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11. November: Fest der heiligen Jungfrau und Martyrin Katharina

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Katharina, eine vornehme Jungfrau zu Alexandrien, verband vom frühesten Lebensalter an die Vorliebe für Kunst und Wissenschaft mit dem Eifer für den Glauben und gelangte in kurzer Zeit zu einer solchen Vollkommenheit in der Heiligkeit und Gelehrsamkeit, daß sie im Alter von 18 Jahren alle Gelehrten überragte. Als sie auf Maximins Geheiß viele wegen des Bekenntnisses zur christlichen Religion nach verschiedenen Qualen zur Hinrichtung schleppen sah, trat sie ohne Bedenken vor Maximin, machte ihm Vorwürfe wegen seiner frevelhaften Grausamkeit und betonte mit sehr weisen Belegen, daß der Glaube an Christus zum Heile notwendig sei.

In Bewunderung ihrer Klugheit ließ Maximin sie festhalten, rief von allen Seiten die gelehrtesten Männer herbei und setzte große Belohnungen für diejenigen aus, die Katharina überführen und vom Glauben an Christus zum Götzendienst bringen würden. Doch es trat das Gegenteil ein. Denn viele Philosophen, die zusammengekommen waren, um sie zu überführen, wurden von der Gewalt und Gründlichkeit ihrer Entgegnungen von einer solchen Liebe zur Jesus Christus entflammt, daß sie kein Bedenken trugen, für ihn zu sterben. Daher ging Maximin daran, Katharina mit Schmeicheleien und Geschenken von ihrer Meinung abzubringen; als er aber einsah, daß dies vergeblich sei, ließ er sie geißeln, mit Bleikugeln zerschlagen und hielt sie elf Tage ohne Speise und Trank im Kerker eingeschlossen.

In dieser Zeit traten die Gattin Maximins und der Kriegsoberste Porphyrius zum Besuch der Jungfrau in den Kerker, kamen auf deren Vortrag hin zum Glauben an Jesus Christus und wurden nachher mit dem Martyrium gekrönt. Unterdessen wurde Katharina aus dem Gefängnis herausgeführt und es wurde ein Rad bereitgestellt, das mit vielen und scharfen Schneiden versehen war, um den Leib der Jungfrau in grausamster Weise zu zerfleischen. Das Gestell brach nach kurzer Zeit auf das Gebet der Jungfrau zusammen; und auf dieses Wunder hin nahmen viele den Glauben an Christus an. Maximin selbst wurde in seiner Gottlosigkeit und Grausamkeit noch verstockter und ließ Katharina mit dem Beile enthaupten. Sie reichte mutig das Haupt hin und stieg zum doppelten Lohne für die Jungfräulichkeit und das Martyium empor, am 25. November. Ihr Leib wurde von Engeln auf Sinai, einen Berge in Arabien, in wunderbarer Weise beigesetzt.

Kirchengebet

O Gott, du übergabst dem Moses auf dem Gipfel des Berges Sinai das Gesetz und ließest eben dort den Leib Deiner heiligen Jungfrau und Martyrin Katharina wunderbar durch Deine heiligen Engel bergen: wir bitten Dich: gib, daß wir um ihrer Verdienste und um ihrer Fürsprache willen den Berg, der Christus ist, zu erreichen vermögen: der mit Dir lebt. Amen.

Quelle: Erzpriester Stephan, Das kirchliche Stundengebet oder das römische Brevier, Bd. II, Regensburg 1927, 1179 ff.

Wenn Sie o.a. Kirchengebet mit der Intention einer Ablassgewinnung beten, empfangen Sie einen Ablass, den Sie für sich selbst oder für die Armen Seelen verwenden können. (Enchiridion indulgentiarum (1999) Nr. 21 § 1: „Ein Teilablass wird einem Gläubigen gewährt, der an einem beliebigen Heiligentag, der im Kalender vermerkt wurde, zu Ehre dieses Heiligen fromm ein aus dem Messbuch entnommenes oder ein anderes rechtskräftig approbiertes Gebet verrichtet“) .

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