McCarrick-Report oder 461 Seiten der Schande

Gestern wurde im Vatikan das Report (REPORT ON THE HOLY SEE’S INSTITUTIONAL KNOWLEDGE AND DECISION-MAKING RELATED TO FORMER CARDINAL THEODORE EDGAR MCCARRICK (1930 TO 2017)) über das Wirken des ehemaligen amerikanischen Kardinals und Papstwählers Theodore McCarrick veröffentlicht, das satte 461 Seiten enthält. Man kann es hier nachlesen, wenn man es unbedingt möchte. Nein, es wird Ihrer Seele nicht nützen, eher schaden, weil man an diesem Bericht, der den Anschein der Objektivität trägt und bei dem man davon ausgehen kann, dass die Ereignisse vor Franziskus wohl den Tatsachen entsprechen, klar sehen kann, dass alle Päpste seit Paul VI. versagt haben, alle es seit Johannes Paul II. nachweislich gewusst und nichts unternommen haben.

Wer ist der Schuldigste von allen?

Sicherlich Johannes Paul II., weil sein Pontifikat am längsten währte, weil er McCarrick über mehrere Ebenen hinweg in der kirchlichen Karriere befördert hatte, weil er mehrmals gewarnt wurde, aber es nicht beachtete, wie im Falle Marcial Maciel ja auch. Es ist so ermüdend und frustrierend immer wieder schreiben zu müssen:

Das war falsch, schlecht, unehrenhaft, Gott wird sie schon strafen!

weil es das hier und jetzt nicht ändert. Diejenigen, die Johannes Paul II. tatsächlich für einen Heiligen halten, werden anhand dieses Reports eines Besseren belehrt. Wir werden mit einer Kirche konfrontiert, in der die Gläubigen, deren Söhne von McCarrick belästigt werden, Beschwerden an die Bischöfe schreiben, die ignoriert werden. Priester und Seminaristen die sich buchstäblich im McCarricks Strandhaus hochschlafen, weil einer von ihnen immer mit dem Bischof, Erzbischof und dem späteren Kardinal das Bett teilen muss. Von Bischöfen, die Bescheid wissen, aber gelangweilt sind immer wieder dasselbe zu hören.

Auf den Seiten 87-94 (D. Incident at a Newark Catering Hall [January 1990]) wird eine Situation beschrieben, die so filmreif ist, dass sie wirklich nachgedreht werden müsste, da in ihr bewegte Bilder und nicht Worte sprechen. Zwei Priester werden von McCarrick zum Abendessen eingeladen und einem von ihnen wird eine hohe Diplomatenstelle bei der UN zugesprochen, wobei McCarrick sich versprechen lässt, dass er über alles informiert werden soll. Bei diesem Abendessen sind zwei Bischöfe und zwei Priester anwesend. McCarrick begrabscht vor Augen aller Anwesenden einen Seminaristen, der rechts neben ihm sitzt, indem er seine Hand auf seine Genitalien legt. Er tut es mehrmals, um die Reaktion der Anwesenden auszuloten. Der Seminarist ist schockiert “wie ein vom Autoreflektoren erfasstes Reh” und die anwesenden Prälaten geben vor nichts zu sehen. Später auf dem Nachhauseweg verlieren sie kein Wort darüber, die anwesenden Bischöfe berichten diesen Vorfall dem Nuntius nicht. Die Botschaft McCarricks war klar:

Ich bringe Euch nach oben und ich mache das vor Euren Augen. Das ist der Preis Eurer Gefolgschaft! Ihr seid jetzt auch ein Teil davon.

Und dies war, wohlgemerkt, die “goldene Ära des konservativen Johannes Paul II.”, der mit seinen Bischofsernennungen die amerikanische Kirche wieder hergerichtet haben soll. Mit solchen wie der McCarricks. Es wirklich nur peinlich. Wie erschütternd sind aber die Geschichten von den belästigten Seminaristen oder Priestern, die zu einem Counselling, also einer Art Therapie, geschickt werden, wo sie vom Jesuiten, der sie leitet, ebenfalls sexuell drangsaliert werden. Aber das Laster hat etwas vampirartiges, denn eines der McCarrick-Opfer wurde selbst zum perversen Missbrauchstäter, indem er zwei Jugendliche sexuell belästigte. McCarricks Erben sind also pädophile und homosexuelle Priester, die weiterhin ihr Unwesen treiben.

