Tradition und Glauben

Fallbeispiel Feldafing – Missbrauch durch Priester und Nonnen. Ist das möglich?

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Wenn man etwas Ungeheuerliches hört, dann sagt man:

Das kann ich mir nicht vorstellen!

Ist es also unmöglich, dass dies passiert ist? Nein. Es ist nur dermaßen grauenvoll, dass es den eigenen Vorstellungsrahmen übersteigt. Dies betrifft die Vorkommnisse im Kinderheim „Haus Maffei“ in Feldafing, wo folgendes staatgefunden haben soll:

  • sexueller Missbrauch bis zur Vergewaltigung hin durch Priester und Nonnen,
  • ritueller Missbrauch wohl im satanischen oder wenigstens blasphemischen Kontext,
  • Zuhälterei durch Nonnen, Kinder wurden gegen „Spenden“ an Männer im Dorf verteilt,
  • Kinder wurden an pädophile Priester um den Starnberger See vermittelt.

Die Staatsanwaltschaft München unternimmt wegen Verjährung nichts. Der Paritätische Wohlfahrtsverband möchte es aufarbeiten. Da die Pädophilen von damals immer noch gut vernetzt sind und eine neue Generation herangezüchtet haben, für pädophile Satanisten gilt natürlich dasselbe, so ist nicht davon auszugehen, dass das Ganze wirklich restlos aufgeklärt wird. Und das ist auch der Grund, warum die pädophilen Priester oder Nonnen nicht von ihren Bischöfen bestraft wurden. Deswegen hält Bischof Franz Jung den „rituellen Missbrauch“ in diesem Heim „für möglich„, weil er den Zugang zum Geheimarchiv seiner Diözese hat und einfach weiß, was dort drin steht. Im Falle eines künftigen Prozesses kann er nicht behaupten, geloben zu haben. Sie waren so gut vernetzt, dass der frühere oder jetzige Bischof, falls er nicht selbst dazugehörte, nicht gegen das ganze Netzwerk vorgehen wollte. Man hat bewusst die schwächsten Kinder im Heim für diese Zwecke ausgewählt und zwar solche, die keine Angehörigen hatten, keinen Besuch bekamen also sich bei niemanden beschweren konnten, der es ihnen geglaubt hätte. Es ist wirklich schwer das zu glauben, wenn man einigermaßen positives Welt- und Kirchenbild hat. Dies zugegeben.

Aber betrachten wir es spirituell. Es war wieder die „gute alten Nachkonzilszeit“ als diese Dinge stattfanden. Die Opfer im Filme waren dort von den 1960-gern bis in die 1980-ger man kann sagen „inhaftiert“. Vielleicht fand der Missbrauch auch früher statt. Wir wissen es nicht. Aber irgendetwas muss doch auf der spirituellen Ebene passiert sein, dass man überhaupt auf die Idee kann aus armen Waisenkindern Kinderprostitutionsringe zu schaffen und diese Kinder an Pfarrer, Mönche und Nonnen „zum Anschaffen“ auszuleihen. Wenn es solche Dimensionen hatte, dann müssen doch viele Pfarrer oder Mönche davon gewusst haben. Und all das Böse muss gesühnt werden.

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Wir sollten wieder die Bußpsalmen beten, aber die Intention ändern. Diesmal als Sühne für alle Sünden der Kirche im deutschsprachigen Raum. Ja, wir sind nicht schuldig, aber wir sind im Gnadenstand und sühnen kann nur jemand, der dazu in der Lage ist. Stellen Sie sich vor Sie stehen in einem Raum, der dermaßen vom schwarzen Rauch voll ist, dass dort Dunkelheit herrscht. Sie sind aber in der Lage ein kleines Fenster zu öffnen, damit ein wenig von diesem Rauch entweichen kann. Das ist die Wirkung des sühnenden Gebets. Aber nicht jeder kann dieses Fenster öffnen. Nur derjenige, der im Gnadenstand ist, die Intention der Sühne hat und mit rechter Absicht die Bußpsalmen betet. Jemand, der diese Dinge gemacht hat, wird sich kaum bekehren, man soll also nicht für ihn beten, sondern dafür, dass die spirituelle Wirkung dieser Taten durch unser Gebet wettgemacht wird. So sind auch die Buß- oder Sühneübungen der Heiligen zu verstehen. Sie taten es nicht für sich, das brauchten sie gar nicht. Sie taten es für die Welt und die Kirche. Es ist so, als hätte jemand große Schulden angehäuft. Wer kann diese begleichen? Derjenige, der Geld hat und sie tilgen möchte. Je vermögender jemand ist, desto mehr kann er einzahlen. Je heiliger Sie sind, je größer Ihre Gottesnähe ist, desto mehr können Sie tilgen.

Und was habe ich davon?

Es ist möglich, dass Gott Ihnen spezielle Gnaden sendet. Vielleicht aber auch haben Sie genau nichts davon, weil diese Sühne völlig uneigennützig sein muss. Gott wird uns weder einen katholischen Papst, noch katholische Bischöfe oder Priester senden bevor nicht wir, die Unschuldigen, die Sünden ihrer Vorgänger gesühnt haben. Ja, es ist eine Kollektivschuld und die ersten nachtridentinischen Orden sahen es genauso. Sie nahmen ihre eigene Verfolgung als Sühne für die Sünden ihrer Vorgänger auf. Das müssen wir auch tun, es gibt keinen Weg daran vorbei. Schauen Sie sich diesen Filmbeitrag an. Ja, es ist schrecklich, für starke Nerven, aber wahr. Solche Berichte gibt es auch aus anderen Ländern, auch aus Deutschland.

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