Offener Brief an die Bischöfe der Katholischen Kirche – Einleitung

Aus aktuellem Anlass wollen wir hier in Abschnitten den offenen Brief an die Bischöfe der Katholischen Kirche veröffentlichen, in welchem 20 Gelehrte Bergoglio der Häresie anklagen und katholische Bischöfe um Intervention bitten. Dass Bergoglio formelle Häresien begeht, schreiben wir hier seit 2015, sodass es nichts Neues ist. Schauen wir uns den Verlauf des Widerstandes an:

Wir haben es also bei dem jetzigen offenen Brief mit der dritten Initiative zu tun, bei der Franziskus öffentlich der Häresie angeklagt wird. Die erste Initiative stellte der Brief der 45 aus dem Jahre 2016 dar, die zweite die Correctio filialis aus dem Jahre 2017. Von einzelnen Initiativen und Unterschriftenaktionen abgesehen, ist dies alles, was bisher vorgefallen ist. Die Dubia der Kardinäle waren nur Zweifel, auf die Bergoglio nicht geantwortet hat. Während aber die bisherigen Aktionen den Sachverhalt der formellen Häresie darstellten, stellt dieser neben einer neuen Darstellung den Appell an die katholischen Bischöfe dar etwas zu unternehmen. Die Anzahl der im jetzigen offenen Brief vorgestellten Häresien könnte sicherlich noch erhöht werden, da wirklich kaum ein Tag vergeht, an dem der Antipapst Franziskus keine von sich gibt. Aber die Autoren verbleiben bei sieben. Es ist natürlich recht mühselig den kritischen Apparat darzulegen, um eine Häresie wirklich nachzuweisen, denn schon eine ist eine zuviel. Diejenigen, die an dieser Thematik mehr interessiert sind, verweisen wir zur englischen Ausgabe von Denzinger-Bergoglio,  einer spanischsprachigen Initiative, welche schon von Anfang des Bergoglio-Pontifikats angefangen hat, seine theologischen Irrtümer zusammenzutragen, welche mittlerweile auf 160 angewachsen sind.

Was wird diese neue Initiative bringen?

Praktisch leider nichts, wie wir bereits schrieben. Denn die Bischöfe sind zu ungläubig als dass sie ihre eigene Stelle samt Bezügen riskieren sollten. Aber es ist etwas für die Akten, für die Geschichte, für das Protokoll, dass sich jetzt niemand davon freisprechen kann er habe “es nicht gewußt”, wie die Deutschen im Dritten Reich. Manche haben es gewußt, manche wollten es nicht wissen, aber nach dieser letzten Initiative wissen die Bischöfe zumindest, dass es Gelehrte gibt, welche Bergoglio zum dritten Mal der Häresien anklagen. Der deutsche Text wurde auf dem Blog Beiboot Petri gefunden, welcher sich entweder selbst die Mühe der Übersetzung machte oder dem die deutsche Übersetzung zur Verfügung gestellt wurde. Wenn also unser hasenspickendes Mütterchen sich die letzten Jahre die Sorgen machte:

Dass, was der Papst sagt, kann doch so nicht stimmen.

dann hatte es recht, was hiermit zum dritten Male nachgewiesen wurde.

LifeSiteNews hat einen Offenen Brief von 20 katholischen Gelehrten, Klerikern und Laien an Bischöfe und Kardinäle veröffentlicht, in dem darum gebeten wird, den Pontifex  wegen wiederholter Häresien in Wort, Schrift und Gesten zu ermahnen und in manchen Fällen zum Widerruf aufzurufen.

Im 23-seitigen Originaltext des Briefes werden die Vorwürfe detailliert und minutiös aufgelistet, der gültigen Kirchenlehre und den passenden Kanons des kanonischen Rechts gegenübergestellt.

Hier geht´s zum Original:  klicken und hier zum Gesamttext im Original: klicken 

Das Original beginnt so:

“Eure Eminenzen, Eure Seligkeiten, Eure Exzellenzen,

wir senden Ihnen diesen Brief aus zwei Gründen: erstens um Papst Franziskus des kanonischen Vergehens der Häresie anzuklagen und zweitens, um Sie aufzufordern, die nötigen Schritte zu unternehmen, um mit der schwierigen Situation eines häretischen Papstes umzugehen.
Wir greifen zu dieser Maßnahme als letzte Möglichkeit auf die jahrelange Anhäufung von Schaden durch Papst Franziskus’ Worte und Handlungen zu antworten, die die Entstehung einer der schwersten Krisen in der Geschichte der Katholischen Kirche ermöglicht hat.” (….)

