Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (41). Über den göttlichen Geist (vi). Gott erquickt und erschreckt nicht.

Eigentlich ist es recht einfach. Man erkennt die Ursache aus der Wirkung und den Geist aus der Art der Einflussnahme auf unsere Seele. Gott ist gut, lichtvoll, weise, geordnet, sodass seine direkten Einwirkungen, sei es durch den Heiligen Geist – eine göttliche Person – sei es durch die guten Engel, die Eigenschaften Gottes abbilden. Der Teufel ist bösartig, dunkel, dumm, chaotisch, sodass wir seine Einwirkungen an diesen Eigenschaften erkennen. Wir erfahren zwar, meistens im Gebet, oder wenn wir uns auf unseren Gedankenverlauf konzentrieren, den Einfluss des guten oder des bösen Geistes direkt, aber meistens erfahren wir es durch die Vermittlung von Menschen, welche sich vom guten oder bösen Geist leiten lassen. Da die zweiwertige Logik überall und immer gilt, so sind die Menschen, mit denen wir zu tun haben entweder vom guten oder vom bösen Geist inspiriert. Sie fungieren als ein Sprachrohr, ohne Sicht auf dessen bewusst zu sein. Es gibt keinen grauen, rein-menschlichen Bereich, von dem uns das Konzil so schwärmt. Alles führt letztendlich entweder in die Hölle oder in den Himmel, weil aus kleinen Einzelentscheidungen unser ganzes Leben und seine Ausrichtung besteht. Daher ist es sehr gut alles was zu uns kommt auf seine geistliche Herkunft zu analysieren. Gott führt sanft, der Teufel erschreckt. So einfach ist das.

Sechstes Kapitel

Was man unter dem göttlichen Geiste oder Antriebe zu verstehen habe. – Auf wie vielerlei Weise er die Seele anrege und bewege. – Es werden einige Regeln und Kennzeichen angegeben, wodurch derselbe von dem Antriebe des Teufels unterschieden werden kann. 

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