Nihil amatum quod non cognitum oder über die Freitage der Fastenzeit

Heute geht über die emotionale Christusliebe und die Freitage der Fastenzeit. In seinem neuesten Interview für die Lifesite News meint Bischof Schneider, dass Homosexualität und Kindesmissbrauch bei Priestern in keiner Weise mit der Christusliebe zu vereinbaren sind. Natürlich sind sie es nicht auch nicht mit dem Normalsein. Auch wenn wir annehmen können, dass für die Mehrheit der Priester und Gläubigen die Thematik der Pädo- oder Ephebophilie und Homosexualität persönlich irrelevant ist, so können wir uns alle fragen, wie es um unsere Christusliebe qua Liebe auch als Gefühl bestellt ist. Der Novus Ordo erzieht zum Narzissmus und letztendlich zum Atheismus und es ist kaum möglich einen Priester über 70 zu finden, der kein ungläubiger Narzisst wäre. Sie stehen im Mittelpunkt, also geht es um sie. Die Liturgie ist für den heutigen Menschen da, also geht es wieder um sie, da sie Menschen sind. Keine Engel, wie sie oft betonen. Ann Barnhardt hat recht, dass Novus Ordo Legionen von dämonischen Narzissten produziert mit allem, was dazu gehört: Sünde, Hass, Laster. Aber erst neulich ist DSDZ der Gedanke gekommen, dass der Novus Ordo eine dermaßen große Beleidigung Gottes darstellt, dem ja der eigentliche und von Ihm selbst gewollte Kult seit der „Liturgiereform“ vorenthalten wird, dass Gott gerade auf die Geistlichen, die diesen Kult durchführen, Scharen von Dämonen loslässt, damit diese die ersteren verführen und in den Abgrund der Sünde stürzen, denn so viele sittliche Skandale wie jetzt hat es in der gesamten Kirchengeschichte wirklich noch nie gegeben. Wie Father Ripperger – der amerikanische Exorzist – oft sagt und andere dämonologische Traktate es bestätigen, herrscht überall, auch in der Dämonenwelt die göttliche Gerechtigkeit samt anderen göttlichen Attributen. Dies bedeutet, dass die Dämonen ein Anrecht darauf enthalten jemanden besonders zu quälen, wenn er sündigt. Je schwerer er sündigt, desto mehr Anrecht, aufgrund der göttlichen Gerechtigkeit, haben sie auf ihn. Natürlich versuchen sie vorher zur Sünde, damit diese überhaupt stattfindet, sodass sie anschließend noch mehr Anrecht auf den Sünder haben. Stellen Sie sich Mücken oder anderes Getier vor, welches von außen auf ihr beleuchtetes Fenster einstürmt. Sie können auch an die berühmte Szene aus Hitchcocks Vögel denken, wo die Protagonisten in einem Zimmer sitzen. Sie hören zwar die angreifenden Vögel, sehen sie aber nicht bis ein paar Vögel tatsächlich das Fenster durchbrechen und ins Zimmer einfallen. Bei der normalen Versuchung sind die Dämonen, deren Job es ist zu versuchen, draußen und Sie sind geschützt, aber jede Sünde, auch eine leichte Sünde, öffnet einen Spalt und lässt die Dämonen einfallen. Bei schwerer Sünde werden ihnen Tür und Tor geöffnet und dann beginnt das Zerfleischen des armen Sünders.

