Nr. 9: Müssen wir -„Gerade wir als Christen“- alle diese jungen Männer in Deutschland aufnehmen? Rating:*

 

Die Frage von Lisbeth lautet:

„Müssen wir -„Gerade wir als Christen“- alle diese jungen Männer in Deutschland aufnehmen?“

die Antwort lautet nein und ihr Verlauf ist wie folgt:

Zeittabelle oder Verlauf des Podcasts

00:01:25 Gottes Rangordnung der Liebe
00:02:05 Definition: Ordnung
00:02:25 Konsequenzen dieser Ordnung
00:02:45 „Mein Joch ist leicht“ spricht Christus. Folgen für das Moralgesetz
00:04:10 Gesetze sind erfüllbar
00:04:45 Was ist mit unerfüllbaren Gesetzen?
00:05:45 Rangordnung der Liebe
00:06:45 Rechte und falsche Nächstenliebe
00:08:15 Jesu Liebe und die Apostel
00:08:40 Liebe im Alten Testament und Gesetzgebung heute
00:11.45 Literatur
00:12:45 1. Regel zur Nächstenliebe – persönlich
00:15:45 Beispiele
00:17:00 Nächstenliebe – Eigentum
00:19:10 Beispiele
00:19:30 2. Regel zur Nächstenliebe – der Nächste
00:21:15 Bibelzitat
00:22:10 Gedanke 1
00:22:40 Gedanke 2
00:23:10 Gedanke 3
00:23:45 Rangordnung ausführlich
00:24:30 Praktische Erwägungen
00:24:40 Fazit

 

Sie wird beantwortet anhand von:

Müller, Ernst., Theologia moralis. Liber II, Wien 1894, 97-101.

Die angebliche Unmöglichkeit der Erfüllung der Gebote Gottes wurde schon hier behandelt.

4).

AL 295: „Auf dieser Linie schlug der heilige Johannes Paul II. das sogenannte ‚Gesetz der Gradualität‘ vor, denn er wusste: Der Mensch ‚kennt, liebt und vollbringt […] das sittlich Gute […] in einem stufenweisen Wachsen‘.[323] Es ist keine ‚Gradualität des Gesetzes‘, sondern eine Gradualität in der angemessenen Ausübung freier Handlungen von Menschen, die nicht in der Lage sind, die objektiven Anforderungen des Gesetzes zu verstehen, zu schätzen oder ganz zu erfüllen. Denn das Gesetz ist auch ein Geschenk Gottes, das den Weg anzeigt, ein Geschenk für alle ohne Ausnahme, das man mit der Kraft der Gnade leben kann, auch wenn jeder Mensch ‚von Stufe zu Stufe entsprechend der fortschreitenden Hereinnahme der Gaben Gottes und der Forderungen seiner unwiderruflichen und absoluten Liebe in das gesamte persönliche und soziale Leben «[324] voranschreitet.’“

AL 301: „[…] Daher ist es nicht mehr möglich zu behaupten, dass alle, die in irgendeiner sogenannten „irregulären“ Situation leben, sich in einem Zustand der Todsünde befinden und die heiligmachende Gnade verloren haben. Die Einschränkungen haben nicht nur mit einer eventuellen Unkenntnis der Norm zu tun. Ein Mensch kann, obwohl er die Norm genau kennt, große Schwierigkeiten haben » im Verstehen der Werte, um die es in der sittlichen Norm geht «,[339] oder er kann sich in einer konkreten Lage befinden, die ihm nicht erlaubt, anders zu handeln und andere Entscheidungen zu treffen, ohne eine neue Schuld auf sich zu laden.“

Wenn es in diesem Sinne verstanden wird, dass eine gerechtfertigte Person mit Gottes Hilfe nicht die Kraft hat, die objektiven Anforderungen des göttlichen Gesetzes auszuführen, als ob irgendeines der Gebote Gottes für den Gerechtfertigten unmöglich sei; oder, wenn es dahingehend verstanden wird, dass Gottes Gnade, wenn sie in einem Individuum Rechtfertigung erzeugt, nicht unveränderlich und aus ihrer Natur heraus Abwendung von aller schweren Sünde erzeugt, oder [diese Gnade] nicht ausreichend ist, um sich von aller schweren Sünde abzuwenden:

 [dann verdient diese Aussage die Zensur]

i). Haeretica, sacrae Scripturae contraria.

ii). Impia, blasphema.

Konzil von Trient, 6.  Sitzung, Kanon 18:

„Wer sagt, die Gebote Gottes seien auch für einen gerechtfertigten und unter Gnade stehenden Menschen unmöglich zu beobachten: der sei mit dem Anathema belegt“. (DH 1568).

Siehe auch: Gen 4,7; Dtn 30,11-19; Ecclesiasticus/Sir 15,11-20; Mk 8,38; Lk 9,26; Hebr 10,26-29; 1 Joh 5,17; Zosimus, 15-te (oder 16-te) Synode von Karthago, Kanon 3 über die Gnade, DH 225; Felix III, 2. Synode von Orange, DH 397; Konzil von Trient, Sitzung 5, Kanon 5; Sitzung 6, Kanones 18-20, 22, 27 und 29; Pius V, Bulle Ex omnibus afflictionibus, Über die Irrtümer von Michael du Bay [Bajus], 54, (DH 1954); Innozenz X, Konstitution Cum occasione, Über die Irrtümer von Kornelius Jansen, 1 (DH 2001); Clemens XI, Konstitution Unigenitus, Über die Irrtümer von Pasquier Quesnel, 71 (DH 2471); Johannes Paul II, Apostolische Exhortation Reconciliatio et paenitentia 17: AAS 77 (1985): 222; Veritatis splendor 65-70: AAS 85 (1993): 1185-89 (DH 4964-67).

Länge: 26:31 Min

Die Gratis-Probe dieses Podcasts finden Sie hier.

€5.00 – Kaufen
Werbeanzeigen