Tradition und Glauben

Hilary White, Den Ast absägen

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Geschrieben von  Hilary White am 30.12.2016

Vorschlag eines Neujahrs Mottos: Bewahre den Glauben, trotze dem Wahnsinn

Vor zwei Jahren hätte die Verwendung des Begriffs „Schisma“ in Bezug auf die Mätzchen des Vatikans Sie automatisch als Schismatiker oder Sedisvakantist gebrandmarkt. Nun wird es häufig und von fast jedem, einschließlich hoher Prälaten in Rom gebraucht. Das ist nicht deswegen so, weil die Kirche auseinanderfällt. Es ist nicht so, weil die Katholiken ihren Glauben verlieren. Es ist so, weil sie ihn (den Glauben) finden. Denn die Realitäten haben endlich begonnen, die falsche Propaganda der letzten fünf Jahrzehnte zu überwinden.

Da das Chaos und die Zerstörung der Bergoglianischen Abrissbirne weitergeht und fast täglich eskaliert, sehen wir immer mehr Studien des Kanonischen Rechts und der Theologie bezüglich der Frage: Ist es möglich, dass ein regierender Papst ein Schismatiker ist? Ich bin kein kirchenrechtlicher oder theologischer Gelehrter. Ich bin wirklich nur jemand, der weiß, wie man Fragen stellt. Also tue ich nicht so, als ob ich die Antworten auf diese Frage und alle anderen Fragen hätte, die logisch daraus erwachsen.

Aber ich bin eine getaufte und gefirmte Katholikin, und ich weiß, was der Glaube ist und was er nicht ist. Und ich weiß, was die drei Gesetze des Rationalen Denkens sind. Ich weiß, dass eine Aussage und ihr Gegenteil nicht gleichzeitig wahr sein können, ich weiß, dass es keinen dritten Mittelweg zwischen einer Aussage und ihrem Gegenteil geben kann, und ich weiß, dass ein Ding dasselbe, wie es selbst und anders als ein anderes ist, so dass A = A und nicht “Nicht A” ist.

Zusammengenommen machen diese Dinge es einfach zu verstehen, dass, wenn unser Herr sagt, jeder, der sich scheiden (zu lassen) und wieder zu heiraten versucht, ein Ehebrecher ist, und wenn die Kirche auf dieser Grundlage lehrt, dass diese Menschen nicht die heilige Kommunion empfangen können, jeder, der sagt, dass sie es können, falsch liegt. Ob er ehrlich irrt oder in Wirklichkeit ein ruchloser Übeltäter ist, der das Gewebe der Realität zerstört, ist mir egal. Er ist verkehrt und falsch (auf dem Holzweg), und wir können ihm nicht folgen, sei er ein Priester, ein Bischof, ein Kardinal, ein Papst oder ein Engel vom höchsten Himmel. Ja und Nein können nicht gleichzeitig dasselbe sein. Die Wirklichkeit ist so, wie sie ist. A = A

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Also, ich fürchte, ich werde etwas ungeduldig mit Menschen, die panisch sind. Wozu Panik machen? Wir kennen den Glauben. Wir wissen, was die Wirklichkeit ist.. Wir wissen, dass Gott nicht diejenigen verlässt, die ihm treu bleiben, obwohl die ganze Welt gegen sie ist. Nichts davon zählt.

Gleichfalls spielt es keine Rolle, wie es aussehen wird. Wie wird es aussehen, dieses Schisma, das Bergoglio und seine Freunde zur letzten Blüte treiben – das gleiche, das seit 50 Jahren sprießt und sprudelt? Was wird die Welt sagen, wenn eine kleine Gruppe von widerspenstigen „Ultrakonservativen“ eine Pressekonferenz einberuft, um zu erklären, dass Jorge Bergoglio das Papstamt verloren hat und dass jeder, der ihm folgt, nicht mehr im Einklang mit der einen heiligen katholischen und apostolischen Kirche steht? Es wird nahezu genauso wie jetzt aussehen.

Die Bergoglianische Sekte, wie wir sie dann nennen müssen, wird fortfahren, sich der Welt anzubiedern und wie die katholischen Kirchenmänner auf sie zu schauen. Sie werden weiterhin alle oder fast alle Immobilien und Sachwerte vom Vatikan bis zur Pfarrei okkupieren. Die ganze Welt und ihre Institutionen; die Medien, die Hochschulen, das internationale Finanzwesen und die Rechtsordnung, Organisationen wie die EU und die Vereinten Nationen, alle Nationen, die derzeit diplomatische Beziehungen mit dem Heiligen Stuhl haben, werden die Bergoglianische Sekte als katholischen Kirche ansehen.

