Gänswein ist Benedikts Hagen

Die Kenner des Buches “Der Pate” von Mario Puzo, das so erfolgreich von Francis Ford Coppola verfilmt worden ist, wissen, dass der adoptierte Tom Hagen – der Anwalt – auf den Wunsch von Don Corleone einen Puffer zwischen ihn und der Welt bildete. Unangenehme Nachrichten wurden von Hagen überbracht, sodass die Leute Hagen und nicht den vermeintlich “guten” Don hassten. Im Buch ist dieser Mechanismus deutlicher als im Film abgebildet und es ist ein Mechanismus, der bewährt ist den höchsten Souverän zu schützen. Nicht der Kaiser ist schlecht, sondern die Höflinge und die Minister.

Und dieser Mechanismus kommt DSDZ (dem Schreiber dieser Zeilen) in den Sinn, wenn er über die jüngste “hat er doch – hat er nicht”-Kontroverse nachdenkt. Hat also Benedikt zum Sarah-Buch eindeutig beigetragen oder doch nicht? Lügt Sarah oder lügt Gänswein? Ist Gänswein der Böse, der den guten Benedikt isoliert, wie Vigano behauptet?

Unserer Meinung nach spielt es keine Rolle, weil Benedikt mindestens seit 2011 Gänswein in seiner Umgebung hält, obwohl er über ihn Bescheid weiß, falls Viganos Aussage stimmt. Er hat ihn sich gewählt, ihn befördert und sich ihm anvertraut. Er ist zurückgetreten, schreibt ab und zu für den bayerischen “Klerusblatt” oder auch einen Aufsatz für Sarah oder auch nicht.

Ist das eine Papst gemäße Haltung? Ändert es etwas?

Hätte Benedikt gewollt, so wäre er energischer geworden, aber dieses “ich will und doch nicht” ist mit seiner Haltung sehr konsistent. Deswegen muss Gänswein nicht unbedingt lügen. Er bildet wie Hagen ein Schutzschild, um den zahlenden Omas die Illusion eines gefangenen, guten Papstes zu geben, der uns ja in diese Lage gebracht hat.

Ist wahrscheinlich eh Kayfabe.

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7 Gedanken zu „Gänswein ist Benedikts Hagen

  1. Es gibt einen japanischen Film des Meisters Takeshi Kitano. Dieser heißt “Dolls” (Doruzu). In diesem Film bindet sich ein Paar aus aussichtsloser Position (Er Yakuza-Aussteiger, sie traumatisierte Studentin) förmlich mit einem Seidentau aneinander und versucht so sich nie zu verlieren, auch wenn sie wissen, daß, sobald der eine stirbt oder fällt, er den Partner mitreißt ins sichere Verderben. Die beiden Partner in der heiligen römisch-katholischen Kirche sind die “Päpste”, das Seidentau Erzbischof Gänswein. Seit 2003 ist der erste Knoten gebunden worden, indem sich Joseph Kardinal Ratzinger Georg Gänswein zum persönlichen Assistenten machte. Als solcher nahm (kann man auch alles in der Wikipedia lesen) er auch indirekt am Konklave 2005 teil. Ja wer war denn der Mitbewerber – richtig, ich erinnere mich – es war Jorge Mario Bergoglio. Schon einmal von diesem Namen gehört? Wir wissen, wie das ausgegangen ist. Und wir wissen, daß wohl Gänswein auch sowohl Mitglied des “Meßkirchner Kreises” um Karl Kardinal Lehmann, Gottfreed Kardinal Danneels, Carlo Maria Kardinal Martini etc… gewesen ist. Wie konnte er sonst aus dem linken Erzbistum Freiburg heraus eine solche Karriere machen. Zugleich bezeichnet er sich gerne als Mitglied des Ratzinger-Schülerkreis und gibt zuweilen den konservativen Hardliner vor, der in konservativen magazinen wie dem “Vatican Magazin” publiziert. Aus dieser Geisteshaltung heraus ist er der perfekte “Diener zweier Herren”. Mal dient er dem einen, indem er die Treue Franziskus zur Tradition betont, dann wieder als der fürsorgliche Beschützer des greisen Benedikt XVI auftritt und ihn “verteidigt”. Der andere Partner ist der wohl unrechtmäßig aber leider gültig amtierende Papst Franziskus, der ihn immer noch nach den obligatorischen fünf Jahren als Präfekt des Päpstlichen Hauses beläßt. Warum wohl?
    Nur eine durch erdrückende Indizien bleibende Möglichkeit existiert: Gänswein erpreßt beide Päpste und spielt sie gegeneinander aus, weil er sich mit dem Rest der Kurie vollkommen verkracht hat, da er die spontane Art von Franziskus offensichtlich unterstützt und die Mitarbeiter der Kurie auf den Kurs Vaticanum III bringen will, wo dann endgültig mit allem Pomp und Trara die Tradition aus der römisch-katholischen Kirche verbannt werden wird. Die Amauonas-Synode und der “Synodale Weg” in Deutschland sind nur milde Vorboten. Das II. Vatikanische Konzil hat im Kampf gegen die Tradition versagt, nun muß ein dogmatisches Konzil bei, das den Sarg schließt (Kayfabe “The Undertaker”!) Rom hat den Glauben verloren und das sichtbare zeichen dessen sind die zwei Päpste, die sich nicht gegenseitig exkommunzieren, sondern in ihrer Zerstörung der Kirche sich fördern. Wenn ein Hardcore-Modernist wie Gänswein eine solche Position innehat und sich gleichsam als “vir tertius” eines Triumvirats versteht, dann fällt einem Sedisvakantisten nur noch ein, in diesem Zustand eine blasphemische Karikatur der Allerheiligsten Dreifaltigkeit oder der Heiligen Familie zu sehen.