Warum kommt das jetzt raus?

Es stellt sich natürlich die Frage, warum Bergoglio dieses Dossier überhaupt veröffentlicht hat, obwohl im Grunde alle, die sich dafür interessieren, Bescheid wissen. Die Antwort ist einfach: um der Kirche zu schaden, um Skandal zu säen, um ein wenig besser rüber zu kommen als seine Vorgänger oder wenigstens nichts schlechter. Denn schenkt man dem Report Glauben und dass muss man wohl, dann ist es die “gängige Praxis der nachkonziliaren Kirche” pädophile und/oder homosexuelle Prälaten zu befördern, wohl nicht trotz, sondern wegen ihrer Neigung und ihres Praxis. Es stellt sich wirklich die Frage, wozu die Nuntien oder die vatikanische Diplomatie gut ist, wenn sie zwar Berichte vorlegt, was seit Johannes Paul II. nachweislich erfolgte, aber man diese in Rom nicht beachtet. Da kommt man als Vatikandiplomat ans Trinken oder tut Schlimmeres. Denn so ein McCarrick oder Kardinal Gulbinowicz, um nicht bloß in Amerika zu bleiben, ist ein tickende Zeitbombe. Sie machen weiter, verderben immer mehr Seelen, die andere verderben und die Sünde wächst und wächst. Man kann natürlich Gerichtsprozesse und Reparationszahlungen erwarten, wodurch manch eine amerikanische Diözese buchstäblich Pleite ging. Die Menschen verlieren den Glauben und die Kirche das Geld. DSDZ hat sich noch nicht wirklich eingehend mit der amerikanischen Missbrauchskrise befasst, aber es scheint der Fall zu sein, dass der Vatikan selbst noch mehr vertuschte als die Ortbischöfe, was im Falle McCarricks nachgewiesen werden kann. Es war also eine bewusste Taktik diese Wölfe gewähren zu lassen, weil sie Geld einbrachten und Johannes Paul II. brauchte welches, ohne genau zu fragen, woher es kommt.

Warum?

Weil das Zweite Vatikanische Konzil so kostbar und kostspielig gewesen ist, dass der Vatikan erst Anfang der 1980-ger aus den Schulden rauskam, in welche wiederum ihn die vielen päpstlichen Reisen stürzten. Und wer war ein guter Foundraiser?

  • McCarrick,
  • Opus Dei,
  • Legionäre Christi
  • andere Movimenti (nachkonziliaren Bewegungen) wohl auch.

Wenn Bergoglio solche Reporte publizieren lässt – und wer weiß über welche Kardinäle wir derartiges noch lesen werden – und über Bergoglio selbst wohl auch, dann lacht er lauthals, denn es ist ein Werk der Zerstörung. Es fand wirklich statt und es wirkt bis heute nach.

Wer wird noch in dieser Kirche dienen wollen?

Wahrscheinlich niemand, denn man muss entweder in der Lage sein einen Bischof oder Erzbischof windelweich zu prügeln, die Methode von DSDZ, oder sich mit ihm zu prostituieren, die andere Methode. Tertium non datur, um einen unserer ehemaligen Leser zu zitieren. Was aber bei MacCarrick auffällt, ist seine exorbitante Karriere und sein kirchlicher Aufstieg, welche er denselben Eigenschaften verdankte, die aus ihm ein sexuelles Raubtier machten. Er wußte die Menschen für sich zu gewinnen und sie einzuwickeln. Es hat ja niemanden vergewaltigt, die Opfer kamen immer wieder und bekamen mehr. Ein brasilianischer Priester wurde mit einer Limousine abgeholt und traf McCarrick in Hotelräumen, wie die dumme Blondine den Filmproduzenten. Welche Art der Prostitution ist schlimmer? Natürlich die des Priesters, welchem McCarrick erklärte:

that priests engaging in sexual activity with each other was normal and accepted in the United States, and particularly in that diocese (Report, S. 84-85)

dass Priester miteinander sexuell aktiv sind, ist etwas in den Vereinigten Staaten Normales und Akzeptieres, insbesondere in dieser Diözese.