In der letzten Zeit stieß DSDZ eher ungewollt auf Biographien von homosexuellen Männern und Frauen. Und was entdeckt man da? Eine Abwärtsspirale von Dekadenz: Homosexualität, Alkohol, Drogen, Selbstmordversuche und bis zum Selbstmord hin. Im besten Fall starke Lebensverkürzung durch Drogen. Unglück, Trauer, Depression, psychiatrische Betreuung. Beispiele gefällig? Bitte schön: Klaus Mann, Erika Mann, Annemarie Schwarzenbach, Carson McCullers, Montgomery Clift, Alexander McQueen, George Michael und, und, und. Es sind zwar Künstler und daher sind ihre Lebensläufe bekannt, aber auch bei Nicht-Künstlern ist diese Abwärtsspirale vorhanden. Wenn dieses Out and Proud, wie man jetzt so sagt, so glücklich machen würde, warum sind all diese Menschen so unglücklich? Weil sie in schwerer Sünde leben und die Dämonen zu ihnen Zugang haben. So ist davon auszugehen, dass die jetzige Homosexualisierung der Gesellschaft in einigen Jahrzehnten zu massiven Selbstmordwellen auch qua Euthanasie führen wird. Es ist wirklich so: Sünde macht unglücklich und krank. Das Moralgesetz ist qua Naturrecht in unsere Natur eingeschrieben. Verstößt man dagegen, so leidet man. Durch die Verhütung in der Ehe natürlich auch. Viele moderne Theologen meinen, dass früher die Kirche eine Fixierung auf das Sechste Gebot prägte. Dies stimmt nur bedingt. Durch die Missachtung des Sechsten Gebots schlittert man einfach sehr leicht in die Todsünde, weil die Materie der Sünde in diesem Fall immer schwer ist. Es ist das Lieblingseinfallstor des Teufels leider. Sex sells, ja, es ist wahr. Daher diese Hypersexualisierung des Bergoglio-Pontifikats, welcher schon durch die Theologie des Leibes von Johannes Paul II. Tor und Tür geöffnet wurde. Wie wir hier bereits schrieben, wenn Sex nur der Lust dient und das Prokreative nur sekundär ist, und so lehrt leider die Theologie des Leibes und der ganze Nachkonziliarismus, dann ist es schwer zu erklären, warum Homosexualität, die ja auch nur der Lust dient oder andere Perversionen, sündig sein sollten. Es ist ja nur Sex mit anderen Mitteln, um an dieser Stelle die berühmte Aussage von General von Clausewitz zu bemühen, wonach „Krieg nur Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln sei“.  Clausewitz hat natürlich Recht, denn Kriege sind Politik, aber wenn wir statt „Sex“ „Fortpflanzung“ lesen, dann ist die Homosexualität keine Fortsetzung der Fortpflanzung mit anderen Mitteln, weil keine Fortpflanzung durch sie stattfindet.

Aber kehren wir zu unseren Geistlichen zurück, sollten sie auch nicht homosexuell sein, was manchmal auch der Fall ist und Gott nicht auf diese Art und Weise schwer beleidigen. Die Sünde der Häresie, ja, auch der materiellen, öffnet sie für die Dämonen. Die Sünde, auch die materielle, des verkehrten Gotteskultes öffnet sie ebenfalls für die Dämonen. Ferner ist da noch die Sünde der Acedia, wo man das mannhafte Kämpfen um das Gute scheut. Und das öffnet worauf? Wir ahnen es. Auf die Dämonen, welche sich dann als „Depression“ verkleiden.

Und was ist der Gegenentwurf?

Die Erweckung der Christusliebe durch die Betrachtung der Menschheit Christi, insbesondere der Leidensgeschichte Christi. Natürlich macht diese Betrachtung nur dann Sinn, wenn man an die Göttlichkeit Christi glaubt und in Ihm keinen überhöhten Menschen, wie Ratzinger es tut, sieht. Weil die zweite Person der Dreifaltigkeit Mensch geworden ist, daher gab es Erlösung, weil Gott durch Gott im Menschen Christus die vollkommene Sühne für alle Sünden seit Anbeginn der Welt bis zum Ende der Welt dargeboten wurde.

 

Warum war das notwendig?

Weil jede Sünde eine unendliche Beleidigung des unendlichen Gottes darstellt, uns für die Dämonen öffnet, uns selbst schadet und die spirituelle und die materielle Welt verpestet. Die Christusliebe lernt man aber nur durch die Christusbetrachtung. So heißt auch der Anfangssatz: nihil amatur quod non cognoscitur – „nichts wird geliebt, wenn es nicht erkannt wird“. Es ist natürlich ein Truismus zu sagen, dass in der Novus Ordo Kirche das Leiden Christi in keinster Weise betrachtet wird. Betrachtet werden bei den selbstgebastelten Mitmach-Kreuzwegen die Menschen, die „Flüchtlinge“ und die Wale. Aber die Kirche gab in der guten alten Zeit den Gläubigen eine Handreichung, wie sie immer tiefer in das Geheimnis des Leidens Christi im Sinne eines mitfühlenden Liebens hineinwachsen können. Diese Praxis ist im hinteren Teil der Tridentinischen Breviere zu finden und DSDZ kann leider nicht sagen, wo und wann sie obligatorisch gewesen ist. Im Missale ist diese Praxis in der Rubrik: Missae propriae quae in aliquibus locis celebrari possunt – „Eigene Messen, welche in einigen Orten zelebriert werden können“ zu finden. An welchen Orten und wann dies der Fall war, entzieht sich aber zurzeit unserer Kenntnis. Dennoch haben diese Feste die Rubrik eines Duplex maius Festes, sodass sie über den üblichen Heiligenfesten stehen.