  2. @Christoph Rhein

    Willkommen zurück bei dem Umsonstbeitrag 🙂
    Ich glaube, dass Sie die Bedeutung von Gänswein überschätzen. Er versteht sich einfach überall beliebt zu machen, auch welche Weise auch immer.

    Es gibt keine zwei Päpste, was theologisch unmöglich ist. Es gibt nur einen Papst – Benedikt – und Antipapst – Bergoglio. Der erstere ist leider wenig wert, aber immer noch der echte Papst.

  3. Unter gewissen Umständen wäre es so. Das eigentliche Drama ist daß Benedikt XVI es sich geleistet hat, durch seinen Rücktritt oder Rückzug von den äußerlichen Pflichten die vorherige Führungslosigkeit zu perfektionieren. Was hat denn S. E. Tissier de Mallerais in Fulda 2012 gepredigt: “Papst Benedikt, stärke endlich deine Brüder!” Und das hat er nicht getan. Mochte er theologisch noch so beschlagen sein, disziplinarisch hat er versagt und eine Reihe von Halbentscheidungen getätigt, die nur mehr das Chaos in der Kirche vergrößerten. Eigentlich hat er nie das Professorendasein aufgegeben und war nie wirklicher Hirte, blieb immer besser im Hintergrund. Schon 1988 hat er durch Führungslosigkeit das berechtigte Mißtrauen S. E. Marcel Lefebrves hervorgerufen, da er wußte, daß er niemals auch nur ein iota, nicht einmal ein iud, dessen, was er dem Erzbischof zugesichert hat, halten konnte, da ihm dazu die formaelle Macht fehlte. Und das zog sich dann fort etwa nach 1994 wo es seine Aufgabe gewesen wäre alle jene zu exkommunizieren, die eine Ordination der Frau in irgendeiner Weise rechtfertigen wollten, was nie geschehen ist, mit der Duldung der Häresie in der Zulassung der Anaphora von Mari und Addai 2001 durch Papst Johannes Paul II, etc…
    Mutlosigkeit und Schwäche waren es auch, die ihn im persönlichen Fall des schuldig gewordenen Bruders Georg dazu bewogen haben eben nichts zu unternehmen oder unternehmen zu lassen. Des weiteren der gesamte Umgang mit der FSSPX, der FSSP und den Legionären Christi, wo er die Fehler die sein Vorgänger in der Disziplin gemacht hat, hätte korrigieren können. Und auch hier wieder zwei Schritte vor und anderthalb zurück. Kein einziges diözesanes Seminar der DBK wurde verpflichtet, die Priesteramtskandidatenin beiden Formen des Römischen Ritus auszubilden. Und so kam es, wie es kommen mußte: Der schwache Hirte lief irgendwann davon und zwar an jenem 11. Februar 2013 und die Wölfe kamen. Und wer ist da Zeuge und Assistent gewesen? Richtig, Georg Gänswein. Schon vergessen, daß er eine nie geklärte Rolle in den Vatileaks gespielt hat, sich als james Bond aufgeführt hat, obwohl er dem Blofeld zugearbeitet hat. Ein Sekretär hat über alle Dokumente seines Dienstherren vertraulich zu wachen unddessen Bestand zu sichern und dafür zu sorgen, daß nichts in falsche Hände gerät. Und, wer sich so geschickt auf diesem Terrain bewegt, der kann nicht so dumm oder unbedarft sein, daß hunderte Seiten von Dokumenten aus dem Apostolischen Palast, dem Apostolischen Haus verschwinden, kopiert werden, direkt von Schreibtisch des Papstes verschwinden (der Schreibtisch ist keine riesige Tafel, sondern gerade einmal 1,80 auf 1.10 m groß) Und das soll alles Gänswein jie gewußt haben? Und warum sind bis heute die ganzen Akten über die FSSPX verschwunden??

