Instrumentum laboris Amazonas-Synode oder der bergoglianische Neusprech (5 von 5)

Instrumentum laboris 127 – 129

In dem Punkt 127 stechen zwei Begriffe ins Auge. Der eine ist Kosmovision, welche Teilhard de Chardin auf den Plan ruft, der andere, in der englischen Übersetzung emerge – welche an die Emergenz denken lässt. Teilhard de Chardin wurde zurecht verurteilt, unter anderem deswegen, weil er meinte, dass die Welt durch die Evolution und Emergenz sich automatisch vergöttlicht und dem Punkt Omega – Christus – entgegen wächst. Ganz automatisch, von allein, von pantheistischer und panentheistischer Gottheit beseelt. Teilhard fasst es natürlich eleganter, verschwommener und literarischer, aber im Grunde genommen ist es das Konzept einer fernöstlichen Allgottheit, die überall „gottet“. Der reine Pantheismus als solcher wurde von der Kirche mehrmals geächtet (DH 2842, 2846, 2901), aber er stellt auch das Fundament des Modernismus dar, was sehr deutlich in Pascendi (1907) wird. Weil es überall „gottet“, so haben alle Menschen ein „religiöses Bewusstsein“, welches sich nur den Begriffen nach, also rein nominal, unterscheidet. Sie nennen es die „vitale Immanenz“:

[…] der positive [Teil der Lehre der Modernisten Red.] besteht, wie sie sagen, in der v i t a l e n Imma n e n z . […] Die Religion – ob sie natürlich ist oder über der Natur – muß wie jedwede Tatsache eine Erklärung zulassen. Die Erklärung aber wird, […]  außerhalb des Menschen vergeblich gesucht. Sie ist also im Menschen selbst zu  suchen: und weil die Religion eine bestimmte Form des Lebens ist, ist sie ganz im Leben des Menschen zu finden. […] die Religion – ist nun gleichsam die erste Regung aus einem Bedürfnis bzw. einem Drang herzuleiten: die Anfänge aber, wenn wir über das Leben genauer reden wollen, sind in einer Regung des Herzens zu sehen, die Gefühl genannt wird. Deshalb ist, da Gott der Gegenstand der Religion ist, zwangsläufig zu schließen, daß der Glaube, der der Anfang und die Grundlage jedweder Religion ist, in einem innersten Gefühl liegen muß, das aus einem Bedürfnis nach Göttlichem erwächst. Da dieses Bedürfnis nach Göttlichem nun nur unter bestimmten und geeigneten Umständen gespürt wird, kann es aus sich nicht zum Bereich des Bewußtseins gehören; es liegt aber zunächst unterhalb des Bewußtseins verborgen, bzw., wie sie mit einem von der modernen Philosophie entlehnten Wort sagen, im Unterbewußtsein.…(DH 3477)

Es ist doch eine genaue Anwendung der Lehre von der „vitalen Immanenz“, wenn das Instrumentum laboris von der „Kosmovision der Eingeborenen“ berichtet. Die Eingeborenen haben also eine „Kosmovision“. Na und? Was hat das mit dem Christentum zu tun? Gar nichts. Eine Kosmovision hatten die Babylonier, Assyrer, Römer und Griechen, welche alle missioniert wurden, damit sie den Gott den Schöpfer nicht mit den Geschöpfen vermengen. Aber dieser „Kosmovision“ soll jetzt alles untergeordnet werden, damit das Priesterzölibat fällt. So, so. Lesen wir wieder den Originaltext und anschließend seine Auflösung durch.

