Tradition und Glauben

Missbrauchsstudie der DBK oder außer Spesen nichts gewesen! (1 von 5)

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Aus gegebenem Anlass – Missbrauchs-Vertuschungsaffäre in der Erzdiözese Köln – mindestens seit Kardinal Höffner erinnern wir an unsere eigene Reihe über die Missbrauchsstudie der DBK, aus der praktisch nichts herauskam. Natürlich gab es in Köln Missbrauch und natürlich wurde vertuscht und gelogen, wie woanders ja auch. Vergessen wird aber nicht, dass Kardinal Höffner, der direkte Nachfolger des „Konzilsvaters“ Frings war, dessen Peritus und Berater Ratzinger war. Und was hat das mit dem Missbrauch zu tun? Dass infolge der nachkonziliaren „Offenheit“ und „Öffnung“ wahrscheinlich nicht mal unter Frings das geahndet und bestraft wurde, was bestraft werden sollte. Ein näherer Blick in die Kirchenarchive, die unter Verschluss stehen oder gar vernichtet wurde, sollten eine nähere Auskunft darüber geben können. Warum ächzte man denn vor dem Konzil vor allem in Deutschland unter dem „römischen Joch“? Weil alle, die von dem Missbrauch wußten: der Betroffene selbst und sein Beichtvater unter der Strafe der Exkommunikation verpflichtet waren die Sache nach Rom zu melden. Die Untersuchung fand also von Rom aus statt und nicht intern durch die Kumpels innerhalb der Diözese. Daher war die Möglichkeit der Vertuschung und Verschleierung einfach viel kleiner, weil man vor Vat. II damit rechnete, dass so etwas passiert. Ließ aber „die römische Kandare“ locker, so lockerte sich alles. Und was ist auch der Grund, warum der Dubia-Kardinal Meisner nicht gegen Bergoglio weitermachte. Weil er durch sein eigenes Verhalten in Missbrauchsfällen erpressbar war. Ja, liebe Kinder, so sieht das wahre Leben aus. Und was hilft da? Ein Papst, den Ann Barnhardt, Pope-Son-of-the-Bitch-the-First nannte, was die Strenge des Charakters anbelangt, der mehr Christus und die Kirche liebt als sein eigenes Leben, der damit rechnet jeden Moment umgebracht zu werden und der ähnliche Kardinäle und Bischöfe beruft, die endlich in diesem Pädo-Homo-Konkubinatssumpf Ordnung schaffen. Ja, danach werden die Gefängnisse voller (sollte die Verjährungsfrist für Missbrauch heraufgesetzt werden) und wir werden kaum noch Priester haben, aber diejenigen, die wir haben taugen ohnehin nichts, so ist es kein großer Unterschied.

Manchmal ist DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) dermaßen wütend, dass er sprachlos wird und für eine meistens längere Zeit einschnappt. Er gehört zu den Menschen, die man nicht fürchten muss, wenn sie schreien und randalieren, sondern dann, wenn sie ganz still sind. Die Sprachlosigkeit geht manchmal in Schreiblosigkeit über. Die Thematik des sog. „Missbrauchs“ (abuse) gehört zu diesen Themen, wo DSDZ nach Worten ringt. Das deutsche Wort „Missbrauch“ ist viel zu gelinde, um all das Grauen und den Schmutz, der mit diesen Tätigkeiten zusammenhängt wiederzugeben. „Missbrauch“ ist ein Täterwort, kein Opferwort. Man sollte eher von Vergewaltigung auf Raten oder von Schändung sprechen. Das Deutsche kennt ja das Wort „Knabenschänder“, das hier zum Tragen kommt. Ein junger Mensch, ein Kind, meistens männlich, wird geschändet, verunehrt, gedemütigt, verunreinigt, gebrannt, für das ganze Leben gekennzeichnet und zwar von Männern, die für ihn Gott darstellen. Elisabeth Yore eine bekannte und versierte Anwältin und traditionelle Katholikin, die fast ihre ganze berufliche Karriere den Missbrauchsopfern der katholischen Priester gewidmet hat, schreibt sehr zutreffend, dass dies die schlimmsten Täter sind, weil sie an Gottes statt handeln und wer kann schon zu Gott „Nein“ sagen. Wie bei allen Giften spielt auch bei Sex nicht nur die Menge, sondern vor allem der Zeitpunkt eine entscheidende Rolle. Eine unreine Berührung kann sich auf ein Kind wirklich traumatisierend auswirken, ein Jugendlicher verkraftet es besser, ein Erwachsener lächelt es weg. Was aber besonders weh tut, ist der Missbrauch des Vertrauens, das das Opfer einem Mann Gottes entgegengebracht hat. Eine Bekannte von DSDZ wurde vor Jahren vom Hund ihrer Tante gebissen, den sie sehr gut kannte und mochte.

