Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (49). Über den göttlichen Geist (xi). Hl. Geist ist in der Unterscheidung.

Den guten Geist begleitet immer die Unterscheidung

Dieser o.a. Satz ist nicht zu unterschätzen. Er bedeutet, dass schon alleine durch die Unterscheidung, d.h. durch die kritische Begutachtung unserer Taten den hl. Geist auf uns herab bitten. Der Kritische hat also den Geist, nicht der Affektierte und Spontane. Je größer der Drang und die Liebe, umso mehr kühle Unterscheidung braucht man. Deswegen würden viele Mystiker von ihren Beichtvätern gezüchtigt und ernüchtert, damit diese Unterscheidung geschehen konnte. Denn viel, was im Geiste began, endete im Fleisch, was uns die vielen Mißbrauchsaffären in der Kirche und neulich in der FSSPX deutlich machen. Glauben man gegen jeden Fall bewapnet zu sein, dann fällt man.

Sechstes Kapitel

Was man unter dem göttlichen Geiste oder Antriebe zu verstehen habe. – Auf wie vielerlei Weise er die Seele anrege und bewege. – Es werden einige Regeln und Kennzeichen angegeben, wodurch derselbe von dem Antriebe des Teufels unterschieden werden kann.

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