Instrumentum laboris Amazonas-Synode oder der bergoglianische Neusprech (1 von 5)

Der nachkonziliare Neusprech

DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) ist ein Kind des Kommunismus und er erinnert sich noch gut an den kommunistischen Neusprech, den er in der der Parteipresse (es gab keine andere) oder bei den übertragenen Parteitagen hörte. Ja, es sind Kindheitserinnerungen aus der Heimat. Er fand es schon damals komisch und unnatürlich, nahm aber an, dass manche Erwachsene halt so sprechen, wenn es amtlich wird. Für alle, die den Begriff „Neusprech“ (Newspeak) nicht kennen, sei hier erwähnt, dass es sich um einen Begriff aus dem Roman „1984“ von George Orwell handelt, der darin einen totalitären Staat darstellt. Eine Internetquelle stellt Neusprech gekonnt wie folgt dar:

Der Ausdruck Neusprech (englisch: Newspeak, in älteren Versionen als Neusprache übersetzt) bezeichnet eine Sprache, die aus politischen Gründen künstlich modifiziert wurde. Neusprech ist die eingeführte Amtssprache. Neusprech ist in drei Teile gegliedert.

Teil A umfasst die Alltags­sprache, die von jeder politischen und ideologischen Bedeutung frei sein sollte.

Teil B stellt das unabdingbare Minimum des ideologischen und politischen Wortschatzes dar.

Teil C ist mit Abstand der umfangreichste und beinhaltet die technischen und wissenschaftlichen Fachausdrücke.

Sie soll nach und nach die Alltagssprache (Altsprech) verdrängen und dient dazu, den Wortschatz zu reduzieren und so abgestuftes und schattiertes Denken zu unterbinden. Das zeigt der Satz “Altdenker unintusfühl Engsoz” im Kommentar der Parteizeitung in Neusprech. Die bestmögliche Übersetzung in Altsprech lautet: “Derjenige, dessen Weltanschauung sich vor der Revolution geformt hat, kann die Prinzipien des Englischen Sozialismus niemals in seiner letzten Tiefe erfühlen und verstehen.”

Über den kommunistischen Neusprech, der viel länger als der Nazi-Neusprech dauerte, sind Unmengen an Tinte vergossen worden. Man stellte natürlich fest, dass Menschen, die im Exil lebten: Exilrussen, Exilrumänen, Exilungarn etc. eine ganz andere Sprache sprachen also ihre Landleute in der Heimat, da die Exilsprache von Neusprech frei war. DSDZ lebte eine lange Zeit außerhalb von Deutschland, sodass sich sein Deutsch, da weitgehend unbenutzt, nicht so weiterentwickelte als ob er in Deutschland gelebt hätte. Dies betraf, so dachte er, die Bildungssprache als die Alltagssprache. In der Anfangszeit als DSDZ wieder in Deutschland lebte, dachte er, dass sein Deutsch zu schlecht sei, weil seine Ausdrucksweise, insbesondere im theologischen Bereich, ganz anders als die seiner deutschen Mittheologen war. DSDZ brauchte eine längere Zeit, um dahinter zu kommen, dass die Mittheologen lediglich ein theologisches Neussprech sprachen, wie er unter der Schirmherrschaft der DBK gepflegt und verbreitet wird, welcher eine unkatholische Ideologie widerspiegelt. Nehmen wir hier ein x-beliebiges Dokument der DBK als Beispiel, das nämlich zum „synodalen Weg“. Einer seiner Fragmente lautet wie folgt:

Deshalb wurde in Lingen ein Synodaler Weg beschlossen. Man war überzeugt: Die Kirche braucht ein synodales Voranschreiten. Papst Franziskus empfiehlt es. Auch die Kirche in Deutschland fängt dabei nicht am Nullpunkt an. Die „Gemeinsame Synode der Bistümer der Bundesrepublik Deutschland“ („Würzburger Synode“, 1971 bis 1975), die „Pastoralsynode der Katholischen Kirche in der DDR“ (1973 – 1975) und auch der Gesprächsprozess der vergangenen Jahre haben den Boden bereitet, auch für viele Herausforderungen von heute.

