Kardinal Bona und das „Tagebuch der Stoßgebete“. 20. Im Erfolg und Wohlergehen

Viele Menschen wissen nicht, dass es viel schwieriger ist Erfolg unbeschadet zu überstehen als Misserfolg.

Warum?

Weil man selbstzufrieden wird und sich nicht mehr gezwungen fühlt an sich selbst zu arbeiten, irgendetwas zu tun oder sich neue Fähigkeiten anzueignen. Wenn es geklappt hat, dann hat man alles richtig gemacht. DSDZ liest in der letzten Zeit viele Business-Ratgeber, wo manchmal geschrieben steht, dass einmal finanziellen Erfolg gehabt zu haben nichts bedeutet, weil man nur Glück gehabt haben könnte oder am rechten Platz zur richtigen Zeit gewesen sein. Wenn man sich aber nach einer Pleite wieder emporarbeiten kann, dann bedeutet das schon etwas. Ebenso sich an der Spitze nicht auszuruhen, sondern ständig Neues zu erreichen. Im geistlichen Leben ist es genauso, denn es ist Leben und Leben ist Kampf. Der hl. Filip Neri meinte, dass dann, wenn man meint eine Sünde schon überwunden zu haben, man sehr schnell gerade in diesem Bereich fallen werde.

Warum?

Weil man nicht mehr kämpft und darauf achtet eben nicht in diese Sünde zu fallen. Erfolg ist relativ, aber für die meisten Menschen ist Erfolg das, was andere dafür halten. Man ist fremdgesteuert und fremdmotiviert. Fallen aber diese fremden Einflüsse weg, dann weiß man nichts. Man steht ohne Kompass da. Sehr oft wird uns aus wirklich unerklärlichen Gründen Erfolg in irgendetwas verwehrt, worin wir objektiv gut sind. Es scheint als würden wir noch zusätzliche Runden laufen und mit zusätzlichen Gewichten trainieren.

Warum?

Weil Gott etwas mit uns vorhat, wofür wir eine bessere Verfassung benötigen als unsere Mitmenschen. Denen reicht die Teilnahme an den Bundesjugendspielen, wir trainieren auf das olympische Finale. Also seien wir nicht ungeduldig, denn Gott ist gerecht und er gibt uns manchmal dann Erfolg, wenn wir damit umgehen werden können und z.B. nicht den Millionengewinn gleich auf den Kopf hauen werden. Sollte uns ab und zu gut ergehen, dann beten wir das unten angeführte Gebet.

In prospero successu.
Non nobis, Domine, non nobis, sed nomini tuo da gloriam. Fallax est honor mundi, fallaces huius vitae consolationes. Satiabor cum apparuerit gloria tua. 
Im Erfolg und Wohlergehen 
Nicht uns, Herr, nicht uns, sondern Deinem Namen gib Ehre. Trügerisch ist die weltliche Ehre, trügerisch sind die Tröstungen dieses Lebens. Ich werde gesättigt werden, wenn Deine Ehre sichtbar wird.

 

 

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