Offener Brief gegen Pachamama-Verehrung von Bischof Athanasius Schneider (1 von 3)

Wir veröffentlichen hier den offenen Brief von Bischof Schneider gegen den Pachamama-Kult, wie er auf Litesitenews zu finden ist. Dennoch bemängeln wir, dass der Bischof zwar Predigten und offene Briefe schreibt, aber nicht handelt. Seine These, dass die Absetzung eines häretischen Papstes eine “unfromme Tat” wäre, welche irgendwie Gott widersprechen würde, halten wir für quietistisch und absurd. Eine Meinung ist nur dann etwas wert, wenn man für sie zu bluten bereit ist. Reden ist billig… Handeln ist es nicht. 

„Du sollst keine anderen Götter vor mir haben“, sagt Gott der Herr als erstes Gebot (2Mo 20,3). Ursprünglich Moses und dem hebräischen Volk übergeben, bleibt dieser Befehl [Gottes] für alle Menschen und alle Zeiten gültig, wie Gott uns sagt:

„Ihr sollt euch keine Götzenbilder in der Form von irgendetwas am Himmel droben oder auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde meißeln; du sollst dich nicht vor ihnen niederbeugen oder sie anbeten”(Ex 20: 4-5). 

Unser Herr Jesus Christus hat dieses Gebot vollkommen eingehalten. Als ihm die Reiche dieser Welt angeboten wurden, wenn er sich nur vor dem Teufel verbeugen würde, antwortete Jesus: „Geh hinweg, Satan! denn es steht geschrieben:

“Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und nur ihm dienen” (Mt 4,10; Dt 6,13-14). 

Das Vorbild Christi ist daher von größter Bedeutung für alle Menschen, die „den wahren Gott und das ewige Leben“ wollen; wie der Hl. Apostel Johannes schreibt:

„Meine Kinder, haltet euch von den Götzen fern“ (1 Joh 5:20-21).

In unserer Zeit hat diese Botschaft eine besondere Bedeutung, denn Synkretismus und Heidentum sind wie Gifte, die in die Adern des mystischen Leibes Christi, der Kirche, eindringen. Als Nachfolger der Apostel, die mit der Sorge um die Herde Gottes betraut sind, kann ich angesichts der offensichtlichen Verletzung des heiligen Willens Gottes und der katastrophalen Folgen für die einzelnen Seelen, die Kirche als Ganzes und die gesamte menschliche Rasse in der Tat nicht schweigen. Deshalb schreibe ich diese Botschaft mit großer Liebe für die Seelen meiner Brüder und Schwestern.

Am 4. Oktober 2019, am Vorabend der Amazonas-Synode, fand in Anwesenheit von Papst Franziskus und mehrerer Bischöfe und Kardinäle eine religiöse Zeremonie in den Vatikanischen Gärten statt, die teilweise von Schamanen geleitet wurde und in der teilweise symbolische Gegenstände verwendet wurden; namentlich eine Holzskulptur einer unbekleideten schwangeren Frau. Diese Darstellungen sind bekannt und gehören zu indigenen Ritualen der amazonischen Stämme, insbesondere zur Verehrung der sogenannten Mutter Erde, der Pachamama. In den folgenden Tagen wurden die hölzernen nackten Frauenfiguren auch im Petersdom vor dem Grab des heiligen Petrus verehrt. Papst Franziskus begrüßte auch zwei Bischöfe, die das Pachamama-Objekt auf ihren Schultern trugen und es in Prozession in den Synodalsaal brachten, in dem es an einem Ehrenplatz aufgestellt wurde. Pachamama-Statuen wurden auch in der Kirche Santa Maria in Transpontina ausgestellt.

Als Reaktion auf Aufforderungen der katholischen Gläubigen in Bezug auf diese Riten und die Verwendung dieser Statuen haben die Sprecher des Vatikans und Mitglieder der Komitees der Amazonas-Synode den offensichtlichen religiösen synkretistischen Charakter der Statuen herunterspielt oder geleugnet. Ihre Antworten waren jedoch ausweichend und widersprüchlich. Es handelte sich um intellektuelle Akrobatik und Verweigerung offensichtlicher Beweise.

Das amerikanische Unternehmen für visuelle Medien “Getty Images” machte ein offizielles Pressefoto dieses Rituals mit dieser Beschreibung: “Papst Franziskus und Kardinal Cláudio Hummes, emeritierter Erzbischof von São Paulo, Präsident des Pan-Amazonian Ecclesial Network (REPAM), stehen in vor einer Statue, die Pachamama (Mutter Erde) darstellt. “Pfr. Paulo Suess, Teilnehmer an der Amazonas-Synode, ließ keinen Zweifel am heidnischen Charakter der Zeremonien mit den Holzbildern in den Vatikanischen Gärten und wagte es sogar, heidnische Riten willkommen zu heißen und sagte: „Auch wenn dies ein heidnischer Ritus war, so ist es doch eine heidnische Anbetung Gottes. Man kann Heidentum nicht als Nichts abtun “(17. Oktober, Interview der Vatikanischen Nachrichten). In einer offiziellen Erklärung am 21. Oktober verurteilte das Panamazonische kirchliche Netzwerk (REPAM) die Heldentat der Herren, die die Holzbilder als Akt der “religiösen Intoleranz” in den Tiber geworfen hatten. Sie entlarvten damit die Lügen und Tricks, mit denen sie den religiösen Charakter der verehrten hölzernen Bildnisse. Freiwillige der Karmeliterkirche Santa Maria in Transpontina, in der die Holzstatuen ausgestellt waren, bestätigten diese Aussage; sie sagten:

„Die [geschnitzte] Mutter, die ich aus Brasilien mitgebracht habe … die in der Prozession war, nun, wir haben sie aus Brasilien mitgebracht. Sie wurde von einem einheimischen Künstler gemacht und wir baten ihn um ein Kunstwerk, das all diese Verbindung zwischen Mutter Erde, Frauen und dem weiblichen Aspekt Gottes symbolisiert, dass Gott derjenige ist, der das Leben schützt und nährt.“

Hierbei nannte sie [die Statue] gleichermaßen ein Symbol von “Mutter Erde” und der “Pachamama”. Objektive Quellen weisen darauf hin, dass das Pachamama ein Gegenstand der Verehrung ist, eine Göttin, der einige Bolivianer Lamas opfern, eine Erdgottheit, die von einigen Peruanern verehrt wird  und auf heidnischen InkaÜberzeugungen und -Praktiken beruht.

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