Tradition und Glauben

Geistliches Leben oder die richtigen Prioritäten

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Bei der Vorstellung unserer alten Texte in den herausgehobenen Inhalten (featured) „Eines tut Not“,  oben auf der Seite, wollen wir zu unserem Kerngeschäft – dem geistlichen Leben – zurückkehren und wieder an Publikumsgeschmack ein wenig vorbei schreiben.

Wie ist denn der Publikumsgeschmack?

Diesen kann man leicht an den Beiträgen in gloria.tv ersehen und er lautet wie folgt:

  1. Neue Skandale im Vatikan samt ihrer hintergründigen Beleuchtung.
  2. Priester-und Bischofsschelte oder „Nieder mit der Kirchensteuer“.
  3. „Der Staat sollte“ … „insbesondere die CDU“ …“aber als Christ“
  4. „Familien sollten mehr unterstützt werden“.
  5. „Hätte man auf die Gottesmutter von XYZ gehört“.
  6. Privatoffenbarung A
  7. Privatoffenbarung B
  8. Privatoffenbarung C
  9. Mögliche neue Privatoffenbarung A‘
  10. Etc.

Wie ist denn der traditionelle oder wenigstens der konservative, deutschsprachige Katholik?

  1. Er ist passiv.
  2. Sieht sich in der Opferrolle.
  3. Erwartet von seinen Priester die Bringschuld.
  4. Weil er die Kirchensteuer zahlt bzw. diese zahlte.
  5. Er hofft, dass alles auf einmal besser wird, ohne dass er selbst dazu etwas tun muss (Triumph des Unbefleckten Herzens?)

Daher haben Beiträge über das eigene Gebetsleben wenig Chancen auf Erfolg, weil jeder gerne mitredet, was er wahrheitsgemäß nicht tun kann, wenn er das nicht betreibt, wovon die Rede ist. Redet man vom geistlichen Leben, so lautet die Antwort:

 

Die  [geistlichen Stände] sollen (a) es machen, (b) es uns vormachen, (c) es für uns machen, denn die bekommen es ja bezahlt und zwar nicht zu knapp. Ich jedoch habe keine Zeit dafür, denn ich (i) gehe arbeiten, (ii) habe Familie, (iii) habe zwar keine Familie, könnte aber welche haben, (iv) arbeite auch nicht oder mich nicht tot, aber das geistliche Leben bekomme ich nicht bezahlt (siehe c)

Die Forderung, dass die geistlichen Stände: Priester, Bischöfe und höher, Ordensschwestern, Ordensbrüder, Nonnen und Einsiedler ein fortgeschrittenes geistliches Leben führen sollten, ist zwar völlig legitim, aber völlig illusorisch. Warum? Weil wir kaum geistliche Stände haben, die dieses Namens würdig sind, was wir aus den fehlenden Reaktionen auf das häretische Bergoglio-Regime entnehmen können. Zahlenmäßig geht es auch nach unten, siehe Rorate Caeli, und das, was da ist, ist dermaßen verweltlicht, dass man das Thema geistliches Leben besser nicht anschneiden sollte. Woher wissen wir das? Aus den veröffentlichten Reaktionen gegen die Bergoglio-Häresien:

Wir haben es also mit einer flächendeckenden Apostasie zu tun. Nein, kein Geistlicher wird Sie über das geistliche Leben belehren, weil sie keins haben. (a) Die Lehre, (b) die Sitten, (c) das spirituelle Leben bilden eine Einheit. Sie können kein spirituelles Leben führen, ein Häretiker sein und ein heiligmäßiges Leben führen. Andere Ausschlussverfahren zwischen (a), (b) und (c) können Sie sich selbst ausrechnen. Daher, weil bei ihnen (a), (b) und (c) nicht unter die logische Kategorie „wahr“ fallen, sind alle, wirklich alle nachkonziliaren Erneuerungsbewegungen gnostisch, viele ihrer Gründer, siehe Karadima, Perverse und keiner der „Konzilsväter“ (Rahner, von Balthasar, Delumeau, Ratzinger) ist im Rufe der Heiligkeit gestorben, wobei Ratzinger noch lebt.

Sie, liebe Leserin und lieber Leser, müssen sich selbst helfen. Keine Hilfe wird Ihnen zuteil. Würde man in der Diözese des Schreibers dieser Zeilen (DSDZ) von heute auf morgen alle Priester, samt den Bischöfen, laizisieren, so würde dies nicht negativ auffallen. Die geistliche Bringschuld findet ja nicht statt. Es ist als würden Sie Aktien besitzen, die 0,00000001% Rendite abwerfen. Würden Sie diese behalten wollen, da Sie die Bankgebühren mehr kosten? Natürlich nicht. Gott denkt doch genauso. Er wird doch nicht mehr Gnaden in diese durchlöcherten Zisternen pumpen.

 

Denn mein Volk hat doppeltes Unrecht verübt: Mich hat es verlassen, den Quell des lebendigen Wassers, um sich Zisternen zu graben, Zisternen mit Rissen, die das Wasser nicht halten. (Jer 2,13)

Gott denkt sehr ökonomisch, was die hl. Katharina von Genua auch bestätigt. Wirft jemand Rendite – Heiligkeit ab, so bekommt er mehr Geld – Gnade, Leiden und Aufgaben, damit er noch mehr abwirft.

Und woran können wir jetzt erkennen, wer „Rendite“ abwirft?

Daran, dass Bergoglio sie verfolgt. Franziskaner der Immakulata, ein paar Bischöfe, Klausurnonnen.

Es besteht noch wirklich eine Restheiligkeit in der nachkonziliaren Kirche, welche nun ausgemerzt werden soll. Daher müssen Sie sich selbst heiligen, denn Sie werden einzeln gerichtet werden und können sich hinter niemanden verstecken. Man wird beim persönlichen und Jüngsten Gericht „nackt“ sein, weil wirklich alles offenbar werden wird. Alles für alle, unter jeglichem Aspekt. Die Ausrede:

Ich habe die Hausaufgaben gemacht, aber mein Heft vergessen.

wird nicht gelten, ebenso wenig wie

Ich hatte es schwer, habe dennoch meine Kirchensteuer bezahlt.

Gott ist keine Steuerbehörde. Beim persönlichen Gericht wird nämlich herauskommen, dass Sie eine völlig verkehrte Wertehierarchie hatten. Sie dachten ans Irdische, statt ans Geistliche, welches ewig währt. Sie haben nicht vorgesorgt, sie haben sich nicht die richtigen Informationen besorgt, nicht in das Richtige investiert.

Warum sind reiche Menschen reich?

Weil sie wirklich ständig ans Geld denken, wie sie mehr bekommen, was sie einsparen können, was ihnen Geld bringt und was nicht. Und genauso sollten wir an die Heiligkeit denken, denn das ist unser Kapital, wenn wir nackt vor Gott stehen werden. Das Geld währt nicht ewig, Sie können es höchstens vererben und einen Erbschaftsstreit provozieren, der natürlich umso länger dauert, je mehr Geld sie haben, siehe Thyssen-Krupp. Lesen Sie also unsere geistlichen Beiträge und unterstützen Sie uns finanziell, falls Sie können, damit Sie Ihr Geld, als Almosen, auch in die Ewigkeit richtig investieren. Amen.

 

 

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