  4. Was ich befürchtet habe, tritt ein: Bergoglio feuert Gänswein! Damit ist erstens in Sachen Zölibat alles entschieden und zweitens Papst Benedikt endlich isoliert, da wohl keine “ungeplanten” Besuche bei ihm mehr ohne weiteres am Papst Bergoglio vorbei mehr möglich sind. Dann geht es nicht mehr so einfach, daß neben dem offiziellen Besuch bei Papst Franziskus ein inoffizieller Besuch bei Papst Benedikt gemacht wird. Waren ja eh nur ein paar Schritte auseinander. Soll mir bloß keiner irgendwelche Krokodilstränen um den ach so konservativen Gänswein verdrücken, er hat das Schicksal herausgefordert. Jeden Sonntag beten wir in der zweiten Nokturn: “In lagueo isto quem abscondiderunt comprehensuse est pes eorum!” (Ps 9.16). Niemand kann zwei Herren dienen, zugleich Dorftrottel für Bergoglio und zugleich theologischer Intimus von Ratzinger sein (schon einmal Werke des späten Gänswein gelesen? – Strotzen von Ratzinger-Zitaten!).
    Und nun fallen beide! Bergoglio in den Modernismus-Abgrund und Ratzinger in die konservative Vergessenheit. Wie nennt man das? Ich glaube schoneinmal den Begriff Schisma gehört zu haben. Und nun? Quid hoc ad aeternitatem?

    1. @Christoph Rhein

      Sie nehmen das zu ernst. Es gibt kein Gegeneinander von Franziskus und Benedikt, sondern ein verdecktes Miteinander. https://traditionundglauben.com/kayfabe-teamplayer-und-der-gute-alte-benedikt/ Präfekt des Päpstlichen Hauses ist eine verantwortungsvolle Position für den Fall, dass der Papst wirklich im Vatikan residiert und nicht in Santa Marta. Denn der Präfekt kann den Zugang zum Papst steuern, bevor es der päpstliche Sekretär tut. Da Bergoglio in Santa Marta wohnt, hatte Gänswein keine wirklich Aufgaben. Mir tut er nicht Leid. Man merkt, dass ihm all das Aalglatte und Diplomatische nichts genützt hat.