Nichts davon spielt eine Rolle. Die Hülle einer Kirche, die äußerlich katholisch wirkt, aber ein Glaubensbekenntnis gegen Christus predigt, kann nicht die katholische Kirche sein. Das Wirkliche ist, was es ist; A=A. Ein Ding ist das, was es ist und nicht das gleiche, wie ein anderes. Zwei gegensätzliche Sachen können nicht gleichzeitig wahr sein. Ja kann nicht dasselbe sein wie Nein.

Viele viele Katholiken, die es de jure zurückweisen, die einem falschen Gott kein einziges Körnchen opfern wollen, müssen andere Orte finden, um zur Messe zu gehen. Sie müssen andere Konvente und Klöster finden, um darin zu leben oder müssen das religiöse Leben ganz aufgeben. Diejenigen, die nicht bereit sind, das religiöse Leben aufzugeben, müssen ohne Habit (Mönchskleidung Anm. d. Übers.) in gemieteten Häusern weitermachen. Seminaristen müssen andere Lebens- und Studienarrangements finden. Viele Priester müssen Wege finden, ihr Leben zu fristen, während sie ihren priesterlichen Pflichten nachgehen.

Sie werden schwierige Dinge zu tun haben, sie werden wirkliche Entbehrungen und Verluste erleiden, aber nicht irregehen. Aber für diese Leiden wurde uns schon eine ewige Herrlichkeit versprochen. Und für jede Person in dieser Art von Schwierigkeiten, gibt es eine Chance der Gnade für jemand anderen. Je mehr wir alle mit Schwierigkeiten konfrontiert werden, desto mehr können wir eingreifen und jedem anderen in einer realen und konkreten Weise helfen. Und desto mehr werden wir in authentischer christlicher Solidarität zusammengeschweißt.

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All diese Dinge geschahen schon einmal. Viele Male und vor gar nicht so langer Zeit. Ich kenne einen Mann, der in einem sowjetischen Staat ordiniert wurde, der für das Priestertum studierte, während er auf einem Kran in einer Drahtfabrik arbeitete, und seine Bücher unter seiner Jacke versteckte. Wir wissen, dass japanische Gläubige jahrhundertelang ihren Glauben priester- und klerikerlos bewahrten – sie hatten den Rosenkranz und erinnerten sich Unserer Lieben Frau. Sie hatten die Katechese, die mündlich weitergegeben wurde. Und sie erinnerten sich an ihre Märtyrer. Wir wissen, dass es chinesische Märtyrer gibt, beide weiß und rot, die gerade jetzt diese Dinge tun.

Der Glaube kann nicht sterben, weil der Gott, der starb, von den Toten auferstanden ist, den Tod für immer besiegt hat. Die Kirche kann nicht getötet werden. Die Menschen, die derzeit versuchen, sie zu töten, glauben das nicht, aber das ist auch nicht wichtig.

Die Leute haben mich gefragt haben, welchen Sinn es haben soll, dass ein Papst „ins Schisma geht“ oder ein „Schisma heraufbeschwört“ oder sogar ein formeller Ketzer zu sein. Und ich muss zustimmen, es scheint empörend und nahezu unmöglich zu sein. Für viele wurde dieser Gedanke schon logisch ausgeschlossen durch den Trugschluss des päpstlichen Positivismus: „Der Glaube kommt vom Papst, und was auch immer der Papst sagt, ist der Glaube, also …“ Aber es ist falsch.

Ich behaupte, dass dieses Pontifikat der Zerstörung nicht die katholische Kirche zerstört. Natürlich nicht. Aber es zerstört die falschen Konzeptionen, die falschen Trugschlüsse, die seit dem Ersten Vatikanischen Konzil heranwuchsen und jedermanns Glauben annagten. Der päpstliche Positivismus ist eine Art theologischer Krankheit in der modernen Kirche, der leider durch die Päpste selbst seit der Katastrophe des 2. Vatikanischen Konzils befeuert wurde. Wir alle orientierten uns an dem “rechtgläubigen” Johannes Paul II. um uns aus dem Trudeln der Kirche herauszuziehen. Und für viele, konfrontiert mit dem Bösen und oft eklatant ketzerischen Bischöfen, wurde der Papst der erste und letzte Garant des Glaubens. Es ist einfach zu sehen, wie das Problem wuchs. Aber hier und jetzt hört es auf. Für das Wohl der Seelen.

Die Leute klagen landauf landab: “Bergoglio zerstört die Kirche!” Aber das zeigt vielmehr das Fehlen des Glaubens der Klagenden. Nein, er tut es nicht. Er tut ein gutes Werk – die falschen Dinge zusammenzuschlagen. Die Gegenkirche, die alles hat, ausgenommen die Kirche Christi. Es ist eine feine Sache, das zu beobachten!

