Tradition und Glauben

18. November: Einweihung der Basiliken St. Peter und Paul – Festtage III

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Von den heiligen Stätten, die in früherer Zeit bei den Christen in Verehrung standen, waren diejenigen die berühmtesten und besuchtesten, in denen die Leiber von Heiligen bestattet waren, oder irgend eine Spur oder ein Andenken an Martyrer sich befand. Unter diesen heiligen Stätten war stets besonders ausgezeichnet jener Teil des vatikanischen Hügels, den man die Confessio (Ort des Martyriums) des heiligen Petrus nannte. Denn dort kamen die Christen aus allen Erdteilen wie beim Glaubensfelsen und Fundament der Kirche zusammen und verehrten die durch das Grab des Apostelfürsten geweihte Stätte mit höchster Frömmigkeit und Andacht.

Dorthin kam Kaiser Konstantin am achten Tage nach dem Empfange der Taufe, legte die Krone ab, und auf dem Boden liegend, vergoß er viele Tränen; bald nahm er eine Hacke und einen Zweizack und grub die Erde auf, hierauf ließ er von dort zwölf Körbe voll Erde zu Ehren der zwölf Apostel wegholen, bestimmte einen Platz für die Basilika des Apostelfürsten und baute die Kirche. Diese weihte Papst Silvester am 18. November ein, in derselben Weise, wie er die Laterankirche am 9. November eingeweiht hatte und errichtete in ihr einen steinernen mit Chrisam gesalbten Altar; und von dieser Zeit an verordnete er, daß nur Altäre aus Stein errichtet werden sollten. Derselbe Papst Silvester weihte die Basilika des heiligen Paulus, die auf der Straße nach Ostia von demselben Kaiser Konstantin in herrlicher Weise erbaut worden war, ein. Diese Basilika hat der Kaiser durch Zuwendung vieler Grundstücke reich beschenkt und mit vielen sehr wertvollen Spenden ausgestattet.

Die vatikanische Basilika nun, die infolge des Alters schon lange baufällig war und deshalb durch die liebevolle Sorge vieler Päpste größer und herrlicher von Grund aus aufgebaut worden war, weihte Papst Urban VIII. bei der Wiederkehr des heutigen Tages im Jahre 1626 in feierlicher Weise ein. Die Basilika uaf dem Wege nach Ostia jedoch wurde, da eine gewaltige Feuersbrunst sie im Jahr 1823 vollständig zerstört hatte, infolge der unermüdlichen Sorge von vier Päpsten glanzvoller als vorher aufgebaut und gleichsam vonm Verschwinden gerettet; und Pius IX. nahm eine ungemein günstige Gelegenheit wahr, die sich dadurch ergab, daß die kurz vorher erfolgte Verkündigung des Glaubenssatzes von der unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria eine ungemein große Zahl von Kardinälen selbst aus den entlegensten Gegenden der katholischen Welt nach Rom gezogen hatte, und weihte sie am 10. Dezember des Jahres 1854, umgeben von einem so großen Kranze von Purpurträgern und Oberhirten, ein und verordnete, daß das Andenken an diese Feier am heutigen Tage begangen werde.

Kirchengebet

Gott, alle Jahre erneuerst Du uns den Weihetag dieses Deines heiligen Tempels und lässest uns stets wohlbehalten der Feier der heiligen Geheimnisse beiwohnen; erhöre die Bitten Deines Volkes und gewähre, daß jeder, der diesen Tempel betritt, um Wohltaten zu erflehen, voll Freuden all seine Bitten erfüllt sehe. Durch unsern Herrn. Amen.

Quelle: Erzpriester Stephan, Das kirchliche Stundengebet oder das römische Brevier, Bd. II, Regensburg 1927, 1087 f.

Wenn Sie o.a. Kirchengebet mit der Intention einer Ablassgewinnung beten, empfangen Sie einen Ablass, den Sie für sich selbst oder für die Armen Seelen verwenden können. (Enchiridion indulgentiarum (1999) Nr. 21 § 1: „Ein Teilablass wird einem Gläubigen gewährt, der an einem beliebigen Heiligentag, der im Kalender vermerkt wurde, zu Ehre dieses Heiligen fromm ein aus dem Messbuch entnommenes oder ein anderes rechtskräftig approbiertes Gebet verrichtet“) .

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