  5. Natürlich habe ich das registriert, ich habe ja schon einmal geschrieben, daß Benedikt und Franziskus miteinander verbunden sind. Im Bunraku des japanischen Theaters sind zwei Figuren, die aus der Natur derselben, aus der sie herkommen (göttlich-menschlich. shogun-samurai, kenji-okura) unvereinbar, wollen aber gegen alle Widerstände gemeinsam leben. Und, natürlich ist es mir nicht entgangen, daß Kardinal Ratzinger den Aufstieg des Bergoglio einschließlich seiner engeren Kontakte zur FSSPX nicht entgangen ist – er hat diese geduldet und teilweise gefördert. Besser ein Peronist und theologischer Nobody als Gegner in einem Konklave (schließlich galt er – Ratzinger – seit 1994 schon als papabile) als einen theologischen Modernisten, der etwas von Theologie (im modernen Sinne natürlich!) versteht. Und wenn das natürlich einer seiner Schüler gewesen wäre (Schönborn natürlich!), dann wäre es für ihn ja eng geworden. Heute verstehen auch einige sein understatement besser. Warum hat sich Ratzinger denn wählen lassen und zugestimmt? Als Präfekt der Glaubenskongregation hat er sich schon sehr früh zwischen alle Stühle gesetzt. Ja, er hatte schon seine Flucht aus dem Vatikan organisiert (Ich verkaufe einen Rückzug als erfolgreiche Offensive!) und hat sich wie im Fall der Anaphora von Mari und Addai über jegliche theologische Bedenken hinweggesetzt und eine formelle Häresie in einer unierten orientalischen Kirche zugelassen, kennen wir alles…
    Und nun gibt es einen Kandidaten aus Südamerika, den naßforschen Bergoglio, der Zögling von Johannes Paul II schlechthin, der mit allen irgendwo irgendwann etwas zu tun gehabt hat in Buenos Aires, von den Piusbrüdern bis zur schiitischen Gemeinde, von Linksterroristen bis zu Holocaustleugnern, alle sind in Erzbischöflichen Ordinariat von Buenos Aires ein- und ausgegangen, alle – und alle in offensichtlich harmonischer Weise. Und nun? Selbstverständlich kam man bei der Verabschiedung des Ordinarius für Pastoraltheologie der Jihannes-Gutenberg-Universität zu Mainz dazu, den Ordensbruder Bergoglio miteinzuladen und dann bei weinseliger Atmosphäre zu sagen: “Der Alte muß weg!” Und hier war die gesamte Ordensprominenz Deutschlands und der Jesuiten weltweit gegenwärtig, Kardinal Lehmann, Martini, Danneels, Marx, etc…Da wurde eben auf offener Bühne der Sturz von Benedikt XVI diskutiert. Hat jemand im Vatikan Meldung erstattet?? Nein! Obwohl auch konservative Studenten anwesend waren, obwohl auch der in Tradi-Kreisen so belieebte Professor May anwesend war, um seinen langjährigen Kollegen zu verabschieden, hat irgendwer auch nur ein Sterbenswörtchen in den Vatikan gepostet? Nein, nein, nein!
    Und, was viele vergessen haben: Was Ratzinger bis 2005 alles gesagt hat, das tut Bergoglio. Mit dem Feuern von Gänswein nabelt sich Bergoglio von Ratzinger ab, es ist die Trennung von der Nabelschnur, schließlich muß er ja auch überlegen, was er tut für die Zeit nach dem Tod von Papst Benedikt, da kann er nicht einfach wie jetzt nachfragen “Papa, come fai…?” Dann muß er selbst denken. Und irgend ein Berater muß ihm das klipp und klar gesagt haben (Ravasi nicht, eher Parolin). Und wie geht die Storyline weiter?? Im Wrestling gab es zwischen den 1995er und 2003er Jahren zwei angeblich verfeindete Organisationen WCW und WWF, aus beiden machten sich Wrestler auf, um die nWo zu gründen. Durch das Treiben von Vince McMahon übernahm schließlich die nWo in beiden die macht und sie fusionierten zur WWE. Und das ist ja alles kayfabe, ich weiß! Und jetzt? Natürlich – es wird Zeit, daß die angeblich verfeindeten Ratzingianer und Bergoglioner verbünden um die Tradition aus der Katholischen Kirche zu entfernen, da kann man einen Intriganten wie Gänswein nicht mehr brauchen. Das sicher nächste Opfer, der wirklich gefeuert wir, wird Kardinal Sarah sein, und der Zölibat wird fallen. So ist das in der Konzilskirche eben…
    ROMA, ROMA, CONVERTERE AD DOMINUM DEUM TUUM!

