Tradition und Glauben

16. November: Fest der Jungfrau hl. Gertrud von Helfta

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Gertrud, zu Eisleben in Sachsen einem vornehmen Geschlechte entstammend, brachte im Alter von fünf Jahren im Benediktinerinnenkloster von Rodersdorf ihre Jungfräulichkeit und sich selbst Jesu Christo zum Opfer. Von dieser Zeit an wandte sie sich von den weltlichen Dingen vollständig ab, verlegte sich mit allem Eifer auf die Tugend und begann eine himmlische Lebensweise. Mit der weltlichen Wissenschaft verband sie die Kenntnis der göttlichen. Durch die Betrachtung derselben wurde sie immer heftiger zur Tugend entflammt und erreichte in kurzer Zeit die christliche Vollkommenheit. Von Christus und von den hehren Ereignissen seines Lebens redete sie häufig mit frommer Seelenstimmung, und einzig nach der Verherrlichung Gottes trachtend, bezog sie darauf alle ihre Wünsche und Handlungen. Obwohl sie aber mit vielen außergewöhnlichen Gaben der Natur und der Gnade ausgestattet war, kam sie sich selbst so minderwertig vor, daß sie unter den hervorragenden Wundern Gottes auch dieses erwähnte, daß er sie bei ihrer Unwürdigkeit in seinem Erbarmen am Leben erhalte.

Quelle: Erzpriester Stephan, Das kirchliche Stundengebet oder das römische Brevier, Bd. II, Regensburg 1927, 842 f.

Kirchengebet

O Gott, Du hast Dir im Herzen der heiligen Jungfrau Gertrud eine liebliche Wohnstätte bereitet; tilge in Deiner Milde um ihrer Verdienste und um ihrer Fürsprache willen die Makeln unseres Herzens und gib, daß wir uns der Gemeinschaft mit ihr erfreuen. Durch unser Herrn. Amen.

Wenn Sie o.a. Kirchengebet mit der Intention einer Ablassgewinnung beten, empfangen Sie einen Ablass, den Sie für sich selbst oder für die Armen Seelen verwenden können. (Enchiridion indulgentiarum (1999) Nr. 21 § 1: „Ein Teilablass wird einem Gläubigen gewährt, der an einem beliebigen Heiligentag, der im Kalender vermerkt wurde, zu Ehre dieses Heiligen fromm ein aus dem Messbuch entnommenes oder ein anderes rechtskräftig approbiertes Gebet verrichtet“) .

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