Heiligenlebensläufe Premium-Archiv:

Neue Reihe: Heiligenfeste im Brevier

Katholiken kennen ihre eigenen Heiligen nicht.

Warum?

Weil ihnen das nirgends verkündigt wird. Der Novus Ordo Pfarrer und seine bürstenschnittige Assistentin sagen ja immer,

„dass es sich um Vorbilder für die damalige Zeit handelt, welche noch zusätzlich von der Kirchenpolitik verfälscht worden“.

Dies ist aber leider eine direkte Projektion der nachkonziliaren Heiligsprechung, bei der man sich sehr oft fragen musste, worin eigentlich der Tugendgrad solcher „Heiligen“ wie Johannes XXIII., Paul VI. und Johannes Paul II. bestand?

Damit wir das wahrhaft katholische Kennenlernen, so wollen wir hier eine neue Reihe vorstellen, welche „Heiligenfeste im Brevier“. Es werden in ihr täglich, sofern wir es schaffen, Texte der zweiten Matutin des Breviers des Pius X. Divino afflatu spirutu vorgestellt, weil dieses Brevier, das von 1911-1950 gültig war, die unverfälschten Heiligenlebensläufe enthält und außerdem vom Wiener Erzpriester Stephan ins Deutsche übersetzt wurde. Diese Übersetzung ist annehmbar, obgleich nicht vollkommen, manchmal verändert der gute Erzpriester den Originaltext und verwendet eine viel höhere Literatursprache, als diejenige, welche im lateinischen Brevier selbst vorhanden ist. Nichtsdestotrotz sind wir froh, dass es diesen Erzpriester des wieners St. Stephan Doms gab, denn wir brauchen bloß seine Arbeit einzutippen anstatt eigene Übersetzungen vorzulegen.

Die Sprache mag hier und da ein wenig antiquiert und gewöhnungsbedürftig erscheinen, aber wer von uns hat schon täglich mit der deutschen Literatursprache des frühen 20. Jahrhunderts zu tun? Es wird uns allen gut tun und uns nicht umbringen.

Der Schreiber dieser Zeilen pflegte über zehn Jahre lang die Zeitschrift Men’s Health zu lesen, aus der er viele Trainings- und Ernährungstipps bezog. Der Nachteil einer solchen Lektüre bestand jedoch darin, dass man sich immer mit den dort dargestellten Models und Leistungssportlern messen musste, was dem Leser zum Nachteil gereichte, denn so gut wie die dargestellten Vorbilder war er doch nicht. Aber durch diese Lektüre führte man sich dennoch angespornt diesen Vorbildern nachzueifern und beispielsweise seine durchschnittliche Geschwindigkeit bei der 100 km Radstrecke zu erhöhen, da es andere auch konnten. Durch die guten Trainingstipps wurde das Ziel nach und nach erreichbar, wenn man dabeiblieb. Deswegen auch wurden nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil alle Heiligenlebensläufe umgeschrieben, der Wunder und anderer übernatürlichen Vorkommnisse entledigt, sodass sich das Leben eines angeblich Heiligen durch nichts vom Leben des Pfarrers um die Ecke oder der dreifach geschiedenen allein erziehenden Mutter unterschied. Das Ziel war die Horizontalisierung, die absolute Gleichmacherei zwischen dem Übernatürlichen und Natürlichen, zwischen der Natur und Gnade, was auf der höheren theologischen Ebene der Lubac und sein Schüler Rahner vorbereiteten. Denn gibt es keine Vertikale, so bleibt alles in der Horizontalen d. h. in der liegenden Stellung liegen.

Wenn der Schreiber dieser Zeilen in der letzten Zeit seine 16-18 Stunden Tage absolviert und mit Schlafmangel zu kämpfen hat, dann tröstet er sich damit, dass der hl. Petrus von Alcantara sie selbst dazu brachte bloß zweieinhalb Stunden im Knien zu schlafen, was er freimütig der heiligen Teresa von Avila berichtete, die es in ihren Schriften festhielt. Angesichts eines solchen Vorbildes kann man wirklich nicht jammern, wenn man do zu seinen 6 Stunden Schlaf pro Nacht kommt. Denn das Übernatürliche, das in vielen heiligen Lebensläufen beschrieben wird, ist nicht von heute auf morgen eingetreten, denn dem göttlichen Eingriff gingen jahre- oder jahrzehntelange asketischen Bemühungen des Individuums voraus. Als ein treuer Leser von Men’s Health weiß DSZD, dass man durch die richtige Trainingsmethode, durch Training und Ausdauer wirklich alles erreichen kann, indem man die Mentalität entwickelt den „inneren Schweinehund“ in allen Bereichen zu überwinden. Im Geistlichen heißt dieser „interner Schweinehund“ der „Feind des r Menschengeschlechts“ (inimicus humanae generis) und es ist der Teufel, der sich zuerst unserer eigenen Natur bedient, um uns in Schach zu halten.

Viele Restkatholiken glauben, dass sie in absoluter Untätigkeit herumliegen können und Gott dafür eigens für sie einen Wunder tun wird, „den Triumph des Unbefleckten Herzens“, weil sie es sich verdient haben. Sie habe auch den Anspruch alles von allen umsonst zu erhalten, weil sie es nötig haben. Nichts falscher als das. Es ist ein falsches Gottesbild, eine falsche Gnadenlehre, eine falsche Sicht der menschlichen Natur und schlichtweg die Rechtfertigung der eigenen Faulheit. Die Heiligen haben es anders gemacht und uns etwas anderes vorgelebt. Daher ist es wichtig ihre Beispiele in der unverfälschten vorkonziliaren Form unseren Lesern zugänglich zu machen. Die Vollendung dieser ganzen Reihe wird ein wenig dauern, da das Kalenderjahr 365 Tage hat, aber wir machen uns auf den Weg, sodass ab und zu es zwei Beiträge pro Tag geben wird. Man kann von fast jedem Heiligen etwas lernen und ihn in irgendetwas nachahmen. Bewunderung ist schön – Nachahmung ist besser. Amen.

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