Tradition und Glauben

Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (56). Verdächtige Antriebe (ii).

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Unsere Natur ist leider durch die Erbsünde verdorben, sodass das Natürliche als verdächtig zu gelten hat. Warum? Weil sich der Eigennutz und die Selbstsucht einmischen können. Das von Gott zugewiesene Gute ist meistens ein bonum arduum – „das harte Gut“, welche Mühe und Selbstüberwindung erfordert. Ja, die Gnade kommt uns schon zuvor und begleitet uns, aber so, dass wir es meistens nicht merken. Denn außerhalb unserer Komfortzone liegt das wahre Gold, wie im Übernatürlichen, so auch im Natürlichen. Gott kann unseren Willen so bewegen, dass auf einmal das Unangenehme erträglich oder gar angenehm wird. Aber vorher prüft er uns, ob wir solcher Gnade überhaupt würdig sind und da meldet sich wieder der Bereich außerhalb der Komfortzone.

Siebtes Kapitel

Es gibt zuweilen undeutliche und verdächtige Antriebe , von denen es zweifelhaft ist, von welchem Geiste sie herrühren. – Vorsicht, die man dabei anzuwenden hat. – Einige Anleitungen zur Untersuchung derselben. – Von der sonderbaren Lebensweise gewisser Personen und von der Gabe der Tränen.

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