoglio nicht zurechnungsfähig, so bräuchte man ihn nicht als Häretiker zu ermahnen. Aber man müsste ihn in diesem Falle dennoch absetzen. Wir sind wirklich wie in einem Brettspiel: alle Wege führen zu der Notwendigkeit der Absetzung, welche unsere lieben Geistlichen, vor allem die lieben Kardinäle, umgehen wollen. Denn:

a. Benedikt ist Papst – man muss Bergoglio absetzen,

b. Bergoglio ist Häretiker Papst – man muss ihn absetzen

c. Bergoglio ist wahnsinnig – man muss ihn absetzen

Stört es Ihren Lebensalltag wirklich, dass Bergoglio Papst ist?

würde uns wohl ein uns wohl gesonnener Psychiater fragen. Eigentlich nicht, muss man ernsthaft antworten, es sei denn Sie schreiben Artikel darüber, dann hätten Sie diese Zeit auch anders verwenden können. Bei all dieser theologischen Thematik kommt DSDZ immer wieder ein Zitat aus einem seiner Lieblingsbücher in den Sinn, welches da lautet:

“Ich muss gestehen, dass ich ihm nicht ganz folgen konnte. Er scheint sich sehr für kirchliche Angelegenheiten zu interessieren. Sind Sie auch sicher, dass sein Kopf in Ordnung ist? Meiner Erfahrung nach ist Interesse von Laien an Kirchendingen sehr oft ein erstes Anzeichen nahender Geisteskrankheit”. (Evelyn Waugh, Auf der schiefen Ebene, Zürich 1984, 83)

Die von Waugh beschriebene Geschichte spielt aber in den 1920-gern in England als es noch Geistliche gab, welche sich für geistliche und kirchliche Angelegenheiten interessierten. Unter Katholiken auch. Heute, beinahe 100 Jahre später, sind es nur Laien, obwohl manchmal auch Theologen, die sich für kirchliche Angelegenheiten interessieren, weil es unsere kirchlichen Hirten nicht tun. Ihre Interessen, die man früher als Unterrockgeschichten bezeichnete, wie die des neuen Substituts im Staatssekretariats des Vatikans (ja, es heißt immer noch “Substitut” und nicht “Prostitut”) kann man hier  und hier nachlesen.

Muss man denn darüber schreiben? – fragt uns eine fromme Seele.

Muss man denn solche Leute befördern? – fragen wir zurück.

Aber vielleicht dienen diese unentwegten Skandale dazu uns, die Restgläubigen, dermaßen zu zermürben, dass wir hinschmeißen und aufgeben, sowohl darüber zu schreiben als auch uns darüber aufzuregen? Ist aber Bergoglio kein Papst oder hat er sich selbst durch seine Häresien des Amtes enthoben, dann sind doch all seine Dokumente und Nominierungen seit der formellen Häresie null und nichtig, sodass wir uns nicht aufzuregen brauchen.

Und wer sollte die formelle Häresie ausrufen? – Die Kardinäle.

Und warum tun sie es nicht? – Darum.

Denen die immer noch Zweifel haben, wie viele Päpste es im Vatikan gibt, zeigen wir die neuesten Bilder von einem Weihnachtstreffen. Entscheiden Sie selbst!

Da offensichtlich sich weder Bergoglio noch Benedikt um das Papsttum kümmern, so bleibt es uns Laien überlassen, ohne dass wir in eine Geisteskrankheit fallen. Bald ist Weihnachten, essen Sie was Gutes, erholen Sie sich. Der Kampf geht weiter!

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4 Gedanken zu „Die letzte vorweihnachtliche doppelte Papstsichtung

  1. Bischof Helmut Dieser, seit 2 Jahren Hirte des Bistums Aachen, bittet uns, ein Rosenkranzgesätz mit dem Anliegen: Jesus, “der den Glauben in unserem Bistum verbreite” zu beten.

  2. “Stört es ihren Lebensalltag wirklich, das Bergoglio Papst ist.”
    Eigentlich nicht denn ich habe nichts anderes erwartet. Wie kann man von einem schlechten Baum gute Früchte erwarten und die Kirche nach dem Konzil ist einziges Dornengestrüpp. Wenn Rom den Glauben verliert und zum Sitz des Antichristen wird dann wird sich zeigen wie stark der Glauben des einzelnen Katholiken ist.
    Per Mariam ad Christum.

  3. “vor allem die lieben Kardinäle”
    Wenn die lieben Kardinäle die Bergoglio gewählt haben mir sagen das es morgen Regen gibt dann weiß ich das die Sonne scheint. Wenn diese lieben Kardinäle mir sagen das morgen das schönste Wetter kommt dann grabe ich mir ein Loch tief unter der Erde und warte bis der Sturm vorüber ist.
    Per Mariam ad Christum.

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