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Katholische Engellehre: (44). Zustand und Wirksamkeit der bösen Geister vor dem Weltgericht (II). Einfluß auf die Menschheit

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Der Teufel besitzt infolge der Sünde Adams eine gewisse Herrschaft über die ganze Menschheit (De fide)

Positiver Beweis
  1. Das kirchliche Lehramt steht als Dogma fest: Adam ist durch seine Sünde in die Gefangenschaft des Teufels geraten.

Wenn es also die Engel und die gefallenen Engel gibt, wie groß ist denn ihr Einfluss auf uns? Auf die Menschen? Leider recht groß, denn die Übergabe an den Machtbereich des Teufels geschah aufgrund der Ursünde, sodass alle Menschen nach Adam automatisch dem Tod und dem Teufel überliefert wurden. Dieses ist ein Dogma der Kirche, welches im Kontext der Lehre von der Erbsünde und der Rechtfertigung verkündet wurde.[1]

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  • Woher kann denn das Böse?
  • Wovon hat uns Christus erlöst?
  • Wogegen sollen wir kämpfen?
  • Wozu dient die Kirche?
  • Wozu die Hölle?

Dem Schreiber dieser Zeilen (DSDZ) wurde beigebracht, dass es zwar den Teufel gibt, man sich aber um ihn nicht allzu sehr zu kümmern braucht, da extreme Erlebnisse nur den Heiligen vorenthalten sind. Dies stimmt leider nicht. Der Teufel hält sich aber sehr lange versteckt, bevor er sich durch paranormale Ergebnisse manifestiert, im Leben der Heiligen oder der Besessenen. Er lässt uns nämlich lange glauben, dass wir unseren eigenen Willen tun, um uns auf diese Art und Weise geschickt zu manipulieren.

Offenbarungsquellen

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Tradition

Die Kirchenväter haben die Herrschaft des Teufels über die gefallenen Menschheit (besonders im Anschluss an 2 Petr 2, 19: „Von wem jemand überwunden wurde, dessen Knecht ist er“) häufig behandelt. Sie erblickten in dieser Herrschaft gleichsam den Höhepunkt der Folgen der Erbsünde. Von der Macht Satans überzeugt, ordnete die Kirche auch von alters her Beschwörungen (Exorzismen) und Anhauchungen bei der Taufe an, um nach den Worten des Papstes Cölestin I. (Ep. 21, 12,13) den unreinen Geist aus dem Teufel zu vertreiben und tritt den Triumph Christi über die Hölle zur Darstellung zu bringen.

Vierter Artikel.
Das Leiden Christi hat unser Heil gewirkt in der Weise der Erlösung.

a) Dem steht Folgendes entgegen:

I. Niemand löst los, was immer sein gewesen ist. Die Menschen gehörten aber immer Gott zu, nach Ps. 23.: „Gott gehört die Erde und ihre Fülle; der Erdkreis und die auf ihm wohnen.“

b) Ich antworte; durch die Sünde sei der Mensch verpflichtet gewesen:

 1. Kraft der Knechtschaft der Sünde; denn „wer Sünde thut, ist Knecht der Sünde“ (Joh. 8. und 2. Petr. 2.): „Von wem jemand besiegt worden, dessen Knecht ist er;“ soweit also der Teufel den Menschen überwunden hatte, indem er ihn zur Sünde anleitete, ward der Mensch ein Knecht des Teufels; —

2. Kraft der Strafe, die der Mensch vor Gottes Gerechtigkeit verdient hatte; und auch dies gehört zur Knechtschaft, daß jemand leidet, was er nicht will, da es Sache eines freien Menschen ist, sich seiner selbst zu bedienen, soweit er will.

c) I. Der Mensch gehört Gott an: Durch die Macht, nach Dan. 4.: „Es herrscht Gott über die Menschen; und Er gibt die Herrschaft wem Er will;“ — 2. durch die heilige Liebe, nach Röm. 8.: „Wer den Geist Christi nicht hat, der gehört nicht Ihm zu.“ In der ersten Weise gehört der Mensch immer Gott zu; in der letzten Weise hört dies auf durch die Sünde. Insoweit also der Mensch von der Sünde befreit ward, hat Christus für ihn genuggetan und ihn erlöst.

III. Der Lösepreis war nicht dem Teufel zu bezahlen, sondern Gott.  Und deshalb wird gesagt, Christus habe sein Blut nicht dargebracht dem Teufel, sondern Gott.


[1] Nach Diekamp-Jüssen, Katholische Dogmatik, Will 2012,387-388.

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3 Kommentare

  1. Tom says:

    Es ist schon bedrückend, per Zeugung automatisch zum Reich des Teufels zu gehören und nach der Taufe dorthin wieder zurückfallen zu können … Vielleicht ist deswegen auch die Andacht zum unbefleckten Herzen Mariens so wichtig, weil hier in einem bloßen Geschöpf absolut teufelsfreie Zone ist, und dies GOTT eben sehr angenehm ist, so dass er uns stärker helfen kann?!

  2. Traditio et Fides says:

    Das mit der „teufelsfreien Zone“ ist gut. Aber paradoxerweise haben wir mehr Macht über den Teufel als er über uns, obwohl es manchmal anders erscheint.

  3. Traditio et Fides says:

    Aber durch den Rückgang der Heiligkeit der Kirche haben die Dämonen jetzt ein einfacheres Spiel. Ich schaue mir oft Dokus über heimgesuchte Menschen und Häuser, was meine These bekräftigt. Denn er manchmal sind es ganz neue Häuser und normale, manchmal auch religiöse und getaufte Menschen, welche diese Heimsuchungen erfahren, ohne ersichtliche Gründe. Das Schutzschild der Kirche wurde nach dem Konzil ab montiert und jetzt gänzlich zurück genommen. Es ist wirklich wie im Wald oder im Dschungel: wenn das Lagerfeuer Erlischt, dann kommen die Tiere. Ich kann mir auch vorstellen, dass alle geistlichen, die eine schwere Sünde gegen das sechste Gebot begehen, gleich besessen werden. Ich persönlich habe bei zwei Priestern Zeichen von Besessenheit festgestellt, bei einem war es zweifellos, bei anderen sehr wahrscheinlich. Dämonen haben doch tatsächlich ein Territorialverhalten. Wenn Ihnen das Recht zusteht einen Ort rein zu suchen, war eine schwere Sünde passierte, wie Mord, Inzest, Selbstmord, was erst bei einem gefallenen Priester.

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