Tradition und Glauben

McCarrick- Affäre warum gerade jetzt?

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Aus dem – Gott sei’s geklagt – aktuellen Anlass der McCarrick-Affäre erinnern wir an unsere alten Beiträge zur Homo-Thematik. Bevor wir uns dem Letzteren zuwenden, stellt sich die Frage, warum gerade jetzt nach 30 Jahren der bekannten Homo-Aktivität des amerikanischen Kardinals, der sowohl seine Seminaristen als auch wenigstens einen 11 Jährigen sexuell missbraucht hatte, sein Treiben öffentlich bekannt wird. Warum wurde dies denn bekannt? Weil der Vatikan ihn suspendiert hat. So informiert kath.net am 20. Juni 2018:

Theodore Kardinal McCarrick, emeritierter Erzbischof von Newark, dann von Washington D.C., gab bekannt, dass er auf die öffentliche Ausübung seines Dienstes verzichten wird, nachdem Missbrauchsvorwürfe als glaubwürdig eingestuft worden sind. Im Pressestatement informiert Timothy Kardinal Dolan, Erzbischof von New York, dem Erzbistum, aus welchem McCarrick ursprünglich stammte: „Der Staatssekretär des Vatikans, Pietro Kardinal Parolin, hat auf Anweisung von Papst Franziskus Kardinal McCarrick instruiert, dass er nicht länger öffentlich sein Amt ausüben darf.“ Es geht gemäß dem „National Catholic Reporter“ offenbar um Missbrauchsvorwürfe gegenüber verschiedenen Jugendlichen sowie Erwachsenen. Beim Missbrauch eines Jugendlichen scheint es um einen Vorfall zu gehen, der bereits 47 Jahre zurückliegt und den McCarrick als Priester der Erzdiözese New York begangen haben könnte. McCarrick hatte bisher immer seine Unschuld beteuert und macht dies auch weiter, beteiligte sich aber konstruktiv an der Aufarbeitung der Vorwürfe.

Also noch öffentlicher kann man es nicht machen. Hätte der Vatikan nichts unternommen, so wüssten wir bis heute nichts. Warum also jetzt? Das Treiben von McCarrick war ein öffentliches Geheimnis. Wie im Falle Weinstein muss man davon ausgehen, dass jemand die Erlaubnis dazu gegeben hat, dass diese Informationen heraussickern, die Presseleute ihre Archive öffnen und die ganze Sache publik wird. Warum hat der Vatikan McCarrick hoch genommen? Weil es um die Abschaffung des Priesterzölibats geht. Abgesehen davon, dass man diesen Skandal produziert, um noch mehr Seelen zu verderben, so will man auch mehrere Fliegen mit einer Klappe erschlagen. Wie es sich nämlich herausstellt, war McCarrick der Königsmacher und machte viele wohl seiner früheren Gespielen zu Bischöfen, indem er sie weiterempfahl, sodass ein Großteil des amerikanischen Episkopats buchstäblich „im Bett“ mit ihm war. Diejenigen, die es nicht waren, haben geschwiegen. Die amerikanischen Gläubigen werden daraus sicherlich Konsequenzen ziehen, doch es geht hier um etwas anderes.

Im Gegensatz zur Aufdeckung des jahrelangen sexuellen Mißbrauchs durch die Journalisten des Boston Globes im Jahre 2002, welcher in den USA eine Lawine an Klagen ins Rollen brachte, brachte im Jahre 2010 in Deutschland ein Jesuit (aha!) – Pater  Klaus Mertens – die Lawine ins Rollen.  Wenn die Geschichte der Journalisten des Boston Globes stimmt und man ihnen wirklich keine Informationen zukommen ließ, so handelte es sich wirklich um eine journalistische Entdeckung. In Deutschland wie im jetzigen McCarrick-Fall war es aber ein Inside-Job. Diese Informationen also wurden von Vertretern der Kirche bekannt gegeben, die natürlich wussten, welche Zerstörung sie damit anrichten. Da der Jesuitenorden wirklich seit Jahrzehnten von Homosexualität strotzt, man kaum einen Jesuiten findet, der die Homosexualität nicht befürwortet, so kann man die Sorge „um die armen Kinder“ bei Pater Mertens wirklich in Abrede stellen. Worum ging es denn? Um die Hervorbringung des Skandals. Das Geld für die Abfindungen für die ehemaligen Opfer kommt in Deutschland eh aus der Kirchensteuer. Im Gegensatz zu USA, wo den Opfern immense Entschädigungen zugestanden werden können, welche manch eine amerikanische Diözese in den Bankrott führten, fallen die Entschädigungen in Deutschland sehr gering aus: 20.000 EUR für eine nachgewiesene Vergewaltigung zum Beispiel. Man dachte sich in der DBK mit der Unterstützung der Jesuiten:

a. wir lassen die Sache platzen,

b. verderben viele Seelen,

c. geben vor den Augias-Stall zu reinigen,

d. finanziell tut es uns nicht weh, ist eh Kirchensteuergeld.