  6. Ich glaube, auch, daß es nie eine Sankt-Gallen-Mafia gegeben hat. Es gab den Meßkirchner Kreis, der weit größer war, als sich irgend jemand vorstellen konnte. Alle, aber auch alle, die sich nach dem Tode von Kardinal Siri in irgendeiner Weise dem II. Vatikanischen (Räuber)-Konzil verpflichtet waren, waren dort vertreten, wenn auch nicht immer in eigener Person, aber der Geist von Meßkirchen wehte durch die gesamte Theologie. Es ist der Geist von Heidegger und Gadamer, die sich dort ebenfalls zu ihren Disjussionsspaziergängen trafen und nach dem Tode von Heidegger setzten seine Schüler diese Tradition fort, insbesondere Lehmann und Hans-Urs von Balthasar. Anwesend waren etwa auch S. E. Schäufele, Oskar Saier und Walter Kasper, sowie viele Bischöfe aus dem In- und Ausland teilweise incognito. Diese Spaziergänge dienten dazu, die Theologen auf Linie zu bringen und unbemerkt von der Öffentlichkeit in der freien Landschaft eben jene Dinge zu regeln, die sonst über die Abhörmaßnahmeb der Geheimdienste aus den Stuben bekannt worden wären, o etwa die Entscheidung von S. Em. Hermann Volk, seinem Freund und Konzilsspezi König die Loyalität bei einer Wahl zu verweigern und stattdessen dem polnischen Kardinal Woytila die Stimme zu geben. Dies hatte zur Folge, daß eben am 24. September 1978 in Mainz Kardinal Woytila die Entscheidung klar gemacht werden sollte. Und der Münchener Erzbischof, der vorher noch ganz auf König-Linie gewesen ist (natürlich war er noch kein Kardinal, aber er hatte einen immensen Einfluß auf die “konservative” Linie!) stellte unbekümmert fest, daß er dann sicher sehr bald zum Kardinal kreiert werden würde, schon wegen des Erzbischofssitzes München, vielleicht auch dann, weil sich Woytila und Ratzinger auf dem Konzil angefreundet hatten, nach Rom gehen würde…
    Und sehr früh nahm auch mindestens fünfmal ein junger Priester daran Teil, den man, weil er als Seelsorger aufgrund gewisser Tendenzen, die er bemerkte, vollkommen ungeeignet gewesen ist, und Seelsorge mit theologischer Selbstbefriedigung verwechselt hatte, auf irgend eine Stelle im Bistum vorbereiten wollte, wo er nicht mit Menschen sondern mit theologischen Traktaten zu tunbekommen sollte. Dazu wurde er dann nach München an die Kanonistische Fakultät des Fachbereichs Katholische Theologie gesandt.
    Dort promovierte er ja schließlich auch bei Mörsdorf, der eine erstaunliche Wandlung vom Kanonistischen Hardliner zum Ultramodenisten machte (“Die Kirche muß wieder das Recht von den Juristen der Juristischen Fakultäten lernen, die kanonische Auslegung in der Kirche ist hoffnungslos veraltet!”). Und dieser ,odernistische Hardliner formtedann den jungen Priester zum kanonistisch beschlagenen Intriganten, wodurch er zu einem Job in der Konzilskirche in Rom perfekt geeignet war. Selbstverständlich landete er in der Glaubenskongregaton bei Ratzinger, Lehmann, Kasper, Bovone, der auf den jungen Kanonisten aufmerksam wurde und ihn (nocheinmal) Ratzinger empfohlen hatte. 1994 wurde dieser Priester dann von Bovone dem damaligen Präfekten der Glaubenskongregation empfohlen, wurde aber erst 1996 durch den mächtigsten Mann der Kongregation Bertone offiziell nach Rom geholt. Und dann soll es erst 2005 eine Sankt-Gallen-Mafia gegeben haben? Ratzinger wußte, wozu er den Gänswein hatte kommen lassen!

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