Fehlende päpstliche Unfehlbarkeit oder wer war der schlimmste Papst aller Zeiten? (2 von 2)

Die oben, in der Dogmatik von Ott angegebenen Wahrheiten betreffen das Papstamt selbst. Wenn also das Papstamt mit diesen Prärogativen ausgestattet ist und alle Päpste bis Franziskus diese Prärogativen mehr oder weniger angewandt haben, dann bedeutet dies, dass sie das vorhandene Charisma der Unfehlbarkeit und das päpstliche Amt sicher innehatten. Die persönlichen moralischen Verfehlungen tun nichts zur Sache, weil sie nicht das dogmatische Verständnis des Papstamtes betreffen. Denn niemand hatte, was auch Roberto de Mattei zeigt, dass Papstamt des Johannes XII. infrage gestellt. Ebenso wenig tat man dies bei anderen moralisch schlechten Päpsten. Ein unmoralischer Papst ist immer noch ein Papst, ein häretischer Papst ist jedoch überhaupt kein Papst. Nehmen wir einmal an Bergoglio wäre kanonisch unzweifelhaft gleich nach dem Tod von Johannes Paul II. gewählt worden.  Nehmen wir an er hätte genauso gehandelt, wie er es jetzt tut. Wären irgendwelche Zweifel an der Rechtmäßigkeit seiner Wahl und an seinem Papsttum aufgekommen? Wohl kaum, denn ein Papst wäre gestorben, es hätte eine reguläre Sedisvakanz gegeben und alle Normen und Auflagen einer Papstwahl wären erfüllt worden. Nehmen wir weiterhin an alle beteiligten Kardinäle hätten über das Vorgehen im Konklave Stillschweigen bewahrt und wir wüssten gar nicht, was da eigentlich vor sich gegangen ist. Würde aber Bergoglio anfangen eine Häresie nach der anderen von sich zu geben, dann hätten wir einen häretischen Papst, aber einen Papst, der jedoch mit der ersten Häresie aufhörte Papst zu sein, nach Robert Bellarmin und anderen. Bei der tatsächlichen Wahl Bergoglios verlief es aber ganz anders:

  1. Ein unerwarteter Rücktritt eines Papstes, der in der Rücktrittsrede zwischen dem päpstlichen munus und ministerium, Amt und Dienst, unterscheidet und dass eine ohne das andere fortführen möchte.
  2. Der ehemalige Papst lässt sich Papa Emeritus nennen, bleibt im Vatikan wohnen, hält weiterhin den päpstlichen Siegelring, den päpstlichen Titel und die weiße Soutane.
  3. Sein engster Vertrauter lässt etwas von einem doppelten und erweiterten Papstamt verlauten.
  4. Was eine Idee darstellt, welche der ehemalige Papst in den siebziger Jahren theoretisch ausgearbeitet hat.

All diese Umstände stellen doch den Rücktritt des Papstes stark infrage, der ja die ganze Zeit im Vatikan präsent ist. Es hat doch noch niemals in der Kirchengeschichte einen Papa Emeritus und einen anderen Papst gegeben. Die wenigen Päpste, die abgedankt haben, haben ihren Kardinalstitel wieder angenommen samt schwarzer Soutane und zogen aus Rom weg. Wenn es zwei Päpste gleichzeitig gegeben hat, dann nur einen Papst und einen Anti-Papst. Weil aber der Anti-Papst nicht mit dem Charisma der Unfehlbarkeit ausgestattet ist, so schützt ihn nichts davor, ständig Häresien von sich zu geben. Es scheint also, dass es das Charisma der Unfehlbarkeit tatsächlich gibt und es eine wirkende übernatürliche Hilfe für das wichtigste Amt der Kirche ist. Daher war es so wichtig jemanden dermaßen unkanonisch zu wählen, bei dem man sicher sein konnte, dass er dieses ihn hindernde Charisma nie besitzen wird. Daher musste Benedikt abdanken, aber gleichzeitig im Amt bleiben, damit auf Bergoglio, der die Kirche zerstören soll, das Charisma der Unfehlbarkeit nicht übergehen kann. Deswegen war es so wichtig, dass Benedikt XVI. ein Teil dieser Kabale wird.