Würden also in Deutschland jetzt alle missbrauchten Seminaristen oder Priester klagen, so würde dies für die Kirche in Deutschland keine finanziellen Einbußen bedeuten. In den USA bekam aber ein McCarrick-Opfer sage und schreibe 100.000 USD. Das ist wirklich viel Geld. Man kann damit rechnen, dass jetzt viele ehemalige McCarrick-Opfer hervortreten werden, wie auch Opfer seiner Gespielen-Bischöfe, denn wir werden es mit einem Domino-Effekt zu tun haben. Es wird Prozesse geben, es wird Geld kosten, viele Diözesen werden wohl wieder Pleite gehen. Und genau darum ging es Kardinal Parolin als er die Sache zum Platzen brachte. Vielleicht sind manche amerikanischen Bischöfe zu konservativ? Vielleicht wollten sie gegen Franziskus vorgehen? Auf diese Weise haben sie jegliche moralische Glaubwürdigkeit eingebüßt. Vielleicht will Franziskus den gesamten Rücktritt aller amerikanischen Bischöfe, wie in Chile, provozieren? Dann könnte er die noch-katholischen Diözesen mit seinen Homo-Bischöfen besetzen. Er beruft doch fast ausschließlich Männer, die völlig kompromittiert sind und zwar nicht obwohl sie kompromittiert sind, sondern weil sie kompromittiert sind.

Was hat das aber mit der Amazonas-Synode zu tun?

Sehr viel. Der McCarrick-Fall findet ja vor der Amazonas-Synode statt. Die Botschaft lautet: wenn Priester keinen Sex mit ihrer Frau haben dürfen, dann werden sie homosexuell oder pädophil. Natürlich ist das eine alte, unwahre Leier gegen den Zölibat, aber sie wirkt trotzdem. Dem „bösen“ homosexuellen Kardinal McCarrick wird der „gute“ und „verheiratete“ Neu-Kardinal Toribio Ticona Porco gegenüber gestellt. Natürlich wusste Franziskus von seiner Konkubine und den zwei Kindern und eben deswegen hat er ihn kreiert. Es geht doch darum möglich viel Ärgernis zu produzieren. Denn wie ist die heutige Priesterschaft? Entweder homosexuell oder im Konkubinat lebend, darum lassen wir den Priesterzölibat fallen. So lautet die Vorgehensweise. Der traurige Zustand der nachkonziliaren Priesterschaft ist leider wahr, aber ohne die Verwerfung des Novus Ordo und der Wiederherstellung des katholischen Priesterbildes innerhalb der katholischen Theologie wird sich nichts ändern. Vielleicht gibt es noch einen Grund und der wäre die weitere Provozierung des Schismas. Hilary White rät, dass Gläubige Geld sammeln sollen, um Klöster, Seminare und Diözesen aufzukaufen. Die Lefebvre-Lösung im Großformat sozusagen. Denn je länger die Franziskus-Herrschaft dauert, desto mehr werden Priester in Apostasie getrieben. Manche wollen nicht mitmachen, stehen dann ohne weltlichen Beruf und Geld allein. In Deutschland haben wir mittlerweile:

  • Kommunion für Protestanten,
  • Kommunion für Ehebrecher

welche beide eine apostatische und schwer sündige Handlung darstellen und von einem Brief von 10 Priestern aus Paderborn muckte keiner auf, was wieder mal zeigt, wie es um die Priesterschaft in D, A und CH bestellt ist. Aber dank der Kirchensteuer sind unsere Priester und Bischöfe nicht von uns finanziell abhängig, denn das Geld fließt zu ihnen und sie können von einer Häresie zur nächsten schreiten. Natürlich schaden sie damit der Kirche, aber das ist ja auch ihr Ziel: Zerstörung der Kirche durch die Männer der Kirche. Und dazu dient auch die jetzige McCarrick-Affäre, welche wohl bewusst vom Vatikan ins Rollen gebracht wurde.

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