Tradition und Glauben

Ordo commendationis animae oder die Sterbegebete

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Da leider unerwartete Todesfälle vorkommen, bei denen man sich noch verabschieden kann, so fügen wir unten katholische Sterbegebete an, welche Rituale romanum als Ordo commendationis animae – „die Ordnung der Seelenübergabe“ gekennzeichnet sind.  Ja, in der Kirche hat alles seine Ordnung, auch das Sterben. Im Idealfall verrichtet es ein Priester, aber das es ein Sakramentale und kein Sakrament ist, so dürfen dies auch die Laien tun.

    1. Man liest einfach den lateinischen Text vor, er wirkt auch, wenn man ihn nicht versteht.
    1. Zuerst besprengt man den Sterbenden und die Umgebung mit dem Weihwasser, da davor die Dämonen, die in der Todesstunde besonders stark anfechten, verschwinden.
    1. Das Anzünden einer geweihten Kerze ist ebenfalls sehr hilfreich.
    1. Dann kniet man sich hin und betet diesen Teil der Allerheiligenlitanei.
  1. Danach folgen die übrigen Gebete.
  2. Handelt es sich um einen Mann so setzten wir bei N. seinen Vornamen und hunc famulum tuum  bei einer Frau sagen wir bei N.   ebenfalls den Vornamen und hanc famulam tuam. Es folgt immer zuerst die männliche Form, danach die weibliche.
  3. Primo dicitur  bedeutet „zuerst sagt man“, secundo dicitur bedeutet „anschließend sagt man“. Allgemein gilt: der rote Text wird verrichtet, der schwarze gelesen.
  4. Die Texte De Expiratione – Das Aushauchen [des Geistes] werden im unmittelbaren Augenblick des Todes gebetet.

Man kann dem Sterbenden, der natürlich mit den Sterbesakramenten versehen sein muss, mit diesen Gebeten sehr helfen, denn die Sterbenden hören alles und sehen schon das Jenseits, die Dämonen leider zuerst. Dauert das Sterben länger, so kann man natürlich all diese Gebete mehrmals wiederholen.

Text zum Download findet sich hier:

Oratio commendationis Rituale romanum

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