Kostbarstes Blut – Gegenentwurf zum Satanismus

Das heutige Fest des Kostbarsten Blutes, über dessen Geschichte man hier nachlesen kann, stellt  die Quintessenz der Erlösung dar.

Was ist Erlösung?

Darüber können Sie leider in der heutigen Kirche kaum etwas hören, weil man die Erbsünde und die Sünde an sich (siehe Amoris Laetitia) leugnet, sodass man die Allerlösung predigen kann. Weil niemand “so richtig” gesündigt hat, weil es immer die Einzelfallentscheidungen gibt, “nur das Herz zählt”, so werden wird “alle, alle in den Himmel kommen”. Das ist alles falsch und Sie werden dann von einer Predigt auferbaut werden, wenn Sie vor fast alle ihre Aussagen ein “Es stimmt nicht, dass …”  stellen. Dann wird es katholisch, denn der Teufel kann nichts Eigenes schaffen, nur das Gegebene umkehren.

Nach der Dogmatik von Diekamp-Jüssen:

“[ist die] Erlösung […] im weiteren Sinn die Befreiung vom Übel und [in der Sprache der Theologie] bedeutet es die Errettung aus jenem Verderben, dem die Menschheit durch die Sünde Adams verfallen ist.” Somit umfasst die Erlösung:

  • den Loskauf (redemptio) aus der Knechtschaft der Sünde, des Todes und des Teufels,

  • die Rettung (salvatio) und die Befreiung (liberatio) aus der Schuld und ihren Folgen,

  • die Wiederherstellung (restitutio) des ursprünglichen Gnadenverhältnisses zu Gott,

  • und die vollständige Aussöhnung (reconciliatio) des sündigen Menschen mit Gott. (ders., Katholische Dogmatik, Wil 2012, 467)

Aber man erlebt sich selbst nur erlösungsbedürftig, wenn man weiß, wer Gott ist (vollkommen, gerecht, transzendent, heilig etc.) und was die Sünde ist (eine unendliche Beleidigung der unendlichen Majestät Gottes). Wenn Sie Ihren Herrn Pfarrer fragen, der sich vor Freude auf das Ergebnis – Zölibatsaufhebung – der Amazonas-Synode die Hände reibt, was die Sünde sei, so wird er antworten:

“Man ist nicht perfekt, aber….” und von der Frage ablenken.

Denn gibt es keine Sünde, dann gibt es keine Konsequenzen der Sünde (Tod, Teufel, Hölle), dann kann man von der Sünde nur im übertragenen Sinne gesprochen werden, wie der Antipapst Bergoglio es tut (Umweltsünde, Sünde gegenüber den Flüchtlingen, ökonomische Sünde etc.) und zur Sünde wird nur das, was die Medien als solche bezeichnen, was natürlich abhängig von der politischen Lage ständig wechselt. Wenn es keine Sünde gibt, dann ist keine Erlösung notwendig und dann ist Christus umsonst gestorben.

DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) betrachtet zur Zeit die christologischen Dogmen und ihm wird klar, wie sehr in der heutigen Kirche ein mehr oder weniger verkappter Arianismus gepredigt wird. Christus konnte aber nur deswegen die Erlösung vollbringen, weil er Gott war und Gott ist. Für alle, die es vielleicht noch niemals vernommen haben: Gott ist dreifaltig und eine Person der hl. Dreifaltigkeit hat die menschliche Natur angenommen. Der Logos, also die zweite Person der hl. Dreifaltigkeit – ist Gott und war Gott während des ganzen irdischen Lebens Christi. Logos und Christus sind aber eine und dieselbe Person. Ganzer Gott und ganzer Mensch in der hypostatischen Union vereint.

“Da die Unveränderlichkeit Gottes die Möglichkeit einer Verwandlung der göttlichen Natur in die menschliche Natur ausschließt, so ist die Fleischwerdung des Logos nach Joh 1, 14 nur so zu verstehen, dass der göttliche Logos Mensch wurde, ohne aufzuhören Gott zu sein. Der Logos ist darum nach der Fleischwerdung Inhaber der göttlichen und zugleich der menschlichen Natur, als Gottmensch.” (Ott, Grundriss der Dogmatik, Bonn 2010, 220)

