"Anweisung für Beichtväter" Unser Archiv:

Hl. Alfons von Liguori – „Praktische Anweisung für Beichtväter“ oder Hilfe zur Selbsthilfe

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Da manche Monate fünf Mittwoche haben und wir dem Vorhaben des spirituellen Mittwochs treu bleiben wollen, so möchten wir mit der Publikation des Buches „Praktische Anweisung für Beichtväter“ von hl. Alfons von Liguori starten und diese Reihe anschließend immer am Freitag vorstellen, wenn wir mit Tapsell fertig sind. Die Beiträge über Skandale des Klerus werden zwar lieber gelesen, insbesondere dann, wenn Sie gratis sind, aber solch ein Klerus bietet keine guten Beichtväter, sodass wir auch hier zur Selbsthilfe greifen müssen. Ein polnischer Leser von DSDZ, der sich leider allzu gerne in der Opferrolle sieht, schlug neulich vor eine Art „Beichtkinderopferkreis“ zu gründen und zwar nicht für diejenigen, die bei der Beichte sexuell missbraucht oder belästigt worden sind, was leider häufig genug vorkommt, sondern für diejenigen, die nicht richtig beraten worden sind, was wohl für 90% bis 99% aller Beichtkinder zutrifft. Je höher Sie selbst in Ihrem spirituellen Leben fortgeschritten sind, desto kleiner ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie einen kompetenten Beichtväter finden. Jetzt mehr als je zuvor.

Da wir aber nicht in der Opferrolle verhaftet bleiben wollen, so lesen wird jetzt diejenigen Werke wie:

  • Kardinal Bona,
  • Pater Poulain SJ
  • hl. Alfons Maria Liguori

um uns dieses Wissen anzueignen, das unsere Beichtväter nicht haben, weil sie sich kaum diese Mühe machen wollen. Um ein guter Beichtvater zu sein, muss man:

  1. ein immenses Fachwissen im Bereich der Moraltheologie und Asketischen Theologie haben, welche leider nur in den dicken, lateinischen, vorkonziliaren Werken vorliegt,
  2. ein fortgeschrittenes spirituelles Leben führen,
  3. über eine gute Menschenkenntnis verfügen
  4. wissen, wie man die Menschen zu leiten oder zu manipulieren hat, damit sie das Richtige tun.

Menschen manipulieren? Darf man das überhaupt?

Mit „manipulieren“ meinen wir hier die Menschen so anzuleiten, dass sie etwas tun, was sie bei einer direkten Anweisung nicht getan hätten. Manipulieren eben. DSDZ ist zwar kein Beichtvater, aber er rät seit vielen Jahren vielen Menschen, hauptsächlich Frauen und ist dabei oft erfolgreich, obwohl die Leitung der Männer viel einfacher ist. Wenn sie sich schon melden, dann wollen sie wirklich eine Lösung. Punkt. Ist diese konkret, kurz und praktisch, dann wird sie gerne und dankbar angenommen. Bei Frauen ist es anders, denn die meisten wollen keine Lösung, sondern eine Bestätigung, dass

„sie die Gute, der Mann der Böse, ist, dass sie als Frau und Mutter wirklich immer und alles getan hat, um diese Familie zu retten“

Sichert man ihnen dies emotional zu, dann sind sie auch wirklich gewillt einige Anweisungen zu befolgen und irgendwann einmal auch ihre eigene Schuld im „Beziehungskrimi“ einzusehen. Frauen sind aber wirklich viel weniger lösungsorientiert als Männer. Sie wollen sich aussprechen, aussprechen und aussprechen und warten auf den Ritter auf dem weißen Pferd, der alles für sie richtet. Es kann aber durchaus sein, dass DSZD zu unsensibel, zu sachlich, zu harsch und zu wenig geduldig und empathisch ist, um Frauen richtig raten zu können. Dies sind aber die meisten Beichtväter auch, denn jemand, der freiwillig Frauenseelsorger ist, muss als verdächtig gelten, was die verschiedenen Missbrauchsfälle mehr als genug bewiesen haben.

Aber die natürlichen Gegebenheiten eines Beraters, Therapeuten, Coach, Psychologen oder Psychiaters sind gleich. Man muss in der Lage sein zuzuhören, zu analysieren, Lösungen anzubieten und zwar so, dass der Patient diese befolgt. Beim Beichtvater kommt noch die zusätzliche spirituelle Dimension hinzu, die Sicht der Dinge aus der Sicht Gottes, zu der nicht jeder fähig ist. Die meisten Novus Ordo Priester sind sehr nett, warmherzig, personen- und nicht lösungsorientiert, sie haben aber keine Ahnung von geistlichen Dingen und leider auch keinen Seeleneifer, d.h. den Eifer die Seelen in den Himmel zu führen. Hat der Pönitent auch keine Ahnung von den geistlichen Dingen, dann schadet es nicht, sondern ein Blindenführer führt einen anderen Blinden. Zwar in den Abgrund, langfristig gesehen, aber der Führer ist wenigstens nett. Bei der Wahl des Beichtvaters sollte man im Zweifelsfalle den Schroffen dem Netten vorziehen, ähnlich wie bei der Wahl der Ärzten. Die kompetenten sind meistens schroff und trocken, denn sie vertrauen in ihre Fachwissen, das sie auch haben. Die weniger kompetenten sind meistens sehr nett, weil sie ihr ganzes Leben durch das Nett-Sein ihr Unwissen ausgeglichen haben. Es gibt zwar auch nette und kompetenten, aber das ist die große Ausnahme. Die Netten haben mehr Patienten, die Schroffen machen schneller gesund.

In der Zeit der Franziskus-Ära der Pachamama-Kirche, der Apostasie, des Bischof Bätzing mit dem synodalen Wege, der Protestantenkommunion und der Segnung der Homo-Ehe haben wir wirklich keine Beichtväter und müssen uns all das Wissen selbst anlesen, um uns selbst leiten zu können. Sicherlich ist niemand „Richter in eigener Sache“ und man sollte lieber einen Anwalt aufsuchen, um sich rechtlich beraten zu lassen oder einen Arzt, um sich eine Behandlung zu unterziehen. Aber in der Not muss man selbst ran, denn Sie sind selbst für Ihr Seelenheil verantwortlich, liebe Leserin und lieber Leser. DSZD hatte vor einiger Zeit einige beunruhigende Beschwerden. Er stellte sich selbst eine Diagnose, dass dies alles stressbedingt sei, ging dennoch zu mehreren Fachärzten, um sich richtig untersuchen zu lassen.

Und was kam dabei raus?

Das er mit seiner Diagnose recht hatte, sodass er seiner eigenen Einschätzung glauben kann und sich zur Not auch selbst therapieren kann. Mit den Beichtväter hält er es genauso. Sollte er irgendwann mal einen guten finden, so wird er sich froh und dankbar an dessen Ratschläge halten, jetzt aber, in der Not (in necessitate) muss er selbst ran.

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