Tradition und Glauben

Michael Matt, Christopher Ferrara und John Vennari: „Mit brennender Sorge: „Wir klagen Papst Franziskus an“ (1 von 13)

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Eine gemeinsame Erklärung von The Remnant und Catholic Familiy News

Eure Heiligkeit:

Der folgende Text, den wir in unserer Verzweiflung als unwürdige Laien schreiben, ist eine Anklage an Ihr Pontifikat, welches in demselben Masse, wie es die Mächte dieser Welt erfreut, ein Unglück für die Kirche ist. Das abschließende Ereignis, dass uns zwang, diesen Schritt zu gehen, war die Veröffentlichung Ihres „vertraulichen“ Briefes an die Bischöfe von Buenos Aires, der diese dazu autorisierte, öffentlichen Ehebrechern, die in Zweitehen leben und niemals die feste Absicht haben, ihr Leben zu ändern und ihre ehebrecherisch-sexuellen Beziehungen aufzugeben, zum Sakrament der Beichte und der Heiligen Kommunion zuzulassen. Diese Ihre Sichtweise sei die einzig richtige Auslegung von Amoris Lätitia.

Sie trotzen den Worten unseres Herrn, der Scheidung und Wiederverheiratung per se als Ehebruch bezeichnet. Sie trotzen der Mahnung des heiligen Paulus über die göttliche Strafe für den unwürdigen Empfang des Allerheiligsten Altarsakramentes. Sie trotzen der Lehre Ihrer zwei unmittelbaren Vorgänger, die im Einklag ist mit der 2000jährigen Morallehre und eucharistischen Disziplin der Kirche, die in der göttlichen Offenbarung wurzeln. Sie trotzen dem Kanonischen Recht und der ganzen Tradition.

Schon haben sie einen Bruch der universalen Disziplin der Kirche provoziert, dadurch, dass einige Bischöfe diese Disziplin trotz Amoris Lätitia aufrechterhalten, während andere, eingeschlossen die Bischöfe von Buenos Aires, diese ändern, allein auf der Grundlage Ihrer skandalösen „Apostolischen Exhortation“. So etwas ist bisher in der Geschichte der Kirche einmalig.

Nun, bisher ohne Ausnahme, bewahren die konservativen Mitglieder der Hierarchie ein rein politisches Schweigen während die Liberalen über ihren Triumph öffentlich in Jubel ausbrechen, den sie Ihnen verdanken. Fast niemand in der Hierarchie widersteht Ihrer rücksichtslosen Missachtung der gesunden Lehre und Praxis, obwohl viele hinter vorgehaltener Hand gegen Ihre Verwüstungen protestieren. So fällt es – wie während der Arianischen Krise – den Laien zu, inmitten einer nahezu universellen Pflichtvergessenheit der Hierarchie, den Glauben zu verteidigen.

Obwohl wir als Laien unbedeutend sind, sind wir doch als Getaufte Mitglieder des Mystischen Leibes Christi und dadurch sowohl von Gott her als auch göttlich, als auch durch das Kirchenrecht (vgl CIC can. 212) berechtigt und verpflichtet, mit Ihnen und unseren Mitkatholiken über die akute Krise zu kommunizieren, welche Ihre Leitung der Kirche inmitten des chronischen Zerfalls durch das 2. Vatikanum provoziert hat und seidem im Gange ist.

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Da sich privates Bitten und Flehen als völlig nutzlos erwiesen hat, wie wir weiter unten feststellen, haben wir dieses Dokument veröffentlicht, um unsere Gewissen angesichts des schweren Schadens, den Sie den Seelen und dem kirchlichen Gemeinwesen zugefügt haben und weiter zuzufügen drohen, zu entlasten. Wir ermahnen unsere Mitkatholiken in diesem Dokument, Ihrem fortgesetzten Missbrauch des päpstlichen Amtes prinzipiell zu widerstehen, insbesondere dann, wenn es um die unfehlbare Lehre der Kirche gegen den Ehebruch und die Entweihung des Allerheiligsten Altarsakramentes geht.

Im Entscheidungsprozess, dieses Dokument zu veröffentlichen wurden wir durch die Lehre des engelgleichen Doktors (Hlg. Thomas von Aquin) über die natürliche Gerechtigkeit in der Kirche geleitet:

„Ins Angesicht widerstehen“ überschreitet das Maß der brüderlichen Zurechtweisung gegenüber dem Oberen. Dies hätte also Paulus nicht getan, wenn er nicht mit Rücksicht auf die Verteidigung und Aufrechterhaltung des Glaubens mit Petrus gewissermaßen auf der gleichen Stufe gestanden hätte. …und wie Augustinus diesbezüglich schreibt (ep. 19.): „Petrus selbst hat den Vorgesetzten das Beispiel gegeben, daß sie, wenn sie etwa den rechten Pfad verließen, auch nicht unwillig es aufnehmen sollen, wenn Untergebene sie zurechtweisen.“ [Summa Theologiae, II-II, Q. 33, Art 4]

Weiterhin halten wir uns an die Lehre des Heiligen Robert Bellarmin, Kirchenlehrer, bezüglich des legalen Widerstands gegen einen eigenwillig unberechenbaren römischen Pontifex:

So, wie es rechtmäßig wäre, einem Papst zu widerstehen, der uns körperlich bedroht, so ist es rechtmäßig, Ihm zu widerstehen, wenn Er Seelen verletzt, oder einen Staat bedroht, und um wievielmehr müssen wir ihm widerstehen, wenn er sich darum bemüht, die Kirche zu zerstören. Ich sage, es ist rechtmäßig, Ihm zu widerstehen dadurch, dass man nicht tut, was er befiehlt, und dass man versucht, Ihn in der Erfüllung seines Willens zu blockieren…“[De Controversiis on the Roman Pontiff, Bk. 2, Ch. 29].

Katholiken in der ganzen Welt, und nicht nur „Traditionalisten“, sind davon überzeugt, dass die Situation, die der Heilige Bellarmin hier hypothetisch skizzierte, heute real ist. Diese Überzeugung ist die Motivation für dieses Dokument.

Möge Gott der Richter über die Rechtschaffenheit unserer Absichten sein.

Michael J. Matt
Editor, The Remnant

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Christopher A. Ferrara
Columnist for The Remnant and Catholic Family News

John Vennari
Editor, Catholic Family News

Das Original erschien in The Remnant: https://www.remnantnewspaper.com/web/index.php/articles/item/2766-with-burning-concern-we-accuse-pope-francis

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