Gänswein ist weg – na und? (2 von 2)

Santa Marta macht das Päpstliche Haus obsolet

Da aber Bergoglio recht unerwartet beschloss in einem Hotel zu wohnen, dass für ihn eigens umgebaut wurde, wo er bei sehr langen und umfangreichen Mahlzeiten diejenigen Leute empfängt, die er will, wurde das Päpstliche Haus samt Georg Gänswein zur einer bloßen Zierde.

Gänswein kann noch so viel planen, blocken oder empfangen, wie er will Bergoglio empfängt ohnehin woanders. Zumindest die wichtigen Gäste. Sollte Benedikt geplant haben über Gänswein irgendwelchen Einfluss auf Bergoglio auszuüben, so ist er damit schon am Anfang des Franziskus-Pontifikats gescheitert, als Bergoglio nach Santa Marta umsiedelte. Sollte Benedikt Gänswein eine Zierfunktion gegeben haben, die ihn nach Benedikts Tod auf ein Kardinalat vorbereitet hätte, dann war das der richtige Zug, wobei Benedikt nicht voraussah, dass Bergoglio überhaupt nicht nach den Regeln spielt. Sollte Gänswein an seiner Rolle als Präfekt des päpstlichen Hauses, die nominell die zweite nach dem Staatssekretär ist, gehangen haben, dann tut er uns nicht leid. All seine Diplomatie, um keinen stärkere Worte zu verwenden, hat ihm nichts gebracht. Gefeuert.

Die Tatsache, dass wir Benedikt weiterhin für den einzigen rechtmäßigen Papst halten, bedeutet nicht, dass er ein guter Papst oder ein heiligmäßiger Mensch ist. Seine langjährige Bequemlichkeit, Nachgiebigkeit und Schwäche wurde nicht nur ihm selbst zum Verhängnis, sondern auch allen, die er fördern oder beschützen wollte, wie Georg Gänswein oder die Kirche.  Gänswein hat es nicht geholfen, dass er bei dem Sarah-Buch die Quadratur des Kreises versuchte und offensichtlich log.  Bergoglio hat ihn dennoch „aus seinem Munde ausgespien“ und der Präfektur des Päpstlichen Hauses beraubt. Hätte Gänswein früher irgendeine Art Integrität gezeigt, so wäre er natürlich früher gefeuert worden. Er hätte aber sagen können, dass er für irgendwelche Ideale gelitten hat. Er würde sich nicht in der paradox-grotesken Rolle eines Kardinal Müllers befinden, der umherreist und angebliche Orthodoxie zeigt, wo es ihn nichts mehr kostet.  Was Gänswein jetzt bleibt ist sein gutes Aussehen, das natürlich im Vatikan weiterhin ein hohes Gut ist. Wir haben mit ihm kein Mitleid und wollen Ihnen nicht schönschreiben

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2 Gedanken zu „Gänswein ist weg – na und? (2 von 2)

  1. Welche Integrität bei Gänswein sollte man denn sehen? Es gab nie eine, weshalb man ihn ja auch ins konziliare Rom geholt hat, ein Mann mehr für die Schmutzarbeit der Zerstörung innerhalb der Kirche. Und nun erntet Gänswein das, was er gesät hat.

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