Fürstin Glorias Rückzieher oder am Kaninchenzüchterwesen mag der deutsche Hochadel genesen

Wie man leider Gottes überall nachlesen kann  werden die Unterschriften gegen die Pachamamaverehrung  bedauerlicherweise nicht nur mehr, sondern auch weniger. Denn Fürstin Gloria von Thurn und Taxis hat ihre Unterschrift nach Rücksprache mit ihrem Bischof Rudolf Voderholzer zurückgezogen. Bevor wir uns dem widmen, ein paar Worte Erklärung. Wenn es jemand wissen kann, was es bedeutet um seiner Existenz selbst gehasst zu werden, dann sind es die Adeligen, vornehmlich die deutschen Adeligen, da ihr Nachname ihren Adel verrät. Man kann es drehen und wenden, wie man will, bevor man seinen Nachnamen ausspricht, ist man normal, ein Mensch, spricht man ihn aber aus und wenn er noch zusätzlich “von und zu” lautet oder noch ausgebauter ist, dann fällt man automatisch in eine andere Kategorie des Nichtmenschlichen. Man wird automatisch gehasst, angehimmelt oder beneidet, was nicht der eigenen Person, sondern dem Adel an sich gilt. Ähnliche Erlebnisse haben wohl nur Juden mit einem explizit jüdischen Nachnamen, was ja nicht immer der Fall sein muss, wenn sie in einer antisemitischen Umgebung leben. Sind Sie vom Adel, dann wissen Sie, dass die Kollektivschuld gilt. Immer und ewig! Daher ist es nicht verwunderlich, dass Adelige unter sich bleiben, weil wenigstens dieser Stressfaktor wegfällt. DSDZ hat nicht nur nichts gegen Adel, er ist sehr für den Adel und die göttliche Hierarchie eines katholischen Ständestaates, den wir leider (noch?) nicht haben. Über seine eigene Herkunft schweigt er sich an dieser Stelle aus, aber ja, er gehört dazu, obwohl seine Vorfahren nicht im roten gothaischen Kalender zu finden sind. Eher im grauen. 

Dennoch muss er an dieser Stelle sagen, dass Fürstin Gloria von Thurn und Taxis sehr unadelig und feige gehandelt hat. 

Denn was hat sie schon zu verlieren?

Wenn sich irgendjemand eine unabhängige Meinung leisten kann, dann doch Fürstin Gloria. Sie hat ja immer getan, was sie wollte, siehe die “Jugendsünden” der 1980er, aber es waren ja die 1980er, die Zeit des schlechten Geschmacks und des teuren Koks. Sie gehört zu den reichsten Frauen Deutschlands und auch im europäischen Vergleich schneidet sie wohl auch nicht schlecht ab. In ihren vielen Wäldern kann sie sich lebenslang verstecken und ein EinsiedlerIndasein fristen. Eine Tochter ist verheiratet, die andere wohl noch nicht. Dafür lebt sie in New York und schreibt für die Vogue, sodass gerade ihr wegen der mütterlichen Kritik das soziale Abseits und der Hungertod nicht droht. Der Sohn lebt und ist gesund. Warum also der Rückzieher? Vielleicht deswegen, weil Fürstin Gloria noch recht jung im Glauben ist, noch nicht aus dem Kaninchenloch herausgekrochen ist, noch die tatsächliche Situation der Kirche erkannt hat und den eigenen Bischof wohl für “einen Mann Gottes” hält. Ja, es darf gelacht werden. Der Bischof von Regensburg ist ein feiger Modernist, der ein bisschen fromm tut und seine Aussagen so formuliert, dass sie aber auch wirklich nach jeder Seite offen sind. Siehe sein Statement auf kath.net. Die [Einschübe] sind von uns, um das langweilige Gesülze ein wenig aufzupeppen.

Diesen Bezug und die mit ihm verknüpften Vorwürfe gegen Papst Franziskus weise ich entschieden zurück.

In meiner Predigt bezog ich mich auf aktuelle Debatten in der Kirche. Unter anderem ging ich auf eine Frage ein, die die Amazonas-Synode in den Raum stellte: Wie verhalten wir uns als Christen zu den vor- oder nichtchristlichen Kulturen und Traditionen der Menschen, denen wir die Frohe Botschaft Christi verkünden? Wie begegnen wir ihnen mit Respekt und mit Wahrhaftigkeit? [Oder beten wir gleich ihre Götzen an? Was gibt es an der falschen Religion zu respektieren, was ist an ihr mit “Wahrhaftigkeit” verbunden, wenn sie doch falsch ist, lieber Herr Bischof!]