“IN EINEM OFFENEN BRIEF BESCHULDIGEN PROMINENTE KLERIKER UND GELEHRTE PAPST FRANZISKUS DER HÄRESIE – EINE ZUSAMMENFASSUNG”   

“Der offene Brief an die Bischöfe der Katholischen Kirche ist die dritte Stufe in einem Prozess, der im Sommer 2016 begann. Zu der Zeit hatte eine ad-hoc-Gruppe Katholischer Kleriker und Gelehrter einen privaten Brief an alle Kardinäle und Patriarchen der Ostkatholischen Kirchen geschrieben und auf Häresien und andere ernsthafte Irrtümer die in der Apostolischen Exhortation Amoris Laetitia enthalten sind, oder von Papst Franziskus begünstigt werden, hingewiesen.

Im folgenden Jahr – nachdem Papst Franziskus fortfuhr durch Worte, Taten und Auslassungen viele derselben Häresien zu propagieren, wurde eine “Filial Correction” sowohl von den gleichen Autoren als auch von anderen Klerikern und Gelehrten an den Papst adressiert. Dieser zweite Brief wurde im September 2017 veröffentlicht und in einer Petition von mehr als 14.000 Leuten unterschrieben.

Die Verfasser dieses Briefes hatten jedoch beteuert, daß sie nicht darüber urteilen wollten, ob Papst Franziskus sich bewußt war, daß er Häresien verbreitete.

Der jetzige offene Brief  an die Bischöfe der Katholischen Kirche geht einen Schritt weiter und behauptet, daß Franziskus des Vergehens der Häresie schuldig ist.

Dieses Verbrechen wird begangen, wenn ein Katholik wissentlich und andauernd etwas leugnet, das die Kirche als von Gott offenbart lehrt.

Nimmt man die Worte und Taten von Papst Franziskus zusammen, belaufen sie sich auf eine umfassende Ablehnung der Katholischen Ehe- und Sexuallehre, des Moralgesetzes und der Lehre von Gnade und Vergebung der Sünden.

Der Offene Brief weist auch auf die Verbindung der Ablehnung der Katholischen Lehre mit der Bevorzugung von Bischöfen und Klerikern hin, die entweder früherer sexueller Sünden und Verbrechen schuldig sind, wie der frühere Kardinal Theodore McCarrick, oder die Kleriker geschützt haben, die dieser Vergehen schuldig sind – wie der verstorbene Kardinal Godfried Danneels.

Diese Protektion und Förderung von Geistlichen, die die Katholische Ehe- und Sexuallehre und das Moralgesetz generell ablehnen – sogar wenn diese Geistlichen das Moral- und Zivilgesetz persönlich auf furchtbare Weise verletzen – ist gleichbleibend genug, um als Politik von Papst Franziskus betrachtet zu werden. Zumindest ist die Ernennung von solchen Individuen, deren persönliches Leben auf der Verletzung dieser Wahrheit basiert, auf einflußreiche Positionen ein Beweis für den Unglauben an diese Wahrheit der Katholischen Lehre.

Die Autoren denken, daß ein häretisches Papsttum weder toleriert noch bemäntelt  werden darf, um ein größeres Übel zu vermeiden. Es rührt an das Grundgut der Kirche und muß korrigiert werden.

Aus diesem Grund schließt die Studie mit einer Beschreibung der traditionellen theologischen und rechtlichen Prinzipien, die auf die gegenwärtige Situation zutreffen.

Die Autoren bitten die Bischöfe der Kirche respektvoll, die im Brief enthaltenen Vorwürfe zu untersuchen, damit sie beurteilen können, ob sie wohlbegründet sind, daß sie die Kirche von ihrer aktuellen Not befreien mögen – in Übereinstimmung mit dem heiligen Leitspruch “Salus animarum prima lex” (die Rettung der Seelen ist das höchst Gebot). Sie können das tun, indem sie Papst Franziskus ermahnen, diese Häresien zu verwerfen und – wenn er sich beharrlich weigern sollte – erklären, daß er sich selber frei des Papsttums enthoben hat.

Während dieser Offene Brief ein ungewöhnliches, sogar historisches Dokument ist, sagen die eigenen Gesetze der Kirche, daß “die Gläubigen Christi das Recht haben – und manchmal sogar die Pflicht – nach ihrem Wissen, ihren Fähigkeiten und ihrer Würde, den heiligen Hirten ihr Urteil über diese Dinge, die zum Kirchengut gehören, darzulegen.” (CCC, Kanon 212.3)

Während Katholiken glauben, daß ein Papst unter strikt begrenzten Bedingungen unfehlbar spricht, sagt die Kirche nicht, daß er außerhalb dieser Bedingungen nicht in Häresie verfallen kann.

