Instrumentum laboris Amazonas-Synode oder der bergoglianische Neusprech (3 von 5)

Zölibat kein Dogma?

Das Argument, welches in diesem Kontext immer fällt, lautet:

Das kann man ändern. Das ist kein Dogma!

Das Argument ist falsch, denn das Dogma betrifft die Lehre, wie z.B. dass Gott dreifaltig ist. Die Tradition der Kirche besteht jedoch aus zweierlei: (1) der Lehre und (2) den überlieferten Handlungsweisen und auch nicht alles, was die Kirche glaubt und tut ist dogmatisiert, wie wir bereits schrieben. Es gibt lediglich 245 Dogmen der Kategorie de fide also der höchsten Verbindlichkeit auf 2000 Jahre der Kirchengeschichte, welche zum Beispiel das Gebot: „Du sollst nicht ehebrechen“ nicht umfassen. Darf man also ehebrechen? Nein. Warum nicht? Weil Gott es in den 10 Geboten geoffenbart, Christus es noch mehr eingeschränkt hat und die apostolische Tradition es uns bis heute oder eher bis Amoris Laetitia überliefert hat. Tradition ist also alles, was die Kirche dogmatisch glaubt und was sie moralisch tut. Die Zölibatsverpflichtung ist also eine apostolische Tradition, welche bislang nur von Häretikern (Reformation) und Konkubinariern (hier und jetzt) in Frage gestellt wurde.

Warum darf ein Priester keinen Sex haben?

Weil aus Sex Kinder resultieren, die man unterhalten muss. Weil Sex zu immer mehr Sex führt. Weil ein Priester wie eine Scheibe rein sein muss, um Gott durchscheinen zu lassen und auf diese Weise alles Wehen des Heiligen Geistes von den Einflüsterungen des Dämons unterscheiden zu können.

Keuschheit als Hauptvoraussetzung der Berufung und Religiosorum Institutio

Die Keuschheit ist die Hauptvoraussetzung einer Priesterberufung überhaupt. Die letzte vor-Vat.II-Instruktion über die Priester- und Ordensausbildung Religiosorum Institutio stellt fest (Nr. 30.3), dass ein Weihekandidat weder geweiht noch zu den ewigen Gelübden zugelassen werden darf, wenn er nicht wenigstens ein ganzes Jahr lang keusch gelebt hat, was fehlende Masturbation oder andere sexuelle Aktivitäten beinhaltet. Verstößt aber jemand während seiner Ausbildungszeit ständig gegen das Sechste Gebot, d.h. er kann nicht keusch leben, dann darf ihm die Lossprechung nur dann erteilt werden, wenn er sich verpflichtet das Seminar oder den Orden zu verlassen (Nr. 30.4). Kann jemand keine Keuschheit halten, dann hat er keine Berufung, wie klar die Punkte 29–31 dieser Instruktion darlegen. Sollte ein Priesteramtskandidat auch noch so herausragend sein (Nr. 29 d), hat er aber Probleme mit der Keuschheit, so darf er nicht einmal in das Kleine Seminar zugelassen werden (Nr. 30.1), ebenso wenig zum Noviziat oder Postulat. Hat jemand während seiner Seminar- oder Ordenszeit vor den ewigen Gelübden schwer gegen die Keuschheit verstoßen oder kann er mit „der Sünde in Einsamkeit“ nicht brechen (Nr. 30.1 und 2), dann muss er ausgewiesen werden. Denn die Erfahrung zeigt, dass Männer, die vor dem Seminar oder im Seminar nicht keusch leben konnten, dies ebenso wenig nach der Weihe tun. Es gibt wirklich Männer, die ohne Sex nicht leben können. Diese haben auch keine Priesterberufung und werden keine Priester. So einfach ist das. Es gibt aber auch Menschen, die keusch leben können. Diese können überhaupt Priester werden, weil ihre Natur es ihnen ermöglicht. Sollte jemand außer Stande sein sexuell treu zu sein, dann ist er oder sie auch unfähig eine Ehe einzugehen. Es ist nichts anderes. In der Ehe: kein Sex mit anderen, beim Priestertum: kein Sex überhaupt. Ja, es ist ein wachsender Schwierigkeitsgrad.