Kardinal Reinhard Marx erklärte in der Abschluss-Pressekonferenz der Lingener Vollversammlung, dass man beschlossen habe, „einen verbindlichen synodalen Weg als Kirche in Deutschland zu gehen, der eine strukturierte Debatte ermöglicht und in einem verabredeten Zeitraum stattfindet und zwar gemeinsam mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken. Wir werden Formate für offene Debatten schaffen und uns an Verfahren binden, die eine verantwortliche Teilhabe von Frauen und Männern aus unseren Bistümern ermöglichen. Wir wollen eine hörende Kirche sein. Wir brauchen den Rat von Menschen außerhalb der Kirche.“

Wir lesen diesen Text, wir finden ihn nichtsagend und die Augen fallen uns zu. Ein kirchlicher Neusprech eben. Bedenken wir aber, dass der Neusprech drei Ebenen besitzt:

Teil A umfasst die Alltags­sprache, die von jeder politischen und ideologischen Bedeutung frei sein sollte.

Teil B stellt das unabdingbare Minimum des ideologischen und politischen Wortschatzes dar.

Teil C ist mit Abstand der umfangreichste und beinhaltet die technischen und wissenschaftlichen Fachausdrücke.

Dies bedeutet, dass ein normaler und gar gebildeter Katholik nur die Ebene A erfasst, die meistens banal klingt. Man braucht ein ideologisches Insiderwissen, um die Ebene B zu erfassen und ein noch tieferes Eingeweihtenwissen, um zu merken, worum es eigentlich auf der Ebene C geht. Wir entziffern den o.a. DBK-Text, indem wir unsere Leseweise in Klammern anführen, denn beim Neusprech bedeuten die Texte immer etwas anderes als sie bedeuten, was auch das Prinzip des Okkultismus ist. Nur die Eingeweihten erkennen den eigentlichen Inhalt:

Deshalb wurde in Lingen ein Synodaler Weg [= Schisma] beschlossen. Man [der Antipapst Bergoglio, die Sodomitenbande im Vatikan und die ungläubigen DBK-Bischöfe, die immer weg von Rom wollten] war überzeugt: Die [Anti-]Kirche braucht ein synodales Voranschreiten [eine innere Zerstörung Richtung der protestantischen Sekten. Jede mit eigener Lehre und eigener Liturgie]. [Anti-]Papst Franziskus empfiehlt es [um auf diese Art und Weise die Einheit und die Katholizität der Kirche zu zerstören]. Auch die Kirche in Deutschland fängt dabei nicht am Nullpunkt an [da sie leider immer häretisch und antirömisch gewesen ist]. Die „Gemeinsame Synode der Bistümer der Bundesrepublik Deutschland“ („Würzburger Synode“ [antirömisches, schismatisches Bestreben], 1971 bis 1975), die „Pastoralsynode der Katholischen Kirche in der DDR“ [antirömisches, schismatisches Bestreben]  (1973 – 1975) und auch der Gesprächsprozess [DBK redet mit sich selbst, indem sie ihre Meinung auf die Räterepublik und die theologischen Fakultäten aufteilt. Natürlich alles zentral gesteuert] der vergangenen Jahre [eher Jahrzehnte] haben den Boden bereitet, auch für viele Herausforderungen [Probleme] von heute.