Originaltext:

KAPITEL IV

DIE ORGANISATION DER GEMEINSCHAFTEN

„Es ist fair anzuerkennen, dass ermutigende Initiativen auftauchen (emerge) von Ihren eigenen lokalen Gegebenheiten und von Ihren Organisationen“

 (Ansprache von Papst Franziskus, 19. Januar 2018)

Die Kosmovision der Eingeborenen

  1. Die Kirche muss in den Kulturen des Amazonas inkarniert sein, die einen ausgeprägten Sinn für Gemeinschaft, Gleichheit und Solidarität haben – und deshalb wird der Klerikalismus nicht in all seinen Formen akzeptiert. Die Ureinwohner haben eine reiche Tradition der sozialen Organisation, in der die Autorität wechselseitig ist und einen tiefen Sinn für Dienst hat. Angesichts dieser Organisationserfahrung wäre es angebracht, den Gedanken zu überdenken, dass die Ausübung der Gerichtsbarkeit (Regierungsgewalt) in allen Bereichen (sakramental, justiziell, administrativ) und auf dauerhafte Weise mit dem Sakrament der Heiligen Weihe verbunden sein muss.

Geografische und pastorale Entfernungen

  1. Zusätzlich zu der Vielzahl von Kulturen im Amazonasgebiet stellen Entfernungen eine ernsthafte pastorale Herausforderung dar, die nicht allein mit mechanischen und technologischen Mitteln gelöst werden kann. Geografische Entfernungen führen zu kulturellen und pastoralen Entfernungen; Daraus folgt, dass ein „pastoraler Besucherdienst“ einem „pastoralen Anwesenheitsdienst“ weichen muss. Dies erfordert, dass die Ortskirche in all ihren Dimensionen umgestaltet wird: Ministerien, Liturgie, Sakramente, Theologie und soziale Dienste.

Vorschläge:

  1. Die folgenden Vorschläge der Gemeinden erinnern an Aspekte der frühen Kirche, als sie auf Bedürfnisse reagierte, indem sie geeignete Dienste einrichtete (vgl. Apostelgeschichte 6: 1-7; 1. Timotheus 3: 1-13):

a. Neue Dienste sollen effektiver auf die Bedürfnisse der Völker des Amazonas reagieren:

  1. Förderung der Berufung indigener Männer und Frauen, um auf die Notwendigkeit einer pastoralen und sakramentalen Betreuung zu reagieren. Ihr kritischer Beitrag besteht in der Bewegung hin zu einer authentischen Evangelisierung aus indigener Sicht gemäß ihren Bräuchen und Traditionen. Es geht um indigene Völker, die den indigenen Völkern mit profunden Kenntnissen ihrer Kultur und Sprache predigen und in der Lage sind, die Botschaft des Evangeliums mit der Stärke und Wirksamkeit derjenigen zu kommunizieren, die ihren eigenen kulturellen Hintergrund haben. Es ist notwendig, von einer „Kirche, die besucht“ zu einer „Kirche, die bleibt“, zu wechseln, die Diener begleitet und anwesend ist, die aus ihren eigenen Bewohnern hervorgehen.

  2. In der Überzeugung, dass das Zölibat ein Geschenk für die Kirche ist, wird gebeten, in den entlegensten Gebieten der Region die Möglichkeit einer Priesterweihe für Älteste, vorzugsweise indigene, zu prüfen, die von ihrer Gemeinde respektiert und akzeptiert werden. Auch wenn sie möglicherweise bereits eine etablierte und stabile Familie haben, um die Sakramente zu gewährleisten, die das christliche Leben begleiten und unterstützen.

  3. Identifizieren Sie die Art des amtlichen Amtes, das Frauen übertragen werden kann, unter Berücksichtigung der zentralen Rolle, die sie heute in der Amazonas-Kirche spielen.

 

Unsere Übertragung:

KAPITEL IV

DIE ORGANISATION DER GEMEINSCHAFTEN

„Es ist fair anzuerkennen, dass ermutigende Initiativen auftauchen von Ihren eigenen lokalen Gegebenheiten und von Ihren Organisationen“ [wenn Bergoglio es sagt, dann sind es keine eigenen Initiativen, sondern vom jetzigen Vatikan fremdgesteuert]

 (Ansprache von Papst Franziskus, 19. Januar 2018)

Die Kosmovision der Eingeborenen [Teilhard ick hör dir trapsen]