„Weißt Du wie ich mich fühlte?“, fragte sie, „als wäre ich vom eigenen Vater vergewaltigt worden. All das Vertrauen, das ich hatte ist weg. Wie konnte er so etwas tun? Ich habe ihn doch so gut gekannt“.

Ähnlich muss es auch den Opfern ergangen sein, welche die Welt nicht verstanden, sich selbst beschuldigten und fragten, was ihnen Gott damit sagen wollte, ob es nicht gar eine Strafe für ihre Sünden sei. Denn solch ein Täter zerstört nicht nur das Vertrauen in die Kirche als Institution, falls es noch Katholiken gibt, die diese immer noch haben, sondern er zerstört das Vertrauen in Gott und seine Vorsehung. Wenn man schon einem Priester nicht trauen darf, wem sonst? Es ist also eine ratenweise durchgeführte Vergewaltigung und eine auf Langzeit geplante Zerstörung der Seelen. Mit dem Vorsatz werden wohl alle Menschen übereinstimmen, mit dem Nachsatz die Gläubigen.

Und deswegen wundert einen Gläubigen das Vorgehen der institutionellen Kirche, welches sehr schön und treffend in der ZDF-Dokumentation Das Schweigen der Hirten gezeigt wird, wo all diese perversen Sexualstraftäter – das Wort „Missbrauchstäter“ erscheint uns an dieser Stelle zu schwach – versetzt, verschoben und delegiert werden, sodass sie sich einer schier grenzenlosen Straffreiheit erfreuen. Warum werden sie so geschützt? Weil sie Knaben oder Mädchen auch für andere, jetzige Bischöfe und Ordinariatsmitarbeiter organisiert haben, dies und das filmten und sich gut abzusichern wussten, nach dem Motto:

„Wenn ihr mich jetzt auffliegen lässt, dann müsst ihr alle dran glauben.“

So ist es in kriminellen Organisationen und die nachkonziliare, katholische Kirche ist leider zur solch einer mutiert, sodass in den USA ganz ernsthaft erwägt wird, ob das sog. RICO-Gesetz (Racketeer Influenced and Corrupt Organizational Act ), ein Gesetz gegen die organisierte Kriminalität, auch im Falle der katholischen Kirchen angewandt werden sollte. Der RICO-Act erlaubt es die Verantwortlichen für die Taten zu bestrafen, die sie angeordnet, nicht nur für diejenigen Verbrechen, die sie selbst begangen haben. Die katholische Kirche, nein, nicht nur die in den USA, erfüllt ja leider Gottes alle Merkmale einer kriminellen Vereinigung:

  • Kriminelle Taten, Kindesmissbrauch, werden begangen.
  • Kriminelle Taten werden vertuscht.
  • Kriminelle Taten werden angeordnet (z.B. ein Bischof ordnet an die Personalakte mit Angaben über Verbrechen zu vernichten).

Wo ist da der Ausweg? Dass ein starker Staat von außen eingreift, der der die gesamte Dokumentation in Beschlag nimmt und die Schuldigen, nach RICO-Gesetz, die Bischöfe und Kardinäle also, einbuchtet. „Die Krise der Kirche ist eine Krise der Bischöfe“ meinte Kardinal Franjo Seper, und würde die Mehrheit, der „guten, frommen, johanno-paulinischen, Ratzingerianer, die es schwer haben“ einsitzen, so würde es lichter werden, noch lichter, wenn die Perverslinge unter den Priestern eingekerkert würden. Es ist wirklich unwahrscheinlich, dass aus den verbleibenden Nicht-Knabenschändern noch schlechtere Bischöfe gewählt werden würden, als die bisherigen, wenn wir wieder einen katholischen Papst haben sollten. Jemand schrieb sehr scharfsinnig auf Rorate Caeli, dass das eigentliche Problem der amerikanischen Kirche nicht in 4,4% der Missbrauchspriester liegt, die diese Taten begangen haben, sondern in 60% bis 80% der Bischöfe, die diese Priester gedeckt haben. Man muss sich wirklich die Frage stellen, welche übernatürliche Sicht des Priestertums doch diese Bischöfe vertreten, wenn sie einen Sexualstraftäter nicht gleich suspendieren, sondern ihn woanders hin versetzen? Hat er denn seine völlige Unfähigkeit zum Priesteramt nicht bereits bewiesen? Dieser Mann, der den Gläubigen ein Rohr mit reinem Wasser der Gnade sein sollte, ist ein gefährlicher Sumpf, der andere in seine Fäkalienkloake hineinzieht. Aber um dies zu sehen, müsste man gläubig sein. Versetzt man einen priesterlichen Perversling, schickt man ihn in eine Therapie, weil man Mitleid mit ihm hat, nicht mit den Opfern, nicht mit der Kirche, nicht mit Christus, der dadurch sakrilegisch beleidigt wird, dann hat man eo ipso keinen übernatürlichen Glauben. Da fragt man instinktiv, wer davon weiß, ob sie klagen werden, ob es Zeugen gibt, wie man die Sache mit Geld beschwichtigen kann. Der Missbrauchsreport der DBK, MHG-Studie genannt, gibt an, dass manche Diözesen „fast automatisch“ zahlten (MHG-Studie, S. 20). Woher diese Großzügigkeit? Weil sie ihre Pappenheimer kannten und sehr wohl wussten, wen sie wohin und warum versetzten. Seien wir doch erwachsen.