Warum haben wir nach Vat. II so viele Zölibatsverstöße?

  • Weil man die Instruktion Religiosorum Institutio nicht eingehalten hat.
  • Weil man die Falschen, sprich die Unkeuschen weihte.
  • Weil der Novus Ordo keine geistlichen Mittel bereithält, um keusch zu bleiben.
  • Weil so viele degenerierten, da sie kein geistliches Leben pflegten.

Wenn Sie einen Alkoholiker in einem Alkoholladen arbeiten lassen, dann sollten Sie sich nicht wundern, wenn die Alkoholvorräte schwinden. Wenn man Männer weihte, die niemals keusch lebten und die im Priesterseminar homosexuell waren oder wurden, dann sollte man sich nicht wundern, dass sie es nach der Weihe genauso trieben wie zuvor.

Falls uns jemand liest, der brav seine ehelichen (hoffentlich nur diese) Pflichten erfüllt und von der Kindheit abgesehen niemals keusch gelebt hat, dann versteht er es wahrscheinlich nicht, was das ganze soll oder wie es überhaupt möglich ist. Stellen Sie sich vor, Sie wollen Klettern, Wände ab der Skala 7 besteigen und die sog. Kamine klettern können. Sie wiegen aber 300 kg und können kaum gehen. Werden Sie klettern können? Nein. Aber der Zugang zu diesen Erfahrungen ist nicht gleichzeitig möglich. Entweder Sie wiegen 300 kg oder Sie klettern. Sie können von 300 kg zum Klettern kommen oder vom Klettern zu 300 kg, wenn Sie aber in dem einen oder dem anderen Zustand sind, ist das andere für Sie existentiell unvorstellbar.

Die spirituelle Dimension der Keuschheit

Man macht wirklich keine Fortschritte im übernatürlichen Leben, welches geistig und nicht fleischlich ist, wenn man Sex hat. Gott ist ein eifersüchtiger Gott (Deut 5,8) und der Hl. Geist will nur in einem reinen Körper weilen (Weish 1,4), damit er dort seine übernatürlichen Gaben verteilen kann. Man erhält keine übernatürlichen Gaben, wenn man keine Askese pflegt, welche die Keuschheit beinhaltet. Die Heiligen, welche allein durch ihre bloße Anwesenheit Dämonen vertrieben, Gedanken lesen konnten, die Gabe der Herzensschau hatten oder Kranke heilten, haben alle keusch gelebt. Nicht immer alle am Anfang des Wegs, aber sicherlich dann, als Gott durch sie übernatürlich wirken konnte. Denn die Aufgabe des Priesters besteht eigentlich darin einen besseren Draht zu Gott zu haben, aufgrund seiner persönlichen Heiligkeit, damit sein priesterlicher Leib eine gleichsam „materialisierte Heiligkeit“ darstellt, sodass die Sakramente, die er uns spendet auch rein sind. Ja, ja, so sollte es sein. DSDZ hat Kontakt zu einer Person, welche zu ihrem großen Leidwesen Schauungen über den Gnadenstand der Priester erfährt. Spendet ihr ein sündiger Priester die Kommunion, so spürt sie, dass der Leib des Herrn von einer dicken, schwarzen Dreckkruste umgeben ist, proportional zu der Sündigkeit dieses Priesters. Es ist natürlich schwierig diese Erfahrungen zu verifizieren, aber theologisch sind sie schon richtig, da das Sakrament auch bei einem Priester in Todsünde stattfindet, wenn die Form, die Materie und die Intention stimmen. Durch diese sündigen Priester bekommen wir alle weniger bis keine Gnade, dafür aber viel Dreck. Daher ist es verboten ohne Not die Sakramente zu empfangen. Wir haben leider diese Not, da angeblich 95% der Geistlichen in Deutschland irgendwann einmal das Zölibat bricht.

