Tradition und Glauben

Marian T. Horvat, Ph.D., Warum müssen sich nur Frauen gut anziehen? (3 von 3)

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Eine Wiederherstellung der Sitten

Viele junge Männer und Frauen sind heute zu Bewunderern des Christentums geworden und suchen seine Wiederherstellung, was jedes Lob verdient. Aber nicht durch die Wiederherstellung der lateinischen Messe allein, die Bekämpfung der Abtreibung oder das Wiedererlernen der katholischen Lehre wird das Christentum wiederhergestellt. Das sind lobenswerte Anstrengungen, die unternommen werden müssen und die meine volle Unterstützung finden, aber sie umfassen nicht das Gesamtbild.

Denn das Christentum wurde immer als eine Projektion der katholischen Prinzipien in jedem Aspekt des zeitlichen Bereiches verstanden. Von daher setzt es sich in dem Maße durch, in dem die Prinzipien der katholischen Lehre auch die Bräuche und Lebensweisen der Menschen prägen. Dazu gehört natürlich auch die Kleidung eines Mannes. Je mehr eine Zivilisation christlich wird, desto mehr wird die Herrenkleidung männlich, würdevoll, edel sein – vom höchsten Würdenträger bis zum niedrigsten Arbeiter. Sie werden würdige Kleidung tragen, die ihrem Amt und ihrer Stellung im Leben entspricht, nicht nur in der Messe, sondern überall dort, wo sie hingehen. Das ist es, was man in der Kleidung früherer Zeiten erkannte.

 Schlage ich hier vor, dass wir, um katholisch zu sein, zum Stil des Mittelalters zurückkehren müssen? Offensichtlich nicht. Aber es ist notwendig, dass der heutige Mensch das Prinzip versteht und respektiert, das der Idee zugrunde liegt, dass Kleidung die richtige Vielfalt von Situation und Klasse widerspiegeln sollte, die in allen gut geordneten Gesellschaften existiert, anstatt unbewusst die revolutionären Stile unserer Tage zu übernehmen, die Komfort und Leichtigkeit betonen.

Bei der Beerdigung von Ornans durch Courbet (1850) kleiden sich Priester und Gemeindemitglieder mit Würde entsprechend ihren Stellung im Leben. 

Es würde einem Mann helfen, sorgfältig zu analysieren, wie sehr die Revolution in den Sitten sein tägliches Umfeld und vielleicht seine eigene Garderobe und Haltung infiltriert hat, damit er beginnen kann, diesem heimtückischen Affront gegen gute katholische Gewohnheiten zu begegnen. Dies wird vom modernen Menschen eine große Selbstdisziplin, eine große Liebe zu Erhabenheit und Hierarchie, eine große Liebe zum Ernst und vor allem eine große Liebe zu Gott verlangen.

Das Ergebnis wird sich, wie die Geschichte gezeigt hat, durchaus lohnen. Er wird den Respekt seiner Familie und der Gesellschaft haben, und noch wichtiger, einen Respekt vor sich selbst. Er wird auch wissen, dass er durch seine Kleidung, Haltung und Seinsweise jederzeit Gott die Ehre gibt. 

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