Tradition und Glauben

Die Queen war der bessere Papst

Warum man sich einen Papst wie Elisabeth II. nur wünschen kann.
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Die Nachricht vom Tod der britischen Monarchin Elisabeth II. traf wohl alle unvorbereitet, da man davon ausgehen konnte, dass die Queen dank der „guten Gene“ (ihre Mutter wurde ja 102 Jahre alt) länger leben würde. Sie wurde 96, starb im Schlaf am Fest von Mariens Geburt, was ein gutes Zeichen ist. Vielleicht hat sie es doch ins Fegefeuer geschafft, was wir ihr wünschen würden.

Die Queen-Wolke – ein Fingerzeig Gottes?

Im Fernsehen sieht man betroffene Gesichter, von Menschen, die ihre geliebte oder wenigstens respektierte Monarchen verloren haben, die ihnen lange Zeit eine Stabilität gab. Wie die Königin Elisabeth eine Monarchin war, so ist jeder Papst ein Monarch und zwar ein absoluter.

Die Queen hat ihren „Job“ gut gemacht, denn man kann ihr wirklich nicht vorwerfen, dass sie nicht gearbeitet hat und nichts für das Land gemacht hatte. Man kann ihr auch keinen Vorwurf daraus machen, dass sie die Institution der Monarchie, die sie verkörperte, in irgendeiner Art und Weise beschädigt hatte.

Sie war keine Antimonarchistin, keine Kommunistin, Maoistin, Anarchistin oder Trotzkistin. Sie hat nicht die Denkmäler ihrer Vorgänger umgeworfen, alle Schlösser und Paläste abreißen oder, sagen wir mal im Stil der 1960-ger Jahre umbauen lassen. Sie änderte die Nationalhymne God save the Queen nicht, sie hat nicht alle Traditionen für „unzeitgemäß“ deklariert und abgeschafft, weil sie eventuell andere Länder stören konnten. Sie hat sich auch nicht ständig für das British Empire und den Kolonialismus entschuldigt. Auch nicht bei den Franzosen für das Waterloo. Sie war auch nicht darüber bestürzt, dass Englisch zur Weltsprache wurde.

Sie tat also genau das nicht, was alle Päpste von Pius XII. an getan hatten. Die Queen hatte nicht ihren Untertanen ihre liebsten Traditionen und Bräuche genommen, die ihre Identität ausmachten und worauf sie sich jedes Jahr freuten. Sie hatte nicht alle Pubs schließen lassen, weil sie McDonalds vorzog. Sie hat nicht den Exodus der Briten aus Großbritannien und dem Commonwealth verursacht, die ihrer Staatsbürgerschaft ablegten, nur noch Französisch sprachen, bei der Fußball-WM Deutschland anfeuerten und nie mehr Tee tranken. Sie hat nicht ihre Untertanen dazu gebracht, dass sie sie hassten und längst nicht ernstnahmen. Man könnte diese Parallelen zwischen den letzten Päpsten und einem Antipapst noch weiter fortführen.

Wir meinen hier die folgenden Päpste:

  1. Bergoglio/Franziskus
  2. Benedikt XVI.
  3. Johannes Paul II.
  4. Johannes Paul I.
  5. Paul VI.
  6. Johannes XXIII.
  7. Pius XII.

Ja es sind sieben Päpste, die den jetzigen Zusammenbruch der Kirche verursacht haben. Nicht einmal mit verursacht,

„weil wir zu wenig gebetet haben und das Dritte Geheimnis von Fatima nicht veröffentlicht wurde“,

sondern wirklich verursacht. Denn ohne den höchst-päpstlichen Impuls wäre die ganze Revolution nicht losgetreten worden. Dies lässt sich wirklich nicht anders erklären als dadurch, dass sie alle, mehr oder weniger, bei Bergoglio mehr, bei Pius XII. weniger die Kirche und das Papsttum hassten.

Die Queen hat ihren Eid gehalten und ihn noch erneuert, Paul VI. hat die Papstkrönung abgeschafft und Johannes Paul I den Eid ändern lassen. Für Bergoglio ist die päpstliche Kleidung Karneval.

Aus rein weltlicher Perspektive betrachtet, braucht jeder Mensch etwas Feierliches, Höheres, jemanden zu dem er aufblicken kann. Diese Rolle erfüllen unter anderem die Monarchen. Bergoglio hasst Katholiken, sein Publikum, seinen ehemalige Fanbase. Kardinäle und Bischöfe hassen sie auch, von Hasse gegen Gott, der dem zugrunde liegt, ganz zu schweigen.

Monarchie und nicht Demokratie ist die älteste Staatsform und sie wird sicherlich die westliche Demokratie überleben, siehe die „Monarchisierung“ der Macht Russland und woanders auch. Der Monarch ist der erste Diener der Monarchie, wie der Papst servus servorum Dei ist.

Elisabeth II. hat sicherlich, trotz aller Skandale, die britischen Monarchie in einer besseren Verfassung hinterlassen als bei deren Übernahme. Demgegenüber hat jeder Papst mit Pius X. angefangen die Kirche in einem schlimmeren Zustand hinterlassen als der Zustand, in dem er sie vorfand. Das Bisherige war nicht gut oder modern genug, man machte weiter, bis nichts mehr übrigblieb. Jetzt sammeln wir nur die Scherben auf.

Die Briten werden Charles III., seiner Mutter zuliebe, einigermaßen respektieren und sich auf William freuen, der schneller nachfolgen kann, als man denkt.

Nach Bergoglio wird man noch sehr lange nicht mal den Ansatz von Respekt für einen Kardinal oder Bischof erwarten können, da sie alle ihn unterstützten und alle moralisch versagten. Man kann nicht sagen, dass alles mit der Person des Monarchen steht und fällt, wenn man am Prinzip der Monarchie festhält. Es hat immer schlechte Könige gegeben und es wird sie immer geben. Aber die Reformer und Ratzinger selbst machten sich in den 1970-ern zuerst Gedanken darüber, wie man das Papsttum aushebelt, siehe die berühmte Miller-Dissertation, besprochen bei Ann Barnhardt, und anschließend setzten sie den Plan um.

Das Papsttum sollte fallen, aber nicht durch einen neuen Borgia-Papst, sondern durch jemanden, der es und die Kirche programmatisch zerstört, während der richtige Papst ihm dafür den Boden bereitet und die Standesgnade blockt. Es ist eine doppelte zerstörerische Spitze aus Benedikt und Bergoglio, die die jetzige Situation möglich macht, was keiner sehen möchte und was wir schon mehrmals ausgeführt haben.

Daher muss man fair feststellen, dass die Queen der besserer Papst war.

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