Nach dem McCarrick-Report wird man sich beim Anblick eines Priester nicht nur fragen, ob er im Konkubinat lebt oder pädophil ist, sondern auch, ob er seine Weihe und Stelle “sexuellen Aktivitäten” mit seinem Bischof verdankt. Dieses Beispiel ist nicht so weit hergeholt, weil zwei Bischöfe bei DSDZ auch ihre Chancen ausgelotet haben, aber es war zu vage, man konnte sie noch nicht verprügeln, was DSDZ im Nachhinein bedauert.

Warum McCarrick vor den Bus werfen?

Es steht außer Zweifel, dass McCarrick derjenige Kardinal ist, der wohl am meisten zur Papstwahl Bergoglios beigetragen hat, siehe seine Rede in Villanova. Er war ein Verbündeter und ganz nach Bergoglios Geschmack: liberal, korrumpiert, homo und pädophil. Er war maßgeblich am China-Deal beteiligt. Warum wirft ihn jetzt Bergoglio vor den Bus? Weil er es kann und es ihm Spaß macht. Weiter nichts. Vielleicht ist es auch ein Zeichen an Alle:

Wenn ich das mit dem treuen McCarrick machen kann, was erst mit Euch, Leutchen?

Das erklärt auch das Ausbleiben der formellen Korrektur, wie wir bereits schrieben. Sie sind alle erpressbar, vielleicht so wie McCarrick, vielleicht anders. Weil all das nach Sühne schreit, daher werden die wenigen verbliebenen Restkatholiken stark stellvertretend von Gott gezüchtigt werden, weil Sühne notwendig ist. Ja, Sie sind an McCarrick nicht schuld, aber sie werden draufzahlen, weil das der Gang der göttlichen Dinge ist. Der Gerechte wird mit dem Sünder gestraft. Beim Ersteren dient es der Sühne, beim Letzteren der Strafe. McCarrick-Report zeigt, dass alle nachvatikanischen Päpste schlecht und die irdische Kirche bis ins Mark korrumpiert ist. Die Piusbruderschaft auch, warten Sie unsere Reihe ab. So soll man den Glauben an die Heiligkeit und Sichtbarkeit der Kirche verlieren.

Und wer ist Kirche?

Sie liebe Leserin und Leser, wenn Sie im Gnadenstand leben und für andere Buße und Sühne tun, denn jemand muss ja. Abraham war alt, seine Frau unfruchtbar und Gott hat ihm viele Nachkommen versprochen und nicht nur viele sondern “wie Sterne am Himmel und Sand am Meer” (Gen 15,1-6). Wie sollte das gehen? Es ging, weil er treu war und lange vorher erprobt wurde, bis Gott solch einen Abraham hatte, wie er ihn haben wollte. Diejenigen, welche die bergoglianische Umnachtung überleben und ihren Glauben nicht verlieren, werden starke Glaubenshelden sein, obwohl sie dieses Überleben etwas kosten wird. DSDZ hatte dermaßen harte Monate verlebt, wie noch nie im Leben davor und er hätte niemals geglaubt, dass sein Leben so hart werden wird.

Hat es denn seinem Glauben geschadet?

Nicht im Mindestens, der Geist ist willig, das Fleisch leider schwach, denn müde. Es ist wirklich so, wie es die geistlichen Schriftsteller beschreiben. Gott gibt die Einsicht denen, die alles zurücklassen, um den Berg zu besteigen und beim Felsklettern müssen sie wirklich leicht angezogen sein, um die Strapazen zu meistern. Es genügt aber einmal “Nein” zu sagen und dann hat man ein hartes und dennoch einfaches Leben. Man braucht sich nicht mit den McCarricks dieser Welt und Kirche zu prostituieren und hat keine Konsequenzen davon zu tragen. Das Harte ist also das Einfachere auf lange Sicht, denn das Joch Christi ist leicht.

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