Der Logos als Gott war früher da, daher nahm er die ganze menschliche Natur an, die er von Maria empfangen hat und wurde ein ganzer Mensch (mit Leib, Seele und Geistseele – nous), ohne aufzuhören Gott zu sein. Und daher haben all seine Taten, insbesondere die Erlösung am Kreuz diesen unendlichen Wert, weil es Taten Gottes waren. Er nahm unsere Natur an, um uns ganz zu heilen und zu erlösen:

Quod assumptum non es, non es sanatum (Gregor von Nazianz, Ep. 101 ad Cledonium: “Was nicht angenommen worden ist, ist nicht geheilt worden; was aber mit Gott vereinigt worden ist, das wir auch gerettet”). (Ott, ebd., 216)

Und deswegen ist die Verehrung des Kostbaren Blutes möglich, weil es das Blut des Gottmenschen ist. Es sprengt einem wirklich das Gehirn, wenn man bedenkt, dass Gott wirklich Mensch wurde und dass alle göttlichen und menschlichen Eigenschaften Christus die ganze Zeit zustanden. Die Theologie nennt es die communicatio idiomatum. Und die Erlösung selbst hört ja nicht auf, denn sie wird in einer jeden, gültigen Messe vergegenwärtigt. Ja, auch im Novus Ordo. Christus wird zwar nicht nochmals “blutig geschlachtet”, wie der dumme Luther meinte, er ist aufgrund seiner Göttlichkeit eine immerwährende Quelle des Heils, die in jeder gültigen Messe sozusagen immer wieder angestoßen wird, dass sie sprudelt.

Was hat das mit Satanismus zu tun?

Dass Satan, der sich den Heiden damals und heute als ein Gott präsentierte, von sich aus nichts kann, wenn man ihm aber Blut opfert so bekommt er ein Recht, diesen Menschen oder diesen Ort gleichsam zu besetzen. Daher spukt es meistens in denjenigen Häusern, in welchen irgendwelche Blutrituale, zuerst mit Tieren, abgehalten wurden. Ein Tier wird Satan geopfert, um etwas als Gegenwert von ihm zu erhalten. Ist der Gegenwert größer, so opfert man ihm Menschen. Es ist zwar hart zu glauben, aber das passiert hier und heute, auch in Deutschland. Wenn Haustiere (Hunde, Katzen) in einer Gegend unerwartet verschwinden, dann kann das ein Zeichen auf einen satanischen Kult sein. Satan ist ein grausamer Herr und seine Anhänger haben eine Hölle auf Erden, bevor sie der richtigen Hölle zusteuern. Es stimmt leider, dass durch all diese Blutopfer Satan immer mehr Anrecht und Macht erhält, der Opfernde erhält auch Macht über das Opfer oder wegen des Opfers. Aber nur ein Tropfen Blut Christi war in der Lage die ganze Welt zu erlösen, sodass alle Satansopfer zusammengenommen niemals an das Opfer Christi heranreichen werden. Weil Christus Gott ist und Satan nur ein gefallenes Geschöpf.

Es ist wirklich schrecklich, dass einige, wir hoffen, nicht viele, katholische Priester zu Satanisten werden, wie es W.H. Kennedy in diesem Buch beschreibt und was bislang lediglich für Kardinal Bernardin und einen Gönner John J. Russel bewiesen wurde. Sicherlich sind einige Priester und Bischöfe im D-A-CH-Raum Satanisten, weil Deutschland immer eine starke okkulte Tradition hatte und Alexis Crowley, der Vater des modernen Satanismus, sich in Deutschland in den Vorläufer der Thelema-Gesellschaft initiieren ließ. Das gibt es immer noch; die von Crowley geprägte OTO-Gesellschaft, Madame Blavatsky war in Deutschland, Rudolf Steiner natürlich auch. Die amerikanische Satans Church ist sicherlich ein deutscher Export, obwohl natürlich Satanismus auch außerhalb Deutschlands verbreitet war und ist. Ein Export, der für die amerikanischen Verhältnisse pragmatisiert und kommerzialisiert wurde. Es ist also unvernünftig anzunehmen, dass es in Deutschland keine satanistischen Aktivitäten mit katholischen Geistlichen gibt. Die Auswirkungen nach Vat. II in D-A-CH sind verheerend, so muss es an der Spitze Menschen geben und gegeben haben, die es so gerichtet haben.

Beten wir die Litanei zum Kostbarsten Blut, damit wir Satan wenigstens so den Raum streitig machen können.

 

 

 

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