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Heiligsprechung und ihr Prozess (6 von 6)

Analogie des Sakramentenspendung

Es stellt sich natürlich die Frage, warum man aus der übernatürlichen Sicht gesehen bei der Heiligsprechung sich der Form des Heiligsprechungsprozesses bedienen muss und warum Gott nicht eine automatische quasi Gnadenvermittlung in diesem Bereich zusicherte? Um diese Frage zu beantworten, muss man sich der Analogie der Sakramentenspendung bedienen. Damit ein Sakrament stattfinden kann (confecit sacramentum), müssen seine Materie und Form stimmen, ferner auch der Spender und seine Intention, die wir jetzt beiseitelassen. Würde die Sakramentenform wesentlich verändert werden, so zum Beispiel durch die Veränderung der Taufformel, so würde das Sakrament nicht stattfinden. Im Falle aber der Veränderung des Selig- oder Heiligsprechungsprozesses, der eine Form ist, bestimmt diese Formveränderung auch die Veränderung der Materie. Denn werden die Richtlinien für die Zeugenbefragung oder für die Feststellung eines Wunders geändert, dann können wir gar nicht wissen, was vorgefallen ist oder ob ein Wunder tatsächlich stattgefunden hat.

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