Wer will aber das Zölibat aufheben? Diejenigen, die dauernd dagegen verstoßen, also ca. 95% der Geistlichen in Deutschland, was man so liest. Die Sünde macht süchtig und je schwerer und sinnlicher eine Sünde ist, desto süchtiger macht sie. Ein Priester, der das Zölibat bricht, begeht mehrere Sünden auf einmal und zwar die Sünde:

  1. der Unzucht, besonders schwer, wenn es Sodomie oder Kinderschändung ist,
  2. des Treuebruchs, denn man ist mit der Braut – Kirche geistig verheiratet,
  3. des Wortbruchs dem Bischof gegenüber, dem man ein Zölibatsversprechen geleistet hat,
  4. der Inzucht, denn der Priester ist der geistliche Vater einem jeden Gläubigen oder gar Menschen gegenüber,
  5. des Sakrilegs, weil der eigene Leib geheiligt ist und Christus gehört. Man ist ein geweihtes Gefäß.

Sollten Sie auch nur eine schwere Sünde begangen haben, dann wissen Sie, wie sehr Sie diese nach unten zieht und immer nach mehr schreit. Daher werden diese Priester sexsüchtig, was leider sehr oft bei Heterosexuellen der Fall ist, insbesondere aber dann, wenn sie homosexuell sind. Dann hält sie nichts mehr, sie wollen es immer wieder tun, weil sie an den weiteren Sakrilegien eine diabolische Freude empfinden, siehe der Pennsylvania Report. In diesem Zustand gleicht solch ein Priester einem Dämon, wie richtig Ann Barnhardt schreibt. Dies gibt aber auch der hl. Bernhardt von Clairvaux an, indem er auf der zwölften Stufe des Stolzes die Sucht des Sündigens beschreibt:

Man kann also die zwölfte Stufe des Stolzes die Sucht des Sündigens nennen, auf welcher die Gottesfurcht stirbt und die Verachtung [Gottes] geboren wird. (Über die Stufen der Demut und des Stolzes, Nr. 52)

Und so sollen wir uns die Verantwortlichen für die Amazonas-Synode vorstellen. Sie wollen nicht nur persönlich immer mehr sündigen, sie wollen auch alles entweihen und die Sünde zur Tugend umetikettieren.

Wie macht man das?

  1. Man ruft eine Synode aus über ein Land, das keiner kennt.
  2. Es ist nicht mal ein Land, sondern eine Region.
  3. Man argumentiert gutmenschlich und politisch korrekt.
  4. Weil kein Mensch weiß, wie diese „indigenen Völker“ (kein Indianer, natürlich!) leben und was sie brauchen, so kann man ihnen alles Mögliche unterschieben.
  5. So wird die berühmte Einzelfalllösung („Die Amazonas-Indianer haben keine Priester, also lasst uns verheiratete Männer weihen oder gleich das Zölibat aufheben!“) auf die gesamte Kirche ausgebreitet.
  6. Das Priesterzölibat fällt also deswegen, weil ein Amazonas-Indianer täglich zur Messe möchte, es aber wegen des Priestermangels nicht tun kann.

Na, ist das nicht schlau gedacht?

Jeder Vorwand ist doch recht. Dazu muss man sagen:

  1. Diese Situation im Amazonas-Gebiet dauert schon mindestens seit 500 Jahren und keiner wollte bisher verheiratete Männer weihen.
  2. Wenn die Amazonas-Indianer so sehr an der Messe hängen würden, dann gäbe es Priesterberufungen.
  3. Die Sonntagspflicht gilt dort, wo sie machbar ist.
  4. Kommunionempfang, anders als Taufe und Bewahrung der Taufgnade, ist nicht heilsnotwendig.
  5. Es gibt die geistliche Kommunion für diejenigen, die im Gnadenstand sind.
  6. Der Kirche nach Vat. II ist es nicht gelungen irgendjemanden zu missionieren, warum sollte es in Amazonas-Gebiet anders sein?

Die armen „indigenen Völker“ des Amazonas-Gebiets dienen bloß als Vorwand, damit diabolische Narzissen weiterhin Sakrilegien betreiben können, diesmal offiziell und institutionalisiert. So einfach ist es.

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