  1. Die Kirche muss in den Kulturen des Amazonas inkarniert sein [Muss sie das? Wenn sie „inkarniert“ ist, dann braucht sie nicht zu missionieren, denn es sind heidnische Kulturen. Nicht mal zu eigenen Priestern haben sie es gebracht.], die einen ausgeprägten Sinn für Gemeinschaft, Gleichheit und Solidarität haben – und deshalb wird der Klerikalismus [das bergoglianische Buzzwort] nicht in all seinen Formen akzeptiert. Die Ureinwohner haben eine reiche Tradition der sozialen Organisation [hatten alle missionierten Völker und Kulturen], in der die Autorität wechselseitig ist und einen tiefen Sinn für Dienst hat. Angesichts dieser Organisationserfahrung wäre es angebracht, den Gedanken zu überdenken, dass die Ausübung der Jurisdiktion (Regierungsgewalt) in allen Bereichen (sakramental, justiziell, administrativ) und auf dauerhafte Weise mit dem Sakrament der Heiligen Weihe verbunden sein muss. [Also im Klartext: Weil sich die Heiden selbst organisieren können, brauchen sie keine Priester. Logisch oder?]

Geografische und pastorale Entfernungen

  1. Zusätzlich zu der Vielzahl von Kulturen im Amazonasgebiet stellen Entfernungen eine ernsthafte pastorale Herausforderung dar [gab es in Europa nach der Völkerwanderung auch. Ebenso am Anfang der Kirche], die nicht allein mit mechanischen und technologischen Mitteln gelöst werden kann. Geografische Entfernungen führen zu kulturellen und pastoralen Entfernungen; Daraus folgt, dass ein „pastoraler Besucherdienst“ einem „pastoralen Anwesenheitsdienst“ weichen muss [wenn es Laien machen, dann ist es nicht pastoral]. Dies erfordert, dass die Ortskirche in all ihren Dimensionen umgestaltet: Ministerien, Liturgie, Sakramente, Theologie und soziale Dienste. [Im Sowjetreich haben Katholiken jahre- oder jahrzehntelang keinen Priester gesehen. Niemand hat das Zölibat aufgehoben.]

Vorschläge:

  1. Die folgenden Vorschläge der Gemeinden erinnern an Aspekte der frühen Kirche, als sie auf Bedürfnisse reagierte [die frühe Kirche reagierte nicht auf „Bedürfnisse“, sondern auf den Heiligen Geist. Die Mission war im Vordergrund.], indem sie geeignete Dienste [d.h. alle Dienste der Kirche bis 2019 waren ungeeignet] einrichtete (vgl. Apostelgeschichte 6: 1-7; 1. Timotheus 3: 1-13):

a. Neue Dienste sollen effektiver auf die Bedürfnisse [wieder diese „Bedürfnisse“. Welche „Bedürfnisse“ können die Heiden haben. Es geht doch um sexuelle Bedürfnisse derjenigen, die dieses Dokument geschrieben haben.] der Völker des Amazonas reagieren:

  1. Förderung der Berufung indigener Männer und Frauen [Frauen auch], um auf die Notwendigkeit einer pastoralen und sakramentalen Betreuung zu reagieren. Ihr kritischer Beitrag besteht in der Bewegung hin zu einer authentischen Evangelisierung [bislang war sie nicht authentisch, weil Priesterberufungen fehlen] aus indigener [also keiner christlichen] Sicht gemäß ihren Bräuchen und Traditionen. Es geht um indigene Völker, die den indigenen Völkern mit profunden Kenntnissen ihrer Kultur und Sprache predigen und in der Lage sind, die Botschaft des Evangeliums mit der Stärke und Wirksamkeit derjenigen zu kommunizieren, die ihren eigenen kulturellen Hintergrund haben [also Heiden predigen Heiden das Heidentum oder?]. Es ist notwendig, von einer „Kirche, die besucht“ zu einer „Kirche, die bleibt“, zu wechseln, die Diener begleitet und anwesend ist, die aus ihren eigenen Bewohnern hervorgehen [wenn sie bislang nicht hervorgegangen sind, dann gehen sie auch jetzt nicht hervor].

