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Pädophilie, Missbrauch, Vertuschung und Kirchenrecht

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Von überall her hört man über die Vertuschungsskandale, die in der Erzdiözese Köln wenigsten bis zu Kardinal Meisner zurückreichen. In Polen platzte die große Missbrauchsbombe und die Nachrichten überschlagen sich. Es war auch nicht anderes zu erwarten, denn warum sollten sich unsere lieben Geistlichen in Europa anders verhalten als in den USA? Jeder Bischof vertuscht und hält sich nicht an das Kirchenrecht und jeder ist deswegen erpressbar. Einfach. Aus gegebenen Anlass erinnern wir an den Aufsatz von Ann Barnhard zu diesem Thema aus dem Jahre 2017.

Da wir hier eher eine theologische Ursachenforschung betreiben, so stellten wir uns ebenfalls die Frage, welcher Systemfehler kirchenrechtlich begannen wurde, welcher diesen massiven Missbrauch und seine Vertuschung möglich machte. In den Tiefen des Internets entdeckten wir dazu einen wissenschaftlichen Aufsatz eine australischen Juristen und Theologen namens Kieran Tapsell. Der Titel des Aufsatzes lautet: „Canon Law on Child Sexual Abuse through the Ages“ – „Kirchenrecht über den Kindesmissbrauch in Wandel der Jahrhunderte“, erschienen in Journal of the Australian Catholic Historical Society, No. 36, 2015: 113-136. . Dieser Aufsatz war für DSDZ ein Eye-Opener, wie man auf Denglisch so sagt, er öffnete ihm also die Augen, weil er klar macht, dass schon 1842 eine Wende im Kirchenrecht eintrat, welche dazu führte, dass Kindesmissbrauch als ein „sittliches Vergehen“ und als keine Straftat betrachtet wurde, die eine Übergabe an den Staat notwendig macht. Denn tatsächlich sah man es bis 1842 anders und die Strafen waren wirklich drakonisch und rigoros. Wir werden alles diesen Aufsatz auf Deutsch hier lesen und danach klüger werden. Wenn man mindestens seit 1842 gewohnt war diese Taten unter den Teppich zu kehren und den Tätern nur eine kirchliche Buße aufzulegen, wie es FSSPX weiterhin tut, dann wundert es einen nicht, dass jetzt sogar das vertuscht wird, was gemeldet werden sollte.

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