Die Unterzeichner des Offenen Briefes sind nicht nur Spezialisten der Theologie und Philosophie, sondern auch Akademiker und Gelehrte anderer Fächer. Das paßt gut zur zentralen Behauptung des Offenen Briefes, daß Papst Franziskus’ Zurückweisung der offenbarten Wahrheit jedem gut unterrichteten Katholiken klar ist, der Willens ist, die Beweise zu untersuchen.

Die Unterschriften von Fr Aidan Nichols OP und von Prof. John Rist werden bekannt sein. Fr. Nichols ist einer der bekanntesten Theologen in der anglophonen Welt und Autor vieler Bücher über eine Vielzahl theologischer Themen – einschließlich über das Werk von Hans Urs von Balthasar und Joseph Ratzinger. Professor Rist, der für sein Werk über klassische Philosophie und Theologie bekannt ist, war Lehrstuhlinhaber an der Universität von Toronto, am Augustinianum in Rom, an der Katholischen Universität in Amerika, an der Universität von Aberdeen und an der Hebräischen Universität von Jerusalem.

Der Offene Brief wird sofort nach der Karwoche und der Osterwoche veröffentlicht – in der Hoffnung, daß die derzeitige “Passion” der Kirche bald der vollen Auferstehung von Gottes rettender Wahrheit weichen wird.”

Unterzeichnet

“Getreu in Christus Ihre”

Matteo d’Amico, Professor für Geschichte und Philosophie an der Senior High School of Ancona

Georges Buscemi, Präsident von Campagne Québec-Vie, Mitglied der Johannes-Paul II Academie für das Menschliche Leben und Familie

Robert Cassidy STL

Fr Thomas Crean OP

Deacon Nick Donnelly MA

Maria Guarini STB, Päpstliche Universität Seraphicum, Rom; Herausgeberin der website “la chiesa e postconcilio”

Prof. Robert Hickson PhD, Professor em. für Literatur und Strategisch-Kulturelle Studien

Fr John Hunwicke, früherer  Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Pusey House, Oxford
Peter Kwasniewski PhD

John Lamont DPhil (Oxon.)

Brian M. McCall, Orpha und Maurice Merrill Professor für Jura. Chefredakteur von Catholic Family News

Fr Cor Mennen JCL, Diöcese von‘s-Hertogenbosch (NL), Kanoniker des Kathedralakapitels am Diözesanseminar von ‘s-Hertogenbosch

Stéphane Mercier, STB, PhD, früherer Dozent an der Katholischen Universität von Löwen.

Fr Aidan Nichols OP

Paolo Pasqualucci, em. Professor für Philosophie an der Universsität von Perugia

Dr Claudio Pierantoni, Professor für Mittelalterliche Philosopie, Universität von Chile; früherer Professor für Kirchengeschichte und Patrologie an der Katholischen Universität von Chile

Professor John Rist

Dr Anna Silvas, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät für Geisteswissenschaften, Sozialwissenschaft und Erziehung an der Universität von Neu-England

Prof. Dr. W.J. Witteman, Physiker, em. Professor an der Universität von Twente

Kleriker und Akademiker, die den Offenen Brief unterzeichnen möchten,  können ihre Namen und Referenzen an die Organisatoren schicken- unter dieser e-mail-Adresse:  openlettertobishops@gmail.com.  Alle Anträge werden sorgfältig geprüft.

Quelle: Beiboot Petri

 

Hat es Ihnen gefallen? Damit dieser Beitrag auch für andere frei zugänglich bleibt, können Sie uns etwas spenden.

 

2 Gedanken zu „Offener Brief an die Bischöfe der Katholischen Kirche – Einleitung

  1. Als hasenspickende Familienmutter kann ich nur bestätigen, dass ich von Anfang an (Rücktritt (!) von Papst Benedikt) ein ganz ‘komisches’ Gefühl hatte. Ich konnte den Anblick von Bergoglio nicht ertragen und hatte stets den Eindruck, dass seine Messen zwar gültig, der Schlussegen aber ungültig ist. Das Bauchgefühl hat sich dann durch die zahllosen unorthodoxen Aussagen bestätigt. Leider.
    Aber das erscheint mir, wie schon öfters in der Geschichte: ‘die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los’ (Goethe). Also, fest beten und volle Kraft voraus, irgendwann geht auch dieser Spuk wieder einmal zu Ende, mit Gottes Hilfe !

    1. Ja, die hasenspickenden Familienmütter halten die Kirche! Aber nicht nur Sie hatten ein mulmiges Gefühl als sie ihn zum ersten Mal sahen. Steven Skojec schreibt darüber, Hilary White, meine Wenigkeit hatte ebenso solch ein Erlebnis. Intuition ist nicht zu unterschätzen.

Kommentar verfassen