Tradition und Glauben

Don Pietro Leone: DIE NEUE RELIGION – Gnosis und die Korruption des Glaubens (4 von 6)

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B. Der Monismus

Der Monismus zwischen Gott und dem Menschen wird in drei unterschiedlichen Arten von Monismen entwickelt:

1) Ein ontologischer Monismus zwischen Gott und dem Universum, wo das Universum im gewissen Sinne als göttlich betrachtet wird, eine pantheistische Lehre.

2) Ein moralischer Monismus, in dem Gut und Böse als integrale Teile einer größeren Realität betrachtet werden, welche keine wirkliche Unterscheidung beider erlaubt. In seiner letzten Analyse wird dieser moralische Monismus als Gott selbst angesehen.

3) Ein logischer Monismus, in dem sogar das Wahre und das Falsche miteinander in Einklang gebracht werden.

  1. Der Monismus zwischen Gott und dem Universum (Pantheismus)

In Zurückweisung dieses Irrtums erwidern wir, was wir zu dem Irrtum des Monismus zwischen dem Menschen und Gott antworteten: Der Glaube lehrt, dass Gott der Schöpfer ist:  Credo in unum Deum, creatorem coeli et terrae. Deswegen ist Gott vollkommen unabhängig vom Universum, welches ER in einem freien Akt SEINES Willens schuf.  Die Welt ging nicht aus Gott und aus SEINER Natur hervor, und es gab für ihre Existenz keine Notwendigkeit.

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Im weiteren lehrt die Vernunft, dass das Konzept Gottes ein wesentlich transzendentes Seiendes ist.

  1. Moralischer Monismus

Der Moralische Monismus ist wirklich und wesentlich von der These überzeugt, daß das Gute und das Böse ein und dasselbe ist und daß das Böse in Gott existiert.

Der Glaube lehrt uns, im Gegensatz dazu, daß Gut und Böse verschiedene sich widersprechende Prinzipien darstellen, und dass der Mensch durch Beachtung der guten Prinzipien gerettet durch Befolgen der bösen verdammt wird.

Gleichfalls lehrt der Glaube, dass Gott unendlich gut ist, der Vater der Lichter, der, um den Heilige Jakobus (1.13 Allioli)  zu zitieren „nicht zum Bösen versucht werden (kann), er versucht aber auch niemanden“

Die Vernunft lehrt uns unter Bezugnahme auf die Lehren des Heiligen Thomas, dass Gut und Böse keinesfalls eine einzige Einheit bilden, sondern dass das Gute das Sein selbst ist, und das Böse die Beraubung des Guten darstellt, die Entlehnung eines Gutes, welches ihm zukommt. Das Böse ist nicht in Gott, insoweit Gott unendlich und notwendig gut ist. Wir können über SEINE Güte sagen, was wir auch schon über die anderen Vollkommenheiten Gottes gesagt haben,  wenn ER nicht gut ist, ist er nicht Gott.

  1. Logischer Monismus

Der Logische Monismus behauptet, das das Wahre und das Falsche eine einzige Realität konstituiert. Die Gnosis behauptet zum Beispiel in ihrem Synkretismus, alle Religionen und Philosophien seien gleichwertig und ebenbürtig.

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Im Widerspruch dazu lehrt uns der Glaube, daß Wahrheit und Irrtum Gegensätze sind, und der HERR sagt: (Mt 5.37 Allioli) „Es sei aber Eure Rede: Ja, ja; Nein, nein! Was darüber hinausgeht, ist vom Bösen.“

Die Vernunft bekräftigt, dass der  Irrtum eine Negation der Wahrheit ist. Wie Aristoteles sagt, es ist für ein und dasselbe Ding unmöglich, zur selben Zeit und in derselben Art und Weise wahr und falsch zu sein. Das ist das Widerspruchsprinzip, eines der ersten Prinzipien des Denkens und der Metaphysik. Wenn wir diese ersten Prinzipien zurückweisen, weisen wir die Vernünftigkeit selbst und die pure Möglichkeit des Verstehens und Erklärens einfach alles Übrigen zurück.

Don Julio Meinvielle stellt fest, dass die Absurdität des Logischen Monismus  – das Wahre und Falsche forme ein und dieselbe Realität – die Konsequenz der absurden gnostischen These ist, dass die Welt, der Mensch und Gott aus dem Nichts hervorgehen.

Wir würden vielmehr sagen, dass es allen Absurditäten entspricht, die von der Gnosis gelehrt werden: aus dem Nichts hervorgegangen, die Reinkarnation, die Entwicklung Gottes innerhalb der Welt, der Pantheismus, die sogenannte Versöhnung zwischen Gut und Böse. Letztlich ist der Logische Monismus ein Ergebnis der grundlegenden These der Gnosis: dass der Mensch Gott werden kann. Die Irrationalität dieser These ergibt sich aus der Rebellion des Willens gegen die Wahrheit. Die These ist in Wirklichkeit nichts anderes als der letzte Ausdruck dieser Rebellion.

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