Tradition und Glauben

Hl. Alfons von Liguori – „Praktische Anweisung für Beichtväter“. (30) Fragen zum Sechsten und Neunten Gebot

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Bei dem Sechsten und Neunten Gebot werden auch Gedanken abgefragt, samt Zahl und Häufigkeit, was daraus schließen lässt, dass schon Gedanken als schwere Sünden angesehen werden. Denn ohne Gedanken gibt es keine Taten. Diese Ausführungen des hl. Alfons werden wohl jeden nachkonziliaren Moraltheologen in die Flucht schlagen, der von der „Freiheit des Gewissens“ und „sexueller Selbstbestimmung“ reden wird. Wenn wir uns aber fragen, wie Kinderpornographie im Rechner eines traditionellen Priesters wie Father James Jackson (FSSP) gefunden werden konnte, so lautet die Antwort:

„Dadurch, dass er zuerst überhaupt „unehrbare Dinge“ in seinen Gedanken zuließ, danach Dinger der besonderen Art, was schnell zur Sucht und zur Suche nach Verstärkung führte.“

Er wehrte nicht den Anfängen, obwohl er die Moraltheologie von hl. Alfons wohl kennen musste. Aber diese Regel gibt für alle. Man soll den Anfängen wehren, bevor sich Gedanken einnisten und auch Gedanken Taten werden. Interessanterweise hielten die einfachen Leute zur hl. Alfons Zeiten Ehebruch kaum für eine Sünde, „Hurerei“ also Sex mit Prostituierten oder einfach Casual Sex für weniger Sündhaft als „Notzucht“ also Vergewaltigung. Sie dachten wohl in den Kategorien des Strafrechts, denn Vergewaltigung war immer strafbar, Ehebruch nicht, einvernehmlicher Sex zwischen Erwachsenen auch nicht.

Dies erinnert uns auch an die Erklärung unserer lieben Geistlichen, die sexuelle Belästigung der Seminaristen durch ihren eigenen Bischof zum „einvernehmlichen Sex unter Erwachsenen“ erklären, da eine sexuelle Nötigung unter erwachsenen Männern schwer zu beweisen und im Gericht zu verfolgen ist. Man denkt also nicht in moraltheologischen Kategorien, sondern in Kategorien des Strafrechts oder auch anders, siehe Benedikts Einlassungen, wie es einem halt passt. Es ist wirklich schlimm, wenn das Strafrecht zu der ultimativen Norm der katholischen Moraltheologie wird, da alles andere entweder erlaubt ist oder unter den Teppich gekehrt wird.

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