Wer ist der schlimmste Papst aller Zeiten? Benedikt XVI.

Er hat durch seinen Rücktritt, dessen Konsequenzen allein er mit all seinem Hintergrundwissen abschätzen konnte, Bergoglio den Weg geebnet. Seit Bergoglio eine Häresie nach der anderen ausspeit, tut Benedikt nichts, um die Kirche zu beschützen und die Brüder zu stärken, welche ihn zahlreich besuchen. Auch als Kardinal, Bischof oder Priester wäre Benedikt verpflichtet sich der bergoglianischen Zerstörung entgegenzustellen. Er tut aber nichts. Entweder verbleibt Benedikt wirklich in dem substantiellen Irrtum, indem er meint, ein erweitertes Papstamt sei möglich, oder er weiß um die Unmöglichkeit dieser Lösung gibt sie dennoch durch Gänswein vor. Vielleicht weiß es Benedikt aber auch, denn die Okkultisten im Hintergrund Bergoglios wissen sicherlich, dass die schützende Macht des Primats bei Bergoglio nicht greifen wird, solange es einen tatsächlichen Papst noch gibt. Benedikt ist also der Garant dafür, dass Franziskus zerstörerisch weiterwirken kann. Wahrhaft diabolisch. Benedikt wäre also kein Opfer, sondern ein gewiefter Mittäter, der die jetzige Lage der Kirche von langer Hand geplant hat – was man anhand seiner Schriften beweisen kann – und diese jetzt verwirklicht. Diese These lässt sich zwar noch nicht beweisen, sie ist aber stringent und konsistent und erklärt alle scheinbaren Widersprüche. Vielleicht durfte Benedikt, der gute Kayfabe-Spieler, eine Zeit lang der Papst sein, bevor er zurückgepfiffen wurde und die Rolle des Papa Emeritus übernahm. Dies würde seine fehlende Auflehnung und die völlige Fügung Bergoglio gegenüber erklären. Er ist eine andere Schachfigur auf dem Schachbrett, welches dasselbe zerstörerische Spiel mitspielt. Sicherlich wird diese These noch schwerer als die Barnhardt-These zu schlucken sein, insbesondere bei den Traditionalisten, welche ihren Benedikt ganz dolle liebhaben

„denn er hat es so schwer,

musste um sein Leben fürchten

wurde aus dem Amt gemobbt“

oder was man sonst noch auf gloria.tv nachlesen kann. Durch das Versagen Benedikts oder eher sein mitmachen gehen Millionen von Seelen in die Hölle und werden es weiterhin tun, solange die Konsequenzen des Bergoglio-Pontifikats dauern werden. So viele Seelen hat keiner der schlechten Päpste auf dem Gewissen. Auch Johannes XII. nicht. Der schlimmste aller Päpste ist Benedikt XVI. Der schlimmste Gegenpapst aller Päpste ist Franziskus.

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(4) Kommentare

  1. Maria Magdalena sagt:

    Und was tun wir jetzt??
    Ich meine – so kleine Lichter wie ich…

  2. Traditio et Fides sagt:

    Einmal im Monat Bußpsalmen beten. Dann haben sie wenigstens etwas getan

    1. Maria Magdalena sagt:

      Schon lange… 🙂

      1. Traditio et Fides sagt:

        @ Maria Magdalena

        Dann machen Sie es gut. Sie werden in Ihrer Todesstunde Rechenschaft über Ihr Leben ablegen, nicht über das von Burke, Schneider oder Bergoglio. Sie werden sich für Ihren Aufgabebereich verantworten und mit diesen Bußpsalmen generieren Sie ein wenig Licht und Sühne. Stellen Sie sich eine Landschaft von verbrannter Erde und dunklen Rauchschwaden. Wir generieren ein wenig Licht mit diesen Gebeten, wie kleine Taschenlampen. Wenn man Sie dann fragt, was Sie konkret während der Bergoglio-Herrschaft getan haben, dann können Sie es angeben. Es ist ein geistlicher Kampf. Auch mit geistlichen Waffen.

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