Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (47). Über den göttlichen Geist (ix). Wunder der Gottlosen

Wie wir bald, am 12. Juni in der Engellehre 24 lesen werden (Summ. theol. q. 110, a.4), ist ein Wunder im eigentlichen Sinne nur das, was alle Naturordnung übersteigt, nicht aber die Ordnung einer bestimmten Spezies. Das Verhalten einer Spinne ist “wunderbar” für eine Fischotter, die eine ganz andere Natur hat. Das aber was für einen Dämon oder Engel natürlich ist, ist für uns Menschen wunderbar. Dämonen können keine Wunder im eigentlichen Sinne wirken, sondern nur das, was uns als Wunder vorkommt. Ja, von uns ausgesehen, kommt es aufs Gleiche raus, aber theologisch ist es eben ein Unterschied. Da die Dämonen die Schwerkraft manipulieren können oder Täuschungen hervorrufen können, so kann jemand levitieren oder es kommt uns nur so vor, siehe die Falschoffenbarungen in Garabandal. Wunder im eigentlichen Sinne führen langfristig zu Gott und das kann kein Dämon verursachen. Er kann leider zu etwas führen, was Gott ähnlich sieht, aber eigentlich eine neue Religion z.B. des Medjugorismus darstellt. Bei der Heiligsprechung ist daher immer das Gesamtpaket zu beachten, insbesondere die Übereinstimmung mit der Lehre der Kirche, denn in irgendeinem Punkt wird sich der Dämon schon verraten.

Sechstes Kapitel

Was man unter dem göttlichen Geiste oder Antriebe zu verstehen habe. – Auf wie vielerlei Weise er die Seele anrege und bewege. – Es werden einige Regeln und Kennzeichen angegeben, wodurch derselbe von dem Antriebe des Teufels unterschieden werden kann.

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