Georg Ratzinger ist tot – Was folgt daraus? Und wieder einmal von Benedikts Rücktritt. (1 von 6)

Wie vielerorts nachzulesen ist, besuchte Benedikt XVI. – der „Papa Emeritus“ – vom 18. bis 22. Juni 2020, in einer Jet-Set-Stippvisite, seinen 96-jährigen Bruder Georg in Regensburg, der recht kurz danach am 1. Juli 2020 verstorben ist.  Das Wort „Jetset“ ist hier mit Bedacht gewählt, es bedeutet nämlich nach Wikipedia:

Jetset oder Jet Set (engl. für Schickeria) bezeichnet gewöhnlich eine internationale Gesellschaftsschicht, zu der auch die Jungreichen (Yuppies) zu zählen sind, die über genügend Geld verfügt, um sich (mittels eines Flugzeugs) häufig an exklusiven internationalen Orten zu treffen, zu denen die meisten Menschen keinen Zugang haben.

Was ist also ein Jetset-Leben? Sie wollen jemanden am anderen Ende der Welt besuchen, sie setzen sich in ihr Privatflugzeug und jetten hin. Benedikt hatte keinen eigenen Jet, er benutzte eine Maschine der italienischen Luftwaffe, um von Rom nach München zu fliegen.

Es stellt sich natürlich die Frage, warum ausgerechnet die italienische Luftwaffe und nicht die vatikanische, die es nicht gibt, dem emeritierten Papst ein Flugzeug zur Verfügung stellt, damit dieser seine privaten Besuche machen kann. Soviel zur Kirchenverfolgung in Italien, soviel zum Thema „Wie-sie-es-auf-den-armen-guten-Benedikt-abgesehen-haben“, soviel zum Thema wie gut das Bergoglio-Regime mit den Mächten dieser Welt vernetzt ist. Und Benedikt selbst natürlich auch. Er ist offensichtlich kein Gefangener des Vatikans, wie manche uns glauben lassen wollen.

War es ein Privatbesuch?

Mitnichten, denn Benedikt hat weiterhin den Diplomatenstatus eines ehemaligen Staatsoberhauptes, dass sich während der Corona-Sperre manche Freiheiten herausnehmen kann.

  • Für das Geld der italienischen Steuerzahler – denn italienische Luftwaffe.
  • Für das Geld der Katholiken auf der ganzen Welt, die für den Peterspfennig zusammenlegen – denn vatikanische Entourage.
  • Für das Geld der deutschen Steuerzahler – denn deutsches Polizeiaufgebot und Straßensperren.
  • Für das Geld der deutschen Kirchensteuerzahler – denn Gast der Diözese Regensburg.

Wenn sich also Benedikt eine Laune erfüllen möchte, wie der Rücktritt oder der Bruder-Besuch dann zahlen dafür andere, metaphorisch und faktisch, Sie und ich.

Aus welcher Sicht aber war dieser Besuch irgendwie gerechtfertigt, damit ein ehemaliger Papst, den es nicht gibt, den Papst bleibt man für immer, halb Europa in Bereitschaft versetzt, um einem privaten Besuch nachzugehen? Musste er seinen Bruder tatsächlich persönlich sehen im Zeitalter von Telekonferenzen, FaceTime, Skype etc.? Gab es niemanden, der Georg Ratzinger die Sterbesakramente hätte geben können als sein eigener Bruder der Papst? Wäre Georg Ratzinger, hätte ihn Joseph Ratzinger nicht besucht, nicht gestorben, was er ja anschließend tat? Dieser Aufwand ist schlichtweg unerklärlich und lässt sich höchstens mit der Laune eines absoluten Hierarchen vergleichen, wie die Anordnung der russischen Zarin der Katharina der Großen, die befahl eine bestimmte Blume in dem Palastgarten durch einen Wachposten zu bewachen, einen Befehl, dem tatsächlich bis zur Oktoberrevolution Folge geleistet wurde. Benedikt XVI. erscheint in dieser Aktion als ein alter Mann, der sich nur für sich selbst und seine Belange interessiert, sowie für seine Familie, die ja die Verlängerung seiner selbst ist. Das Papstamt hat er angeblich abgelegt, weil er zu müde war zum Weltjugendtag nach Brasilien zu jetten, aber mit 93 nach sieben Jahren nach dem angeblichen Rücktritt im Rollstuhl zu seinem Bruder zu jetten nein, dazu ist er nicht zu müde. Widerspruch oder Konsequenz? Beides, denn für das Angenehme und Private ist er sich nicht zu schade, für das harte Amt schon. Fromme Mütterchen auf Gloria.tv, die wahrscheinlich keinen Hasen spicken, die den Namen „Maria Theresa Katharina“ oder ähnlich tragen, werden wohl ausrufen, dass er

Ein so guter Mensch ist und wahrscheinlich eine Vision hatte, um seinen Bruder am Krankenbett zu besuchen!

Vielleicht gibt es aber auch rein praktische und rationale Gründe, welche diese Jetset-Visite rechtfertigen? Ann Barnhardt,[1] die sich rühmt im Vatikan Informatoren aus dem Kreise der Ratzingerianer zu besitzen, erzählt, dass man ihr zugetragen habe Benedikt sei zu seinem Rücktritt dadurch erpresst worden, dass man androhte – und hier kommen zwei Versionen:

  1. seinen Bruder umzubringen, an dem Benedikt so hängt,
  2. Georg Ratzinger Kindesmissbrauch anzuhängen, der „natürlich kein Pädophiler ist“, so Barnhardt.

Der Schreiber dieser Zeilen (DSDZ) glaubt zwar auch, dass Benedikt zum Rücktritt erpresst wurde und immer noch erpresst wird. DSDZ glaubt aber, dass Benedikt einen kleinen, dreckigen Deal eingegangen ist, welcher ihm jetzt erlaubt in Europa herum zu jetten, dass aber Benedikt hauptsächlich mit seinen eigenen Missetaten erpresst wurde und die möglichen Taten seines Bruders eine untergeordnete Rolle spielten. Gehen wir aber die oben genannten Möglichkeiten durch. Diese beiden vorangestellten Annahmen, die Androhung etwas gegen seinen Bruder durchzuführen, setzen voraus, dass Benedikt ein äußerst altruistischer Mensch ist, der sich selbst und nebenbei auch das Papstamt für andere Menschen opfert, die ihm so wichtig sind. Zu diesen Menschen zählen aber nicht Katholiken, denn die sind ja unwichtig. Wir lassen diese Annahme oder auch andere Annahmen außen vor und versuchen nur die Taten Benedikts für ihn selbst oder gegen ihn selbst sprechen zu lassen. Verstehen Sie manchmal nicht, was vor sich geht, so beobachten Sie die Taten der Menschen, nicht ihre Worte, insbesondere bei Geistlichen, die gewohnt sind, schön, viel und manchmal gelehrt zu reden.


[1] https://www.barnhardt.biz/2020/07/01/rest-in-peace-monsignor-georg-ratzinger/ https://www.barnhardt.biz/2020/07/03/barnhardt-podcast-116-invincible-ignorance-is-inconceivable/

Tradition und Glauben – Angebot

7 Tage gratis lesen – testen Sie uns!

Monatsabo nur 19,99 € im Monat

Jahresabo nur 149,99 € im Jahr

Jetzt mit Print-Möglichkeit!

Besuchen Sie unseren Online-Shop

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: