Instrumentum laboris Amazonas-Synode oder der bergoglianische Neusprech (4 von 5)

Instrumentum laboris 124-127 und Sacrosanctum concilium

Nach der vorangestellten Einführung wenden wir uns nun der Analyse des Instrumentum laboris widmen, indem wir im Auge behalten, dass es ein Neusprech-Dokument ist, welches auf der Ebene C etwas anderes behauptet, was die Ebene A anführt. Wir verwenden hier die englische Übersetzung von lifesite.news, die wir selbst ins Deutsche übertragen haben. Es handelt sich um die zwei umstrittensten Kapitel, bei welchen auffällt, dass sie nur Vatikanum II und Bergoglios eigene Enzyklika Evangelium Gaudii zitieren. Obwohl es wirklich eintönig wird es immer wieder zu wiederholen: Alles fing mit Vat. II an, insbesondere mit Sacrosanctum Concilium, welches das Primat der Kultur vor die Lehre der Kirche stellte. In SC 36 heißt es doch tatsächlich:

  1. In den Dingen, die den Glauben oder das Allgemeinwohl nicht betreffen, wünscht die Kirche nicht eine starre Einheitlichkeit der Form zur Pflicht zu machen, nicht einmal in ihrem Gottesdienst; im Gegenteil pflegt und fördert sie das glanzvolle geistige Erbe der verschiedenen Stämme und Völker; was im Brauchtum der Völker nicht unlöslich mit Aberglauben und Irrtum verflochten ist, das wägt sie wohlwollend ab, und wenn sie kann, sucht sie es voll und ganz zu erhalten. Ja, zuweilen gewährt sie ihm Einlaß in die Liturgie selbst, sofern es grundsätzlich mit dem wahren und echten Geist der Liturgie vereinbar ist.

 Dieser Punkt ist wie vieles bei Vat. II widersprüchlich, denn man darf zwar „das glanzvolle geistige Erbe der verschiedenen Stämme und Völker“ übernehmen, wenn es „nicht unlöslich mit Aberglauben und Irrtum verflochten ist“. Da es sich aber um eine heidnische Kultur handelt, so ist doch fast alles mit „Aberglauben und Irrtum verflochten“, weil alle Bereiche des Lebens dem Götzen- oder Götterkult unterworfen sind, was man bis 1962 aus der missionarischen Praxis der Kirche kannte. Die Kirche brauchte fast die ganze Zeit bis zur Neuzeit um den europäischen Völkern das Heidentum aus dem Alltag auszutreiben. Aber es ist doch etwas anderes, irgendwelche germanischen oder gallischen Riten durchzuführen, um beispielsweise die Regenwürmer zu vertreiben oder heidnische Riten in die Liturgie selbst einzuführen. Denn dieses hat es wirklich nicht bis Vat. II gegeben! Im Messbuch sehen wir zum Beispiel die Einflüsse der gallikanischen Liturgie, der karmelitischen oder des ambrosianischen Ritus, aber es sind Riten der Kirche. Keine Riten des Heidentums. Mit SC 37 zog aber die Trommel in die Liturgie ein, welche aus erlegten Häuten von Stammesfeinden hergestellt und vom Zauberer dazu verwendet wurde die Regendämonen anzurufen. Leider hat Johannes Paul II auf seinen Afrikareisen diesen Stammesriten sehr gefrönt. Was also SC 37 möglich machte, legt jetzt das Instrumentum laboris fest. Wir stellen den Originaltext als A-Ebene des Neusprech fest und dann bearbeiten wir es mit grün, damit wir wissen, worum es geht.

Originaltext:

Kapitel III

DIE FEIER DES GLAUBENS: EINE INKULTURIERTE LITURGIE

„Evangelisierung mit Freude wird in der Liturgie zur Schönheit, als Teil unseres täglichen Bemühens, Güte zu verbreiten“ (EG, 24)

  1. Sacrosanctum Concilium (vgl. 37-40, 65, 77, 81) schlägt vor, die Liturgie unter den indigenen Völkern zu inkulturieren. Die kulturelle Vielfalt bedroht sicherlich nicht die Einheit der Kirche, sondern drückt ihre wahre Katholizität aus und zeigt die „Schönheit ihres vielfältigen Gesichts“ (EG 116). Das ist der Grund, warum „wir mutig genug sein müssen, neue Zeichen und Symbole zu entdecken, neues Fleisch, um das Wort zu verkörpern und zu kommunizieren, und verschiedene Formen von Schönheit, die in verschiedenen kulturellen Umgebungen geschätzt werden…“ (EG 167). Ohne diese Inkulturation kann die Liturgie auf ein „Museumsstück“ oder das „Eigentum einiger Auserwählter“ reduziert werden (EG 95).
  2. Die Feier des Glaubens muss durch Inkulturation stattfinden, damit sie Ausdruck der eigenen religiösen Erfahrung und des Bandes der Gemeinschaft sein kann, das ihn feiert. Eine inkulturierte Liturgie wird auch ein Resonanzboden für die Kämpfe und Bestrebungen der Gemeinschaften sein und ein transformierender Impuls für ein „Land ohne Übel“.

Vorschläge:

  1. Folgendes sollte beachtet werden:

a) In Bezug auf die Riten, Symbole und Arten der Feier indigener Kulturen im Kontakt mit der Natur, die in das liturgische und sakramentale Ritual integriert werden müssen, ist ein Prozess der Unterscheidung erforderlich. Es ist notwendig, aufmerksam zu sein, um die wahre Bedeutung von Symbolen zu erfassen, die die rein ästhetische und folkloristische, insbesondere in der christlichen Initiation und Ehe, überschreiten. Es wird empfohlen, dass die Feierlichkeiten mit eigener Musik und Tänzen, unter Verwendung einheimischer Sprachen und Kleidung, im Einklang mit der Natur und mit der Gemeinschaft stattfinden. Eine Liturgie, die auf ihre eigene Kultur eingeht, um Quelle und Höhepunkt ihres christlichen Lebens zu sein (vgl. SC 10) und mit ihren Kämpfen, Leiden und Freuden verbunden zu sein.

b) Die Sakramente müssen eine Lebensquelle und ein allen zugängliches Heilmittel sein (vgl. EG 47), insbesondere den Armen (vgl. EG 200). Wir sind aufgefordert, die Starrheit einer Disziplin zu überwinden, die ausschließt und entfremdet, und pastorale Sensibilität zu üben, die begleitet und integriert (vgl. AL 297, 312).

c) Gemeinden haben Schwierigkeiten, die Eucharistie häufig zu feiern, weil es an Priestern mangelt. „Die Kirche zieht ihr Leben aus der Eucharistie“ und die Eucharistie baut die Kirche auf. Anstatt die Gemeinden ohne Eucharistie zu verlassen, müssen die Kriterien für die Auswahl und Vorbereitung der zur Feier der Eucharistie ermächtigten Minister geändert werden.

d) In Übereinstimmung mit einer „soliden Dezentralisierung“ der Kirche (vgl. EG 16) fordern die Gemeinden, dass die Bischofskonferenzen den eucharistischen Ritus an ihre Kulturen anpassen.

e) Die Gemeinschaften fordern eine größere Wertschätzung, Begleitung und Förderung der Frömmigkeit, mit der die armen und einfachen Menschen ihren Glauben durch Bilder, Symbole, Traditionen, Riten und andere Sakramentalien zum Ausdruck bringen. All dies geschieht durch Gemeindeverbände, die verschiedene Veranstaltungen wie Gebete, Wallfahrten, Besuche von Heiligtümern, Prozessionen und Festivals zur Feier des Schutzheiligen organisieren. Dies ist ein Beweis für Weisheit und Spiritualität, die einen wirklichen theologischen Ort mit großem Evangelisierungspotential bilden (vgl. EG 122-126).

Die Auflösung:

Kapitel III

DIE FEIER DES GLAUBENS: EINE INKULTURIERTE LITURGIE

„Evangelisierung mit Freude wird in der Liturgie zur Schönheit, als Teil unseres täglichen Bemühens, Güte [keinen Gott also, man hält es unverbindlich] zu verbreiten“ (EG, 24)

  1. Sacrosanctum Concilium (vgl. 37-40, 65, 77, 81) schlägt vor, die Liturgie unter den indigenen Völkern zu inkulturieren [SC wusste noch nichts von „indigenen Völkern“]. Die kulturelle Vielfalt [welche den überragenden Wert der katholischen Lehre gegenüber bildet] bedroht sicherlich nicht die Einheit der Kirche [tut es doch ars orandi = ars credendi], sondern drückt ihre wahre Katholizität aus und zeigt die „Schönheit ihres vielfältigen Gesichts“ [ein Bergoglio-Ausdruck, in katholischer Theologie unbekannt] (EG 116). Das ist der Grund, warum „wir mutig genug sein müssen, neue Zeichen und Symbole zu entdecken, neues Fleisch, um das Wort zu verkörpern und zu kommunizieren, und verschiedene Formen von Schönheit, die in verschiedenen kulturellen Umgebungen geschätzt werden…“ (EG 167) [wenn sich aber alles ändert, dann bleibt nichts beständig]. Ohne diese Inkulturation kann die Liturgie auf ein „Museumsstück“ [was man ihr nach 1962 nicht vorwerfen kann] oder das „Eigentum einiger Auserwählter“ reduziert werden (EG 95).
  2. Die Feier des Glaubens [Liturgie ist keine „Feier des Glaubens“ sondern ein Kult, der Gott dargebracht wird] muss durch Inkulturation stattfinden [muss er nicht, sonst ist er immer verschieden, wie bei den Protestanten], damit sie Ausdruck der eigenen religiösen Erfahrung [die immer individuell ist] und des Bandes der Gemeinschaft sein kann, das ihn feiert [man „feiert“ nicht, es ist kein Bierzelt]. Eine inkulturierte Liturgie wird auch ein Resonanzboden für die Kämpfe [Liturgie führt also zum Kampf? Weil sie überall anders ist.] und Bestrebungen der Gemeinschaften sein und ein transformierender Impuls für ein „Land ohne Übel“ [Ein neuer Messianismus? Himmel auf Erden? Erfüllung des Sozialismus im Dschungel?].

Vorschläge:

  1. Folgendes sollte beachtet werden:

a) In Bezug auf die Riten, Symbole und Arten der Feier indigener Kulturen im Kontakt mit der Natur, die in das liturgische und sakramentale Ritual integriert werden müssen, ist ein Prozess der Unterscheidung [das bedeutet nach Bergoglio „alles geht“, wenn es zur Sünde führt, siehe Amoris Laetitia] erforderlich. Es ist notwendig, aufmerksam zu sein, um die wahre Bedeutung von Symbolen zu erfassen [die dämonisch und heidnisch sind], welche das rein Ästhetische und Folkloristische überschreiten, insbesondere im Bereich der christlichen Initiation und der Ehe [es kann also auch zu viel des Guten geben, interessant]. Es wird empfohlen, dass die Feierlichkeiten mit eigener Musik und Tänzen, unter Verwendung einheimischer Sprachen und Kleidung, im Einklang mit der Natur und mit der Gemeinschaft stattfinden [sodass sich das Katholische vom Heidnischen nicht unterscheidet. Wozu Bekehrung?]. Eine Liturgie, die auf ihre eigene Kultur eingeht [Liturgie soll auf Gott eingehen], um Quelle und Höhepunkt ihres christlichen Lebens zu sein (vgl. SC 10) und mit ihren Kämpfen, Leiden und Freuden verbunden zu sein.

b) Die Sakramente müssen eine Lebensquelle und ein allen zugängliches Heilmittel sein (vgl. EG 47), insbesondere den Armen [Arme sind keine theologische Kategorie. Todsünder hingegen schon.] (vgl. EG 200). Wir sind aufgefordert, die Starrheit einer Disziplin zu überwinden, die ausschließt und entfremdet [aha], und pastorale Sensibilität zu üben, die begleitet und integriert (vgl. AL 297, 312) [also „alles geht“].

c) Gemeinden haben Schwierigkeiten, die Eucharistie häufig zu feiern, weil es an Priestern mangelt [Aber Messe ist höchstens sekundär eine „Veranstaltung der Gemeinde“]. „Die Kirche zieht ihr Leben aus der Eucharistie“ und die Eucharistie baut die Kirche auf [wenn sie würdig gefeiert und Würdigen gereicht wird. Sonst ist es schwere Sünde und Sakrileg]. Anstatt die Gemeinden ohne Eucharistie zu verlassen, müssen die Kriterien für die Auswahl und Vorbereitung der zur Feier der Eucharistie ermächtigten Diener geändert werden [Müssen sie nicht. Würden die „Gemeinden“ wirklich katholisch leben, so würden sich dort Berufungen finden. Sie leben nicht katholisch, keine Berufungen, in Deutschland wie im Amazonas-Gebiet].

d) In Übereinstimmung mit einer „soliden Dezentralisierung“ [wachsendes Schisma] der Kirche (vgl. EG 16) fordern die Gemeinden [tun sie nicht, das tut Bergoglio, Amazonas-Indianer haben anderes zu tun], dass die Bischofskonferenzen den eucharistischen Ritus an ihre Kulturen anpassen [ Vat. II reichte also nicht?].

e) Die Gemeinschaften fordern [tun sie nicht] eine größere Wertschätzung, Begleitung und Förderung der Frömmigkeit [der katholischen oder einer anderen?], mit der die armen und einfachen Menschen [ja, ja, das hasenspickende Mütterchen von Amazonas] ihren Glauben durch Bilder, Symbole, Traditionen, Riten und andere Sakramente zum Ausdruck bringen [aber sie sollen den Glauben der katholischen Kirche zum Ausdruck bringen und nicht ihren eigenen Glauben]. All dies geschieht durch Gemeindeverbände [hört sich sehr durchstrukturiert deutsch an], die verschiedenen Veranstaltungen wie Gebete, Wallfahrten, Besuche von Heiligtümern, Prozessionen und Festivals zur Feier des Schutzheiligen organisieren. Dies ist ein Beweis für Weisheit und Spiritualität, die einen wirklichen theologischen Ort mit großem Evangelisierungspotential bilden (vgl. EG 122-126).

Sharing is caring!

Kommentar verfassen