Tradition und Glauben

„Klerikalismus” oder der sich selbst hassende Priester

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Woher der Selbsthass?

Wann hasst man sich selbst? Man tut es dann, wenn man an seinen eigenen Ansprüchen scheitert, die man dann auf die „Gesellschaft“ projiziert. Denn ist man mit sich selbst zufrieden, dann kümmert einen die Gesellschaft nicht. Man glaubt vielmehr aufgrund von etwas, was die eigene Selbstidentität ausmacht, immer wieder scheitern zu müssen. Man hasst dann sich selbst oder dieses etwas in sich selbst.

Der jüdische Selbsthass, ist ein Gattungsklassiker und er kommt durchaus vor. Es gibt aber auch einen quasi ethnischen Selbsthass der Emigranten oder der Emigrantenkinder. Man glaubt, dass alles „ganz anders gekommen wäre“, wäre man kein Araber, Russe, Lette, Pole, Ukrainer oder Inder. Natürlich, man erlebt schon Diskriminierung, aber manchmal sieht man im Verhalten der Anderen nur eine Projektion der eigenen Selbstverurteilung. Strahlen Sie Unsicherheit aus, so kommt diese auf Sie zurück. Hitler war bekanntermaßen ein selbst zweifelnder und sich selbst hassender Österreicher, der deswegen die deutsche Staatsangehörigkeit annahm.

Es gibt Menschen, die ihre eigene Rasse oder Hautfarbe hassen, weil sie diese für alles Negative in ihrem Leben verantwortlich machen. Manche Menschen brauchen halt jemanden, auf den sie die eigene Schuld abwälzen können.

Beim Beruf ist es ähnlich. Können Sie etwas nicht, scheitern Sie immer wieder an etwas, sodass Sie keinen Berufsstolz an den Tag legen können, dann wenden Sie sich „gegen das Berufsbild“ oder „die soziale Rolle“. Viele Menschen hassen abgrundtief, was sie machen, sie bringen nicht den Mut auf etwas anderes machen zu wollen und so basteln sie an ihrem eigenen „Berufsbild“.

Häretiker waren Priester

All das trifft auf die Priester zu, die ihr Priester-Sein hassen und für diesen Selbsthass den Begriff „Klerikalismus“ entwickelt haben. Es ist eines der Schlagworte des Bergoglio-Pontifikats. Fast alle Häretiker waren Priester, und zwar sich selbst hassende Priester. Gehen wir die neuere Zeit durch, damit diese Liste nicht zu umfangreich wird:

Dass die Konzilsperiti/Häretiker (de Lubac, Congar, Schillebeeckx, Rahner, Ratzinger, Küng etc.) des Vat. II allesamt Priester waren, braucht nicht eigens gesagt zu werden. Man muss einfach eine ganze Menge von Wissen und Insidereinsichten haben, um das System von Innen heraus, auseinandernehmen zu wollen, denn das ist ja gerade die Häresie. Laien haben weder das nötige Wissen noch Interesse oder die „kriminelle Energie“, um es tun zu können. Außerdem müssen sie Kinder zeugen und für den Unterhalt sorgen und eine Frau, die auf sich hält, spickt ja ohnehin ständig den Hasen, sodass sie fein raus ist.

Wann hasst man das eigene Priestertum?

Die Antwort ist einfach. Man hasst es dann, wenn man sich nicht an dessen Auflagen hält:

  • Zölibat,
  • Gebetsleben,
  • Verkündigung,
  • Opfer und Buße

Dann argumentiert man so, wie der Ex-Generalvikar Sturm aus Speyer es tut, dass man sich mehr Reformen wünsche und auf Weihrauch nicht verzichten möchte. Nicht er ist gescheitert, sondern die Kirche scheitert an ihrem Zwangszölibat und dem nicht mehr zeitgemäßen Priesterbild (Mitte Juni erscheint sein Buch „Ich muss raus aus dieser Kirche. Weil ich Mensch bleiben will – Ein Generalvikar spricht Klartext“.)

Wenn Dämonen beim Exorzismus befragt werden, dann geben sie zu vom Sacrum irgendwie „verbrannt“ zu werden. Sie halten es einfach in der Gegenwart des Heiligen, seien es Gebete, Eucharistische Anbetung oder im Gnadenstand lebende Menschen nicht aus. Diese Gegenwart ist ihnen so unangenehm, dass sie diese fliehen müssen. Und gefallene Priester sind wirklich wie Dämonen, weil ihr sexueller Fehltritt oder „Beziehungen“, um es mit Ex-Generalvikar Sturm zu sagen, immer ein Sakrileg sind. Sie wurden ja geweiht, um Gott zu dienen, wie die Engel zum Gottesdienst erschaffen wurden. Wenn wir uns vor Augen stellen wollen, wie ein Dämon tickt, dann schauen wir uns einen gefallenen Priester an. Es gibt deren so viele, dass man wirklich fündig wird.

Woran erkennt man Sie?

  1. Sie machen sich über den Zölibat lustig.
  2. Sie machen sich über die Institution-Kirche lustig.
  3. Sie machen sich über die Vergangenheit lustig.
  4. Sie machen sich über die Frömmigkeit lustig.
  5. Sie sind entweder sehr tolerant.
  6. Oder bestrebt bestimmte Erscheinungsformen der Sünde zu verurteilen, die sie selbst nicht betreffen (Wie es homosexuelle traditionalistische Priester tun. Solange sie „das Eigentliche“ [hier Beliebiges einsetzen] tun, können sie weiterhin in Sünde leben).
  7. Sie sind nicht bestrebt die Anderen (Progressiven, Modernisten, Sünder etc.) zu gewinnen, sondern sie zu verdammen.
  8. Keine Nächstenliebe.
  9. Kein Seeleneifer.
  10. Kein Mitleid.
  11. Keine Opfer- oder Bußgesinnung.

Obwohl die abgefallenen Novus Ordo Priester in der Mehrheit sind, so sind auch einige Vetus Ordo Priester nur hohle Gefäße. Die Letzteren sind schwieriger auszumachen, weil sie überhaupt seltener vorkommen. Sie sind entweder zu süßlich und zu glatt oder zu harsch und verdammend. Denn, wenn man wirklich sich so oft am Heiligen aufladen sollte, dann färbt man doch irgendwie vom Heiligen ab. Man tut es dann, wenn man ihm keinen Obex – Hindernis – im Form der schweren Sünde, in den Weg stellen sollte. Gehen Sie ohne Hemd in der Sonne herum, dann werden Sie doch auch mit der Zeit braungebrannt, wenn Sie keine Sonnencreme mit Faktor 50 verwenden. So viel also muss man gar nicht tun. Gott wirkt durch einen und scheint durch ihn durch. Redet man aber als Priester vom „Klerikalismus“, dann wendet man sich doch letztendlich gegen Gott, der einen berufen und erwählt hat.

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