[Schweinshaxen-]Kardinal Reinhard Marx erklärte in der Abschluss-Pressekonferenz der Lingener Vollversammlung, dass man beschlossen habe [entgegen den Wünschen der Gläubigen, die nicht gefragt wurden], „einen verbindlichen [ob ihr wollt oder nicht] synodalen [schismatischen] Weg als Kirche in Deutschland zu gehen [die sich de facto im Schisma befindet], der eine strukturierte Debatte ermöglicht [die von oben durchorganisiert wurde] und in einem verabredeten Zeitraum stattfindet [die mit NGO und der Loge abgesprochen wurden] und zwar gemeinsam mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken [mit wem sonst?]. Wir werden Formate für offene Debatten schaffen [sodass keiner uns dagegenredet] und uns an Verfahren binden [die wir selbst entwerfen], die eine verantwortliche Teilhabe [wir wollen keine Priester mehr sein] von Frauen und Männern [alle gleichgeschaltet und unkatholisch] aus unseren Bistümern ermöglichen. Wir wollen eine hörende Kirche sein [auf unsere eigenen Bedürfnisse]. Wir brauchen den Rat von Menschen außerhalb der Kirche [Soros, UN, NGO und die Loge, die das steuern].“

Während die Sprache der Wissenschaft dazu dient, die Inhalte der jeweiligen Wissenschaft möglichst präzise wiederzugeben – daher sprechen Juristen, Mathematiker, Ingenieure und Kulturwissenschaftler anders -, dient der theologische Neusprech dazu die Inhalte des Glaubens zu verwischen. Die präziseste Theologiesprache ist die juristische Sprache der Scholastik, bei der ganz fest definiert ist, was X (z.B. Gott) bedeutet. Aber wirklich alle theologischen Begriffe wurden nach Vat. II „uminterpretiert“, d.h. verfälscht, sodass, wenn zwei katholische Theologen „Gott“ sagen, sie meistens etwas ganz anderes damit meinen. DSDZ kann sich denken, dass ein ganzer Stab von Jesuiten in der DBK sitzt, um sich solche Begriffe wie „synodaler Weg“, „Mitbestimmung“, „strukturierte Debatte“ auszudenken, welche das eigentliche Vorhaben der Häresie und des Schismas verdeckten. Es spielt praktisch wirklich keine Rolle, dass das nicht katholisch ist, weil kein Katholik in diese „Strukturen“ reingelassen wird oder es dort aushält, sodass „Katholizismus“ in Deutschland zu einem sozialen Konstrukt wird. Katholisch ist das, was die DBK im gegebenen Moment, der natürlich variieren kann, für katholisch hält.

Und genauso verhält es sich in Rom, was unter dem Antipapst Franziskus offensichtlich wird. Worte haben keine Bedeutung. Unter einem X steckt ein Y oder auch ein Z, je nach Lage. Es werden Unmengen an Papier vor, während und nach einer Synode produziert, welche etwas anderes umsetzt, als geplant war. So diente die Jugendsynode der „Synodalität“, weil dies ein angeblich ein Anliegen der Jugend gewesen ist. Man kann natürlich ein Instrumentum laboris zu der kommenden Amazonas-Synode durcharbeiten, wie es unlängst hier auf Spanisch und Italienisch, erschienen ist, aber bei der eigentlichen Synode, soviel wissen wir schon aus der Bergoglio-Herrschaft, wird:

  • etwas anderes verhandelt,
  • etwas anderes beschlossen,
  • etwas anderes in einem nachsynodalen Schreiben verabschiedet,
  • vornehmlich in einer Fußnote eines 320-Seiten langen Textes.

Ja, ja, der „Gott der Überraschungen“ oder der Teufel. Man kann sich also all diese Mühe auch sparen und etwas Sinnvolles tun.

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3 Gedanken zu „Instrumentum laboris Amazonas-Synode oder der bergoglianische Neusprech (1 von 5)

    1. Ja, ich weiß es ist anderen Haxen diskriminierend gegenüber. 🙂 Aber im Ernst, die Sünde der luxuria – Unzucht, kommt nicht allein, sie wird durch die Gula- Unmäßigkeit im Essen und Trinken, vorbereitet, wie alle spirituellen Schriftsteller schreiben. Wo kein Maß, da kein Maß und ich meine hier kein Maßkrug zur Schweinshaxe. Daher die Wichtigkeit des Fastens im spirituellen Leben.

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