Er und alle seine Freunde haben sich entschieden, auf einem verrottenden Ast zu sitzen, einem Ast, der seit 50 Jahren tot und bereit ist, jederzeit zu fallen. Sie sägen energisch an ihm, und er wird mit Sicherheit bald abfallen. Inzwischen ist der Glaube immer noch der Glaube. Die Realität ist immer noch die Realität. Ja bedeutet nicht das Gleiche wie Nein. A = A.

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Der heilige Athanasius drückt es besser aus, als ich es jemals könnte:

„Möge Gott euch trösten! … Was euch traurig macht … ist die Tatsache dass andere die Kirche mit Gewalt okkupiert haben, während ihr in dieser Zeit draußen seid. Es ist eine Tatsache, dass sie die Immobilien und Räumlichkeiten haben – aber ihr habt den Apostolischen Glauben. Sie können unsere Kirchen okkupieren, aber sie sind außerhalb des wahren Glaubens. Ihr bleibt ausserhalb der Anbetungsorte, aber der Glaube wohnt in Euch. Lasst uns nachdenken: was ist wichtiger, der Ort oder der Glaube? Offensichtlich der wahre Glaube. Wer hat in diesem Kampf verloren und wer gewonnen – derjenige, der die Gebäude behält oder der, der den Glauben bewahrt? Wahrlich, die Gebäude sind gut, wenn der apostolische Glaube dort gepredigt wird, sie sind heilig, wenn alles dort in heiliger Weise geschieht…“

„Ihr seid diejenigen, die glücklich sind; Ihr, die Ihr durch euren Glauben in der Kirche bleibt, die an den Grundlagen des Glaubens festhalten, die aus der apostolischen Tradition kamen. Und wenn eine abscheuliche Eifersucht versucht hat, sie durch eine Reihe von Gelegenheiten zu erschüttern, war sie nicht erfolgreich. Sie sind diejenigen, die von ihnen (den Grundlagen des Glaubens Anm. d. Übers.) in der gegenwärtigen Krise abgefallen sind. Niemand jemals wird gegen Euren Glauben die Oberhand gewinnen, geliebte Brüder. Und wir glauben, dass Gott uns unsere Kirchen eines Tages wiedergeben wird!“

„Je heftiger und energischer sie versuchen, die Orte der Anbetung zu okkupieren, desto mehr trennen sie sich selbst von der Kirche. Sie behaupten, dass sie die Kirche repräsentieren, aber in Wirklichkeit sind sie diejenigen, die sich selbst aus der Kirche ausschließen und in die Irre gehen. Sogar wenn die Katholiken, die der Tradition glauben zu einer Handvoll zusammengeschrumpft sind, sind sie die wahre Kirche Jesu Christi.”

So bleibt nur noch zu fragen, was müssen wir tun? Und die Kirche hat für uns die gleiche Antwort, die sie immer gegeben hat: die Unwissenden belehren, den Zweifelnden raten, die Sünder ermahnen, Unrecht geduldig ertragen, Beleidigungen vergeben, die Betrübten trösten, für die Lebenden und die Toten beten.

Ist es wirklich so einfach? Wir sollen die Dinge, die wir immer gekannt haben, beachten?

Ja, es ist wirklich so einfach. Wenn Sie das nicht praktizieren, beginnen Sie jetzt damit. Wenn Sie es tun, tun Sie ein wenig mehr. Und es wird Ihnen jemand helfen zu beginnen oder ein bisschen mehr zu tun. Helfen Sie jemandem, den sie kennen, aufzuhören zu klagen und den päpstlichen Positivismus aufzugeben. Ehrlich gesagt gab es nie ein nützlicheres Pontifikat, um Möglichkeiten zur Lehre zu finden. Die Menschen sind erschüttert und aufgebracht und wir haben die Lösung.

Und es hat nie eine Zeit, in der Geschichte der Menschheit gegeben, in der die Informationen, die wir brauchen, zugänglicher war. Wir tragen alle ein Gerät mit uns herum, das uns Zugang zu der ganzen Lehre der Kirche, den Kirchenvätern, Gelehrten, Heiligen und Päpsten gibt. Alle von der Summa (Summa Theologiae von Thomas von Aquin Anm. d. Übers.) befindet sich gerade jetzt in Ihrer Tasche.

Aber vor allem, denke daran Gott für den Glauben zu danken, den er Dir gegeben hat, und in Dir befestigt. Es hätte leicht anders gewesen sein können.

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Das Original erschien in The Remnant: http://remnantnewspaper.com/web/index.php/articles/item/2962-sawing-off-the-branch

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