Mein Fazit will ich kurz zitieren: „Das Neue, was wir als Christen den Menschen bringen, ist Christus selbst. In seiner Neuheit kommt er den Fragen, der oft unausdrücklichen Sehnsucht aller Menschen und ihrer „natürlichen“ Religiosität entgegen [das gibt es nicht. Das ist die dumme, rahnerische Häresie vom “anonymen Christen”], reinigt sie zugleich, erhöht sie und gibt ihnen die unüberbietbar göttliche Antwort. [Und daher gibt es keine Mission und Bischof Kräutler ist stolz darauf in 50 Jahren niemanden getauft zu haben, gell?] In Christus sind alle Religionen „aufgehoben“, „aufgehoben“ in einem dreifachen Sinn: Außer Kraft gesetzt, erhöht und bewahrt. [Bewahrt? Warum denn ist Christus überhaupt gekommen, wenn sie bewahrt sind?] Deswegen geschieht Inkulturation immer in Anknüpfung und Bruch zugleich. [Nur Bruch, werter Bischof, siehe St. Bonifatius und die Donareiche!]“

Mit meiner Predigt beteilige mich an dem Ringen [um meine Stelle, denn Bergoglio ist rachsüchtig] um den richtigen Weg der Kirche. Das übergeordnete Ziel dabei ist die Einheit der Christen in Jesus Christus, wahrer Gott und wahrer Mensch, in dessen Person sich Gott den Menschen offenbarte. [So, so …]

Vorwürfe, Anschuldigungen oder gar Verurteilungen des Heiligen Vaters [mir kommen die Tränen] mit Internetaktionen gehen an der Sache vorbei und sind nicht der Weg, der zu diesem Ziel führt. [Zu welchem Ziel? Pachamama?]

Verstehen Sie etwas davon? Nein? Dann ist es nicht deswegen, weil Sie zu dumm sind, sondern in dieser Aussage gibt es keinen Inhalt, wie es halt so ist nach Vat. II. Vielleicht hat Bischof Voderholzer, dem es peinlich war, dass sich bei seiner prominenten Gläubigen ein katholischer Geist regte, Fürstin Gloria irgendwie überzeugt? Vielleicht sie unter Druck gesetzt? Zwar ist die Fürstin von Thurn und Taxis noch nicht in dem Alter, wo sie sich über ein katholisches Begräbnis oder um dessen Vorenthaltung Gedanken machen müsste, aber wer weiß?

Werte Fürstin von Thurn und Taxis! Durchlaucht! Sollten Sie es lesen, so seien Sie nicht feige und unterschreiben Sie erneut. Wäre ihr Urahn so feige gewesen, dann hätte er sein Postmonopol gar nicht errichtet, sondern wäre als Anwärter eines Kaninchenzuchtvereins völlig unbekannt geblieben. Und Sie wären nicht dort, wo Sie jetzt sind! Katholizismus ist nichts wert, wenn er nichts kostet. Abonnieren Sie diesen Blog, dann lernen Sie was. Amen.

 

4 Gedanken zu „Fürstin Glorias Rückzieher oder am Kaninchenzüchterwesen mag der deutsche Hochadel genesen

  1. Ach, die Gloria! Ich mag sie trotzdem! (eigentlich Prinzessin, nicht Fürstin).
    “….weil sie noch recht jung im Glauben ist….” Ja, das trifft es wohl. Und dann hat sie wohl nicht die Zeit, die Lust oder vielleicht auch nicht die Intelligenz, um sich einen Durchblick zu verschaffen. Und dann ist da noch die Loyalität zu ihrem Bischof.
    Immerhin sagt sie überhaupt was; hat neulich Beatrix von Storch(geborene Herzogin von Oldenburg) ein Interview gegeben.
    In die Thurn und Taxische Posthalterei hat sie hineingeheiratet. Ihre Mutter war eine ungarische Gräfin; die ist nach 1945 auf der Flucht vor Kommunisten, Russen und kommunistischen Ungarn mit nur den Kleidern auf dem Leib durch einen Fluß nach Österreich geschwommen.

  2. @Gabriele Mathieu

    Wenn mich nicht alles täuscht ist sie Fürstin, nicht Prinzessin. Fürst ist ein Territorialherrscher, Prinz ist man, wenn man zum regierenden Haus gehört. So sind die Hohenzollern Fürsten oder waren es. Die Gattin eines Fürsten ist Fürstin. Caroline von Monaco ist Prinzessin, weil die Grimaldis ein Herrscherhaus sind. Im Französischen gibt es dieselbe Unterscheidung zwischen duc und prince, im Englischen Prince und duke, im Polnischen ist des derselbe Begriff, im Russischen glaube ich auch, bin mir aber nicht sicher.

    Ja, dass sie eingeheiratet hat, ist mir bekannt. Da die Frau alles erbt, so kann sie sich zum Urahn des Mannes bekennen, dem sie ihren gegenwärtigen Reichtum zu verdanken hat.

    Etwas zu sagen und es zurückzuziehen, ist peinlicher als nichts gesagt zu haben.

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