  2. In der Überzeugung, dass das Zölibat ein Geschenk für die Kirche ist [so, so? Ein Geschenk. Keine Verpflichtung?], wird gebeten, in den entlegensten Gebieten der Region die Möglichkeit einer Priesterweihe für Älteste, vorzugsweise indigene [ein deutscher Priester muss sich dann „indigenisieren“ lassen, um offiziell seine Konkubine zu halten], zu prüfen, die von ihrer Gemeinde respektiert und akzeptiert werden [Misswahlen also]. Auch wenn sie möglicherweise bereits eine etablierte und stabile Familie haben [die sie gerne ziehen lässt, damit sie ein wenig „Priester“ spielen. Im Alter braucht man ein Hobby!], um die Sakramente zu gewährleisten, die das christliche Leben begleiten und unterstützen [bisher wurden also keine gewährleistet?].

  3. Identifizieren die Art des amtlichen Amtes, das Frauen übertragen werden kann [also ein Frauendiakonat oder Weihepriestertum für Frauen, nur im Amazonas-Gebiet, natürlich], unter Berücksichtigung der zentralen Rolle, die sie heute in der Amazonas-Kirche spielen [tun sie das wirklich?].

Es sieht also so aus, dass das Priesterzölibat im Punkt 129.1 und 129.3. gekippt wird, um den „armen indigenen Völkern“ zu helfen. Wie unverschämt kann man doch sein? Vielleicht ist es bei Vat. II auch ausschließlich um die Aufhebung des Zölibats gegangen, da die „Reformer“ an nichts mehr glaubten und nichts Frommes mehr lebten. Wenn jemand jetzt sagen würde, dass man genauso gut ein verheirateter wie unverheirateter katholischer Priester sein kann, dann war er entweder niemals verheiratet oder er ist oder war kein Priester. Es sind zwei einander ausschließende Lebensentwürfe, was immer so von der Kirche gesehen wurde. Der Priester stellt die Verbindung zum Transzendenten, zur übernatürlichen Welt dar, die er dann vertreten kann, wenn er darin lebt. Erinnern Sie sich doch an die letzte Predigt, die sie gehört haben. Ließ diese auf irgendeine transzendente Welt jenseits der Kirchensteuer und des Blah-Blah schließen? Wohl nicht. Das Beste, was man noch zu hören bekommt, ist ein sentimentales Moralisieren mit Benedikt oder Johannes Paul II im Hintergrund. Es ist wirklich kein Wunder, dass das Esoterische, Okkulte, Satanische kurz und gut das Reich der Finsternis wächst, weil es sehr dezidierte Vertreter hat, welche dem Bösen, das sich oft versteckt, alles opfern und widmen. Das Reich des Lichts der wahren Kirche schwindet dahin, weil sich ihre geweihten Vertreter der sakrilegischen Sünde hingeben und auf diese Art und Weise der Dunkelheit mehr Sünde verströmen als mehrere Satanisten zusammengenommen. Und genauso wie Amoris Laetitia die Sünde zur Tugend umstempelt, so wird dies die Amazonas-Synode mit dem Zölibat oder Frauenweihe tun. Aber faktisch und metaphysisch ändert sich nichts.

  • Ehebruch bleibt Ehebruch
  • Sünde bleibt Sünde
  • Sakrileg bleibt Sakrileg
  • Priesterkonkubinat bleibt Priesterkonkubinat

Die Kirche hat nicht die Macht, wäre sogar ein richtiger Papst und kein Antipapst an ihrer Spitze, das Gesetz Christi aufzuheben oder auch ihre eigene, apostolische Tradition aufzulösen und so mit sich selbst im Widerspruch zu sein. Mögen auch diese Änderungen rein positivistisch gesehen legal sein, sollte man annehmen, dass Bergoglio der Papst ist, so sind sie dennoch metaphysisch nichtexistent und sündig. Die Amazonas-Synode hat dasselbe Ziel wie Amoris Laetitia das Übermaß an Sünde zu bereiten, eine gnostische Dunkelheit heraufzubeschwören.

 

 

 

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