03. Feste in März Unser Archiv:

Predigten der Kirchenväter – Festtage II – Mittwoch der Karwoche

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Lesungen der ersten Nokturn

Erste Lesung

Aus dem Propheten Jeremias. Oh du Hort Israels, oh Herr, alle die dich verlassen, erleben Unheil; die sich von dir trennen, sind, als ob ihr Name in Sand geschrieben wäre; denn sie verlassen den Quell mit dem belebenden Wasser, den Herrn. Oh sei mein Arzt, Herr, dass ich gesund bleibe; erhalte mich heil, dass ich heil bleibe; denn du bist der Gegenstand meines Lobes. Ach, die sagen zu mir: Wo ist denn das, was der Herr angekündigt hat? Mag es doch eintreten! Und ich habe mich nicht gescheut, dir als dem Hirten zu folgen; und ich habe nicht den Straftag der Menschen ersehnt; das weißt du. Was über meine Lippen kam, war richtig vor deinem Blickpunkt aus, sei mir nun Vertreiber meiner Furcht, sei sichere Zuflucht mir am Tage meiner Bedrängnis. Lass erfolglos wirken, die mich verfolgen, dass nicht ich erfolglos wirke; lass sie in Schrecken, kommen, dass nicht ich in Schrecken komme. Lass über sie erscheinen einen Straftag und mit ganz besonderer Wucht wirf sie nieder.

Zweite Lesung

Wer hat schon von solchen Scheußlichkeiten gehört, die in zu großer Zahl das liebe Israel verübt hat? Bleibt denn jemals die Felsenplatte auf dem Libanon ohne Schnee? Oder kann austrocknen dass von dort herunter kommende und weitere fließende frische Wasser? Und doch hatte mein Volk mich vergessen, einem trugen Gebilde Opferfeier dargebracht, ist ins Wanken gekommen auf seinem Wege, auf dem von alters her ihm gewiesenen Wege; um auf Pfaden zu wandeln mit nicht ausgetretenen Weg. Und so wird sein Land zu einer Wüste und zum Gegenstand ewigen Spottes. Alle die vorbeigehen, geraten ins Staunen und schütteln das Haupt bei ihrem Anblick wie ein Wind, so will ich sie vor dem Feinde auseinander jagen lassen; den Rücken, nicht das Antlitz will ich Ihnen zuwenden am Tage ihres Unterganges. Und sie reden: Kommt, wir wollen gegen Jeremias böse Pläne fassen; denn nicht geht der Bund (mit Gott) zu Grunde aus Mangel an Priestern, und nicht die Leitung des Volkes aus Mangel an Beweisen, und nicht die Offenbarungen aus Mangel an Gottes Männern; kommt, wir wollen ihn umbringen mit unserer Zungen und alle seine Handlungen ungeachtet lassen.

Dritte Lesung

Achte, auch Herr, auf mich und höre auf das, was meine Gegner sagen. Sollten statt des Guten Böses vergolten werden, weil sie für mich eine Grube ausgegraben haben? Erinnere dich, dass ich vor dir gestanden bin, um für sie Gutes zu reden und deinen Groll von ihnen abzuwenden. Darum müsstest du ihre Kinder verhungern lassen und sie dem Schwerte entgegen führen; es müssten ihre Gattinnen kinderlos bleiben und Witwen werden; und deren Männer müssten getötet werden, ihre Jünglinge müssten mit dem Schwerte durchbohrt werden Kampfe. Es müsste Wehgeschrei aus ihrem Häuschen ertönen, wenn du unvermutet Plünderer ihnen zugeführt. Denn sie haben eine Grube ausgegraben, um mich zu fangen, und eine Schlinge heimlich gelegt für meine Füße. Ach, auch Herr, du kennst ihren ganzen Mordplan gegen mich; sein ich gelegentlich gegenüber ihrer Bosheit und was sie Unterricht tun, lass vor dir nicht ungetan bleiben, lass sie niederstürzen vor dir, und wenn du im Grimm bist, dann bearbeite sie.

Kirchengebet: Sieh gnädig herab, o Herr, auf diese deine Dienerschar, für die unser Herr Jesus Christus sich ohne Bedenken den Händen der Henker übergeben und die furchtbaren Qualen des Todes am Kreuze auf sich genommen hat.

Quelle: Erzpriester Stephan, Das kirchliche Stundengebet oder das römische Brevier, Bd. II, Regensburg 1927, 1140 ff.

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