 

Wovon ist hier die Rede?

Von den Freitagen der Fastenzeit, an denen ein spezielles Offizium gebetet und eine spezielle Messe über die Leiden Christi zelebriert wird, wohl dann, wenn kein höheres Fest als Duplex maius an diesem Tag fällt. Diese Freitage und manchmal auch Dienstage sehen wie folgt aus:

  1. Dienstag nach Septuagesima – Zur Ehre des Gebets Christi im Ölgarten
  2. Dienstag nach Sexagesima – Zur Ehre des Leidens Christi
  3. Freitag nach Aschermittwoch – Zur Ehre der hl. Dornenkrone Christi
  4. Freitag nach I. Fastensonntag – Zur Ehre der hl. Lanze und Nägel Christi
  5. Freitag nach II. Fastensonntag – Zur Ehre des hl. Schweißtuches Christi
  6. Freitag nach III. Fastensonntag – Zur Ehre der Fünf hl. Wunden Christi
  7. Freitag nach IV. Fastensonntag – Zur Ehre des hl. Blutes Christi

Weil der V. Fastensonntag der Passionssonntag ist, so finden wahrscheinlich deswegen keine zusätzlichen Andachten an den nachfolgenden Freitagen statt. DSDZ hat die o.a. Freitage zu spät entdeckt und ist zu spät auf diesen Zug gesprungen, sodass er erst bei (3) dem Freitag zur Ehre der hl. Dornenkrone Christi mit dem Brevier-Offizium eingestiegen ist. Da taten sich aber dermaßen tiefgründige Welten an Bedeutung auf: Hohelied, Apokalypse und die Christusmystik des hl. Bernhard von Clairvaux, dass DSDZ ein wenig schwindelig wurde. Welche abgründige Tiefe hat doch die Leidensgeschichte Christi. Aufgrund der Lektüre einer Predigt des hl. Bernhard wurde DSDZ klar, wie kaltherzig er selbst doch ist und wie wirklich glühend der hl. Bernhard von Clairvaux Christus liebte. Welche Glut, welche Innigkeit, welcher Affekt. DSDZ ist zu solch einem Gefühlsüberschwang nicht fähig, ist es wahrscheinlich nie gewesen. Der hl. Bernhard aber liebt und leidet, wenn er den Heiland gequält und missachtet sieht. Ann Barnhardt hat recht, indem sie schreibt, dass, wenn wir Christus wirklich lieben würden, wir nicht einmal eine lässliche Sünde begehen würden, weil wir wüssten, welchen Schmerz diese eine Sünde dem Heiland bei seiner Passion bereitet. Aber diesen Weg entdeckt man erst durch das Gefühl. Wenn man die Leidensgeschichte betrachtet, dann sieht man, was Er für uns erlitten hat und dann kann man Gott bitten, dass Gefühle freigesetzt werden, falls man selbst keine haben sollte. Das nennt man das affektive Gebet, wo man beim Beten Affekte des Mitleidens, des Staunens, der Dankbarkeit, des Lobes etc. erweckt und sie dem betrachteten Geheimnis zueignet. Aber zuerst muss man das Was kennen, um diesem Was das Wie, sprich die Gefühle, erwecken zu können. Das Tridentinische Brevier zeigt das Was im Offizium und eröffnet Bedeutungsebenen, die man nicht einmal geahnt hätte. Wenn man aber auch kein Tridentinisches Brevier betet und keinen Zugang zu den o.a. Freitagsmessen hat, so kann man doch immer an einem Freitag einen Teil der Leidensgeschichte betrachten, ja, vom Kreuzweg abgesehen und Gefühle dabei bewusst und willentlich erwecken und den Heiland noch mehr zu lieben und dadurch weniger gegen Ihn zu sündigen. Amen.

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