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Aber widmen wir uns doch der eigentlichen MHG-Studie zu, welche 366 Seiten beträgt und eine Zusammenfassung von 15 Seiten umfasst. Sie können sich diese ganze Lektüre, die es hier zu beziehen gibt, gleich sparen und DSDZ, bescheiden wie er ist, zitiert sich hier selbst:

[…] denn woanders, in D, A, CH, […] Im Gegensatz zu den USA und zu Chile, wo der Staat einschreitet,  in Belgien wurde es auch leider umsonst versucht, werden die kirchlichen Archive woanders nicht freigegeben, sodass keine Strafverfolgung der Täter und der dafür verantwortlichen Bischöfe möglich ist. Da leider Gottes die Katholische Kirche im Jahre 2018 überall aus homosexuell-pädophilen Netzwerken besteht, die einander decken, fördern und einander multiplizieren – durch Missbrauch an Seminaristen und Erstellen der Dreierliste zur Bischofswahl – so wird sich die jetzige Kirche, insbesondere unter Franziskus, selbst nicht reinigen können und wollen. Da muss der Staat her, da muss die Justiz zuschlagen. (Die Gnosis-Anti-Kirche-klerikaler Missbrauch-Wochenendbeilage)

Im Gegensatz zur Aufdeckung des jahrelangen sexuellen Mißbrauchs durch die Journalisten des Boston Globes im Jahre 2002, welcher in den USA eine Lawine an Klagen ins Rollen brachte, brachte im Jahre 2010 in Deutschland ein Jesuit (aha!) – Pater: Klaus Mertens – ins Rollen. [..] In Deutschland wie im jetzigen McCarrick-Fall war es aber ein Inside-Job. Diese Informationen also wurden von Vertretern der Kirche bekannt gegeben, die natürlich wussten, welche Zerstörung sie damit anrichten. […] Worum ging es denn? Um die Hervorbringung des Skandals. Das Geld für die Abfindungen für die ehemaligen Opfer kommt in Deutschland eh aus der Kirchensteuer. Im Gegensatz zu den USA, wo den Opfern immense Entschädigungen zugestanden werden können, welche manch eine amerikanische Diözese in den Bankrott führten, fallen die Entschädigungen in Deutschland sehr gering aus: 20.000 EUR für eine nachgewiesene Vergewaltigung zum Beispiel. Man dachte sich in der DBK mit der Unterstützung der Jesuiten

– wir lassen die Sache platzen

-verderben viele Seelen,

-geben vor den Augias-Stall zu reinigen,

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-finanziell tut es uns nicht weh, ist eh Kirchensteuergeld.

Würden also in Deutschland jetzt alle missbrauchten Seminaristen oder Priester klagen, so würde dies für die Kirche in Deutschland keine finanziellen Einbußen bedeuten.

Was heißt das? Dass in D, A und CH aufgrund der kirchlich-staatlichen Verflechtung niemals das ganze Ausmaß des Missbrauchs aufgedeckt werden wird. Der Staat wird die Kirche nicht zwingen, die Kirche, im Sinne der DBK wird es von sich aus nicht tun. Wir schrieben auch mehrmals, dass die deutsche Missbrauchsstudie belanglos sein wird, weil die Forscher keinen Zugang zu allen Daten haben werden. Dieser Fall trat auch tatsächlich ein. Lesen Sie doch selbst.

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